Thementag Brucknerhaus/Brucknerfest 2026

Show transcript

00:00:00: Herzlich Willkommen an Severin Drogbacher.

00:00:01: Hallo, freu mich sehr!

00:00:02: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:03: Severin, es steht auf der Website des Brugner-Fests – Brugners Taschensymphonie.

00:00:10: Dass du das machen wirst?

00:00:11: War das jetzt eine Taschensenfonie?

00:00:13: Ich denke, dass war schon eine Taschen symphonie ja.

00:00:15: Das ist eigentlich genau das worum's geht.

00:00:17: Es sind sozusagen Miniaturen sowohl in der Länge als auch in der Besetzung.

00:00:21: Brugna leicht vermittelbar gemacht kann man sagen.

00:00:27: Beschreib noch einmal….

00:00:28: Was wir da jetzt gehört haben, also das war jetzt eine E-Gitarre die du gespielt hast.

00:00:33: Genau

00:00:34: und was war das Tonmaterial?

00:00:38: Und wie bist du damit umgegangen?

00:00:41: Das zugrunde liegende Material.

00:00:43: bei dem gesamten Projekt sage ich erstmal sind sämtliche zehn Symphonien alle inklusive der annullierten.

00:00:53: Ich bin sozusagen beim Erarbeiten, also muss man dazu prinzipiell sagen ich habe es sozusagen für verschiedenste Projekte eigentlich bereits aufbereitet.

00:01:02: Es waren jetzt gerade in St.

00:01:03: Florian dürfte vielleicht im einen oder anderen Hörer bekannt sind die Sankt Floriana-Bruckner Tage wo ich den Auftrag bekommen hab eben Bruckners Werk auf modern aufzubereiten wo ich das ganze für Sextet gemacht habe.

00:01:16: aber prinzipell bei jedem Bei jeder Besetzung, bei jedem Projekt war er der erste Schritt den ich gemacht habe einfach sozusagen mir die Essenz vom Brugnuss symphonischen Werk anzuschauen.

00:01:26: Respektive nicht von Gesamten sondern einfach einzelnen Sequenzen.

00:01:28: Ich hab mir einfach die Themen angeschaut.

00:01:30: Ich habe mir harmonische Wendungen angeschauert und ich habe mir einfach rhythmische Miniaturen angeschaubt und habe versucht das Ganze möglichst auf seine Essenze runterzubrechen.

00:01:40: also sprich einfach weg von der Orchesterierung nur hin zur musikalischen Idee.

00:01:46: Eigentlich, wie ich sozusagen auch aus meinem Job als, sag ich jetzt einmal, Sidemind gewohnt bin.

00:01:51: Wo ich manchmal einfach Pop-Rock Sachen runterhorchen muss und sie vielleicht für die Solo-Gitarre herrichten weil man es bei irgendeiner Hochzeit braucht oder so.

00:01:59: Hab mir tatsächlich die brucknischen Symphonien genau so angereicht, wie immer ein Popsong anhorchen würde.

00:02:05: Und dann gedacht so wo ist das?

00:02:08: Was ist das Wichtige in der Musik und was kann ich

00:02:11: wie

00:02:11: extrahieren?

00:02:14: angefangen mir das alles für die Solo-Gitarre herzurichten.

00:02:18: Bin dann von der Solo- Gitarre ausgegangen und habe es für verschiedene Besetzungen arrangiert, zum Beispiel für den Sextet.

00:02:24: Aber immer ausgehend von einfach dem was ich auf der E-Gitare alleine mache.

00:02:30: Und die Taschensymphonien sind nichts anderes als sozusagen einfach die Essenz dessen also von dieser Solo-gitarre ausgehende zu sagen okay und wie kann ich jetzt aus diesen Fragmenten die man da ist extrapoliert hab Songs basteln, die mit rein einer E-Gitarre funktionieren.

