Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen

Show transcript

00:00:01: Ein plötzlich aufgezogenes, heftiges Gewitter lenkte die Gespräche in der Pause kurzfristig von den ersten Eindrücken dieser Produktion ab.

00:00:14: Zu dem Zeitpunkt nach dem Vorspiel hätte ich der Idee von Ersang Montag noch eine Chance gegeben.

00:00:21: Er geht von einer Zeitkapsel aus und verlegt die Geschichte auf den Mars.

00:00:25: Dass die Buchrufe am Ende derart heftig ausfallen würden hat mich nicht überrascht!

00:00:31: Im ersten Moment funktioniert das Konzept durchaus, dass der Reichste Mann der Welt zu einer Assemblée auf seinen Wüstenplaneten bittet und die Gäste mit Raumschiffen zum Marspalier reisen.

00:00:45: Einige Superreiche streben heutzutage ja tatsächlich danach neue Lebensräume im Weltall zu erschließen.

00:00:52: Das unter einer kuppelangesiedelte futuristisches Szenario wird dann in Europa zu einer Schneelandschaft.

00:01:00: Ariadne hat rotes Kraushaar, einige Kustüme erinnern an eine Mischung aus Harry Potter und Zauberer von Oz.

00:01:08: Bachus wird als in gold gekleideter Olympia gezeigt.

00:01:13: Gut angefangen?

00:01:15: Stark nachgelassen!

00:01:17: Mein Fazit – In aller Kürze zur Regie Famos ist hingegen die musikalische Seite.

00:01:24: Die Binafilharmoniker holen unter Manfred Honeck jedes noch so kleine Detail aus der Partitur von Richard Strauss heraus, die Musik glitzert und funkelt!

00:01:36: Den Namen Christina Nielson werden wir uns nach dieser großartigen Leistung als Ariadne definitiv merken und den Weg der schwedischen Sopranisten weiterverfolgen.

00:01:49: ist ebenfalls ausgezeichnet.

00:01:52: Ihr gelingt es zudem, eine Figur einen Charakter zu zeigen!

00:01:57: Zidei ist eine silberig-querlige Serbinetta.

00:02:02: Toll.

00:02:03: Eric Cutler meistert die Partie des Bachus Bravorus.

00:02:08: Johannes Silberschneider gibt den Haushofmeister.

00:02:12: Erst am Montag konnte an der Wiener Staatsoper bereits mit Bises Perlenfischer nicht überzeugen... Mit dieser Ariadne ist er in der Publikumsgunst definitiv nicht gestiegen.

00:02:27: Riesenjubel gab es hingegen davor, in der Felsenreitschule für den Dirigenten Adam Fischer des Mozart-Theomorchester Salzburg und alle ausführende einer halbzänischen Vorstellung von Mozart's Luccio Silla.

00:02:43: Herrliche Musik mit durchwegs jungen frischen Stimmen!

00:02:48: Nina Solodovnikova als Junior und Ksenia Puskatsch-Thomas als leidenschaftlicher Ciccilio.

00:02:56: Genuss pur!

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