Erste Premiere in Salzburg
Gestern hatte der vielumstrittene Teodor Currentzis bei den Salzburger Festspielen gleich zwei Werke zu dirigieren: „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók und die Oratorienoper „De temporum fine comoedia“ von Carl Orff. Der radio klassik Opernexperte Richard Schmitz berichtet:
Béla Bartóks Oper ist zweifellos ein Solitär im Reigen der symbolistischen Opern. Sie zeigt eine Reihe von Enthüllungen, weil das Mädchen Judith alle Räume im Schloss ihres Gemahls kennenlernen und mit Licht durchfluten will. Das gelingt ihr nur rudimentär; schließlich landet auch sie hinter der siebenten Tür und darf Blaubart als Nacht dienstbar sein. Die Musik ist impressionistisch mit einigen expressionistischen Momenten,...