00:02:47: Also ich befleistige mich da halt meiner unterschiedlichsten Effekte und habe ein Looper dabei für manche Songs

00:02:52: usw.,

00:02:52: aber es ist tatsächlich alles... ...die musikalische Grundidee auf die E-guitarre runter

00:02:58: extrahiert.".

00:03:01: Sackzeberin Trogbacher.

00:03:02: Ich würde vorschlagen, bevor wir weiter plaudern hören werden es nochmal ein Beispiel an.

00:03:06: Du hast ja Gott sei Dank mehrere Beispiele mitgebracht.

00:03:09: Ascension ist das nächste Stück und jetzt haben unsere Hörerinnen und Hörere den Eindruck bekommen wie du arbeitest.

00:03:16: kannst du vielleicht noch so eine Pferde legen was da jetzt drinnen ist?

00:03:20: also wo hast du dich hier jetzt bedienen?

00:03:23: Also beim ersten Stück, das wir vorhin Eingangs gehört haben.

00:03:27: Das war die Coda aus dem vierten Satz und tatsächlich einfach das Ende der vierten Symphonie.

00:03:34: Und es geht jetzt weiter mit eigentlich seit meiner Kindheit favorite Brugner-Stück nämlich dem Adajo aus der siebten Symfonie zweiter Satz.

00:03:46: Und hier eben tatsächlich da kann man's jetzt glaube ich ganz gut Erkennen, wie... Ich hab's einfach eingedampft.

00:03:53: Das Adagio dauert natürlich insgesamt normalerweise irgendwie je nach Spielgeschwindigkeit zwanzig Minuten oder so und ich bin halt sozusagen einfach drin herum gehüpft.

00:04:05: Und habe mir teilweise dann Transitions gebaut damit die sozusagen auf den mir nächsten wichtigen Teil hinkommen.

00:04:44: Wie man in dem Fall, glaube ich leichter erkannt hat.

00:04:47: Aus dem zweiten Satz der siebenden Sinfonie von Brugner.

00:04:50: Severin Trogbacher hat hier gespielt, arrangiert und destilliert aus der Sinten-Synphonie von Anton Brugger.

00:04:59: Seine Interpretation an seine Taschen-Symphonien gibt es schon morgen zu erleben Und zwar ab achtzehn Uhr rund ums Brugners Haus.

00:05:10: Severin wie funktioniert das?

00:05:12: ums Brückner Haus.

00:05:14: Das funktioniert folgendermaßen, ich nehme meinen Riesenhaufen an Equipment und baue ihn hin wo ich ihn hinbauen soll zum Beispiel neben den Haupteingang spiele dort Viertelstunde, zwanzig Minuten, ich schätze es werden einfach jeweils so zwei bis drei solche Reminiaturen sein wie wir sie jetzt gerade gehört haben und bocke dann meinen Risenhaufen Equipement wieder zusammen Wer den Vermittels eines Leiterwagers oder eines Lastenrades ums Eck führen und dort wieder aufbauen.

00:05:44: Das Ganze mache ich so lange, bis wir fertig sind!

00:05:48: Gut das wird morgen der Fall sein.

00:05:52: Das ist im Rahmen oder vor der klassischen Krankwolke am vierten September ab achtzehn Uhr aber du trittst ja dann auch noch am achtzehnten, am neunzehnte, am sechsundzwanzigsten, am siebenundzwannzigsten auf.

00:06:03: da tut sich ziemlich viel.

00:06:06: Da wird es dann zum herumfahren.

00:06:09: Du bespielst wirklich praktisch ganz Linz, ich bin nicht zu gut in der Geografie von Linz aber alles was da so drinnen ist, Hauptplatz, Taubenmarkt, Marientum, Südbahnhofmarkt sind das... Open Air-Plätze.

00:06:25: oder bist du da drinnen?

00:06:26: Oder ist das auch wetterabhängig?

00:06:28: Das ist ein bisschen wetter abhängiger.

00:06:29: Ich glaube, es sind auch ein paar Zentren dabei wo wir dann schon drin sind aber das meiste ist, denke ich, Open Air.

