Carmen in Salzburg

Show notes

Marion Eigl über die Premiere von Georges Bizets "Carmen" bei den Salzburger Festspielen mit Asmik Grigorian.

Show transcript

00:00:01: Kármen bewegend.

00:00:08: anders, so ließe sich diese Produktion der Salzburger Festspiele überschreiben.

00:00:14: Die argentinische italienische Regisseurin und Choreografin Gabriela Carizzo mischt ihre Tanztheaterkompanie Pieping Tom mit der charakteristischen Bewegungssprache ins Geschehen.

00:00:28: Das bringt mitunter eine Doppelung der Charaktere und vor allem eine ganz eigene, punktuell ungemein rasante Dynamik.

00:00:37: Die Szenerie ist düster, karg, grau!

00:00:41: Der Fokus liegt ganz auf dem psychologischen Aspekt des Paares Carmen & Don José.

00:00:48: Asmi Gregorian legt all ihre immense Ausdruckskraft in die außergewöhnliche Frauenfigur.

00:00:55: Ob der geforderten Tiefe der Partie klingt die Subranistin stellenweise bei nahe ungewohnt.

00:01:02: Jonathan Title meines der absolut richtige Don José für diese Produktion, stark schön durch und durch glaubhaft ein bis zu tödlichen Verzweiflung liebender Mann mit emotionaler und stimmlicher Tiefe.

00:01:18: Cristino Pridarian feiert einen großen Erfolg als Michaela mit sanft glühendem Sopran.

00:01:25: David Eludiano ist ein guter Eskamillo!

00:01:29: Die durchschlagendste Kraft an diesem Abend.

00:01:34: Utopia Orchestra.

00:01:37: Die politische Dimension, das viel diskutierte Schweigen des Dirigenten zu Putin's Krieg gegen die Ukraine – das steht auf einem anderen Blatt.

00:01:46: Was die künstlerische Arbeit angeht ist es klar der Abend von Kurenzis.

00:01:52: Die angebotene Bandbreite an Farben und Dynamik, die offenkundig aufwendige Vorbereitungsarbeit, durchgehender Transparenz großartig.

00:02:08: Bereits der Auftritts-Aplaus zu Beginn und danach der Pause Sprachbände, die Publikumsbegeisterung am Ende sowieso.

00:02:18: Für die Regie gab es einige lautstarke Boos.

00:02:22: In Summe ist das Konzept ein Stimmiges wenn auch nicht zu hundert Prozent überzeugend.

00:02:27: Es gibt Längen im Dritten Arg Das isst so oft und solange zu dunkel auf der Bühne Aber es sind hier Bilder filmartiges Zinnerin gelungen, die noch sehr lange im Kopf bleiben.

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