00:06:35: Es sind ja wirklich ein paar ganz lustige Sachen.

00:06:37: soweit ich weiß, gehen wir glaube ich sogar am Marientum auf.

00:06:40: die Arimettage rauf einfach just because we can.

00:06:45: Da werde er vielleicht eher einen Neiland-Gitar mitnehmen und nicht das ganze.

00:06:51: sehr zu viel.

00:06:53: Oder eben am Pöstlingberg drum, wenn wir auf der Aussichtsplatzform spielen und ich schätze weil wenn wir dort schlecht Wetter haben werden wir uns vermutlich irgendwas suchen vielleicht spülen in der Grottenbahn würde man sagen.

00:07:04: Das sagt Severin Drogbacher.

00:07:06: er ist verantwortlich für Bruckners Taschensymphonien beim heurigen Brugnerfest und ich finde auch sehr nett dass auf der Website Ankündigung vom Brugnenfest steht als Konzertort Stadtgebiet Linz.

00:07:20: Das trifft es, glaube ich ganz hervorragend!

00:07:24: Jetzt würde mich interessieren... Wir haben von Norbert Trawöger vor einiger Zeit während einer Live-Sendung das erste Mal gehört dass sich die White Stripes, also Jack White an der fünften Brugner bedient hat für sein Lead Seven Nation Army.

00:07:39: Hast du die Fünfte in den ersten Satz?

00:07:41: Der Fünftenbrugner auch schon mit dir vorgenommen?

00:07:45: Ja Das ist ganz lustig.

00:07:47: Man wird wahnsinnig oft, in dem Moment wo man sagt, man bearbeitet Brugner für modernen Rock was auch immer es dann ist, wird man sofort auf die White Stripes angesprochen.

00:07:54: Jetzt habe ich tatsächlich natürlich das Problem gehabt.

00:07:56: ja also ich mache nichts was jemand anderer schon gemacht hat.

00:07:59: Ich hab's tatsächlich in verschiedensten Ausprägungen dann verwendet nur nicht so wie da.

00:08:07: wir hören Höchstwahrscheinlich nachher noch ein Stück, das sozusagen nicht ganz in die Taschen Simonien reinpasst.

00:08:13: Da kommt's vor!

00:08:15: Da kommt es sozusagen im Gitarren-Solo kurz zitiert vor und ich habe sozusagen ein komplettes kleines Programm geschrieben von Bruckner Pop Songs Wo ich sozusagen tatsächlich von diesem Motiv ausgehangen bin, gesagt habe so dass aus dem mache einen Oh-Oh-Oh Core sondern richtig so wie man es heute hat.

00:08:35: Genauso einen mitzigen Teilcore und eigentlich hat sich das gesamte Popprogramm dann auf diesen oder rund um diesen Core aus der fünften gruppiert.

00:08:46: Und genau also so hab' ich das verwendet.

00:08:49: Ich habe allerdings jetzt eh beim nächsten Stück, das wir gleich hören werden Das ist jetzt mal Beispiel dafür wie sozusagen Symphonien übereinander, untereinander und hintereinander lege.

00:08:59: Auch da haben wir jetzt sozusagen das Hauptmotiv aus der fünften ist aber dann kombiniert also als Jazz Waltz gespielt, ist aber kombinierter mit dem zweiten Satz aus der achten passend perfekt zusammen.

00:09:12: Das werden wir überprüfen.

00:09:41: Passend five to eight betitelt nämlich Elemente der Fünften und der achte Sinfonie von Anton Bruckner Neu zusammen gebaut von Severin Trogbacher.

00:09:52: Er ist für Bruckner Taschensynchronien beim heurigen Bruckener Fest verantwortlich, von Freitag den vierten September bis Sonntag den siebenundzwanzigsten September wie vorhin erwähnt im Stadtgebiet Linz.

00:10:05: Es macht wahnsinnig viel Spaß, diese Musik zu hören und deine Herangehensweise nachzuvollziehen wie du hier umgehst mit diesen großen Partituren von Bruckner.

00:10:15: Und sie ist so auf ein Instrument zusammen destilliert.

00:10:18: Du hast vorhin gesagt, du verwendest auch sehr viele Effektgeräte abgesehen vom Halt der jetzt hier dann da so war.

00:10:25: Ich glaube im letzten Stück das du uns mitgebracht hast, da zeigst du wie man mit vielen Effekten noch arbeiten kann.

00:10:32: Im letzten Stück, das ich mitgebracht habe, ist dieses Format der Taschensyphonie nicht ganz hinein.

00:10:37: Das Stück hab' ich komponiert.

00:10:39: Es war ein sehr spannendes Projekt im Rahmen des Brugner-Jahres, es gab's in dem Tourm Neun im Leonding.

00:10:49: eine Ausstellung antun zwischen den Welten, wo sozusagen sieben bildende Künstlerinnen Kunstwerke die weitestgehenden Brugnerbezugarten ausgestellt haben und dort wirklich geschaffen haben.

00:11:01: Und jedem Kunstprojekt wurde eine Komponistin oder ein Komponsist zur Seite gestellt um das Projekt dann sozusagen musikalisch zu begleiten.

00:11:11: Das Projekt, das ich begleite durfte war wahnsinnig wahnsinniges schönes Projekt von einer lustigenweise Florianerkünstlerin sogar von der Edith Stauber die Bleistift-Radierungen gemacht hat, zwölf an der Zahl was ich sowieso rein stilistisch ganz großartig finde.

00:11:27: zehn plus zwei Umstiege und sich sozusagen überlegt hat, was wäre wenn Bruckner heute leben würde?

00:11:32: Der ist ja wahnsinnig viel gereist.

00:11:34: Wie würde der reisen?

00:11:35: und hat den Brucker einfach in ihren Bleistiftzeichnungen in den Bahnhof Linz gesetzt, in einen ESG-Bus hineingesetzt auf dem Bus warten, das auch einfach in solche Situationen war es natürlich total zu meiner Thematik passt weil ihm ja sozusagen auch immer fragt wie würde Bruckener seine Musik interpretieren?

00:11:53: hätte er die Möglichkeiten, die wir heute haben?

00:11:55: also das ist die Herangehensweise drum immer das heruntertestillieren auf das essentielle.

00:11:59: Was hat der Brugner, der ja wirklich ein Heavy Metaler war?

00:12:03: Der immer gesagt hat, laden wir es sein und was hätte er gemacht wenn er einen Schlagzeiger gehabt hätte oder einen E-Gitaristen gehabt hätte.

00:12:12: Und dementsprechend hat das Projekt halt irgendwie super mir rein gepasst.

00:12:15: und dann habe ich mir eben überlegt okay die Edith setzt den Brugnen im Bus und ich gehe an Schritt weiter und setz den Bruggner in Zug wie wenn sie am Fenster vorbeifliegen würden behandelt.

00:12:34: Ausgehend bin ich von der komisch-frügischen Donleiter, die einen ausfahrenden Tauruslock von sich gibt und habe dann sozusagen Brugnärsch reharmonisiert.

00:12:53: habe das Ganze dann halt konsequenterweise auch Eisenbahnbruckner genannt.

00:12:58: Und warum es nicht so ganz reinpasst, ich hab da Schlagzeug verwendet.

00:13:02: also ich hab meinen Schlagzeuge den Herbert Birker der auch bei dem anderen Brugner-Projekt bei mir spielt und auch in meinem Solo Trio da einmal drüber waschen lassen.

00:13:14: Wir sind gespannt, Severin Druckbacher war das.

00:13:17: Severin?

00:13:17: herzlichen Dank für den Besuch und deine Ausführungen und diese tollen Musikstücke.

00:13:21: Danke Vielen Dank.

00:13:21: war meine große Freude!

00:13:22: Dankeschön.

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