Lehár Festival 2026

Show transcript

00:00:01: Reisen Sie mit dem Leha-Festival Bad Ischl rund um die Operettenwelt.

00:00:05: Zum Fünfundsechzigjahr Jubiläum senden wir heute für sie live aus der Festspielstadt.

00:00:12: Gleich ist es achtzehn Uhr und wie angekündigt darf ich nun Marius Burdkirt herzlich begrüßen, schön dass du da bist!

00:00:21: Du hast gleich

00:00:22: zwei Produktionen bei diesen heurigen Festspielen.

00:00:27: Die Griechen Maritza.

00:00:29: Gestern, das zweite Mal habe ich gespielt worden und am vierzehnten August ist dann die Prämie vom Göttergarten über den wir dann sicher noch ausführlich plaudern werden.

00:00:38: Jetzt einmal zur Gräfin Maritza.

00:00:41: hast du dir schon dirigiert davor?

00:00:43: Ja es ist tatsächlich meine dritte, also ich fange jetzt an Stücke zum dritten und vierten Malzmann.

00:00:49: aber das ist natürlich schön weil es dementsprechend lange her und man hat da so ein Bild von damals und dann deckt's aber doch neu.

00:00:58: Es hat sich auch viel getan, es ist bei mir zwanzig Jahre her.

00:01:01: Da hatte man schon noch einen anderen Zugang, ein bisschen langsamer war alles und heute habe ich einen anderen Blick drauf auf das ist auch für mich sehr spannend, dass wieder zu entdecken.

00:01:13: Wie ist es denn in diesem Haus hier zu dirigieren?

00:01:15: Da gibt's ja viele Leute die sich nicht kennen.

00:01:17: Das ist auch ein besonderer Fall weil der Orchester gerade... quasi auf der Mitte der Bühne, also man geht auch noch hinter dem Dirigenten vorbei.

00:01:26: Wie ist das jetzt so?

00:01:27: Ja es gab's ja früher nicht.

00:01:28: Das ist ja damals umgebaut worden ich glaube in den neunzigern Jahren und es ist ja eigentlich ein Kongress- und Theaterhaus, also nicht ein dreienes Theater.

00:01:38: Die Orchester Gramm ist auch relativ klein aber wir schaffen es trotzdem immer alle unterzubringen.

00:01:44: Und dadurch, dass der Raum relativ lang ist und nach hinten oben sehr weit hat man eben damals begonnen.

00:01:50: Anfang der Zweitausender, dass man diese Barsarella baut, wo man einfach näher ans Publikum kommen kann und das man sozusagen in der Mitte mit dem Orchester in seinem Topf was Vor- und Nachteile hat weil man ein bisschen tief ist und nicht immer alles mitkriegt aber auch den Vorteil, dass wir halt nahe an den Sängern sein können und sehr gut zu schauen mal spielen können

00:02:12: Sagt Marius Burkert, er ist wie gesagt für die Grefin Maritze und den Göttergarten verantwortlich.

00:02:17: Grefin-Maritze haben wir heute schon oftmals thematisiert aber dem Götterngarten das ist schon ein besonderes Stück.

00:02:25: Wie bist du damit umgegangen?

00:02:27: Wie hast Du dir diese Operette erarbeitet?

00:02:31: Es ist tatsächlich etwas ganz besonders.

00:02:33: ich habe übermorgen die erste Probe sehr spannend weil das Stück ist tatsächlich Nachweislich habe ich versucht zu recherchieren, seit vor dem ersten Weltkrieg in dieser Fassung nicht mehr auf der Bühne gewesen.

00:02:47: Und es ist auch das letzte, ich hoffe jetzt nichts Falsches was wir hier noch nie spielten haben von Leha und da wir ja das Leha-Festival sind, ist das wirklich höchste Zeit dafür!

00:02:58: Jetzt gibt's nur diese eine Aufnahme aus einem fünfundvierzig Jahr Und ich habe da von dem Verlag, der für die Noten zuständig ist nur die Info bekommen.

00:03:07: Es gibt nur dieses eine Material und wir haben tatsächlich das bekommen.

00:03:12: also wenn ich das in den Händen halte, wäre ich ganz ehrfürchtig.

00:03:16: Wenn man so sich denkt okay spiele jetzt aus diesen hundertzwanzig Jahre alten Noten und möglicherweise ist das was wir machen fast seit hundert Jahren nicht so erklungen.

00:03:27: Das ist schon was Spannendes und das mache ich wahnsinnig gerne, dass zu entdecken.

00:03:32: Schauen wir mal wo sind die unterschiedliche Gewürzungen mit den Stimmen?

00:03:35: Was ist ein bisschen anders als man glaubt?

00:03:38: Und es ist auch immer eine Studie für mich weil der Leher einfach so gut geschrieben hat wie wir wissen ja war er Kabelmeister und ohne Partitur nur Stimmen geschrieben hat.

00:03:51: Man gibt einen Auftakt und es klingt gleich ganz wunderbar.

00:03:55: Und das ist einfach ein großer Spaß immer für mich!

00:03:59: Wie würdest du den Göttergarten insgesamt jetzt von der Musik her charakterisieren?

00:04:02: Naja, das ist ja ein Stück des vor der Lustigen Witwe – und wir kennen ja Lea quasi nur ab der Lustige Witwe.

00:04:10: Bisschen wie Wiener Frau und das haben wir vor ein paar Jahren hier auch gemacht.

00:04:14: Relativ….

00:04:15: Ich würde nicht sagen einfach aber es ist ja auch vom Inhalt her diese Amphiteron Versiflage.

00:04:22: So, es wollte damals so ein bisschen offenbachmäßig sein sehr melodiös, sehr einfach aber es hat natürlich gar nichts zu tun mit dem späten Leihade wie Landeslächeln, Spagagnini alle diese Sachen.

00:04:36: Giuditta Zarejevic das ist halt über zwanzig Jahre später, fünfundzwanzig teilweise und da hat sich auch viel inzwischen getan.

00:04:47: Ich habe mal gelernt, man sollte die Werke eines Komponisten immer nur beurteilen.

00:04:54: In der Biografie bis zu dem Augenblick wo sie entstanden sind und das ja machen wir vielleicht mit an dann Kompонisten auch immer falsch wenn wir sagen wir kennen die frühen Wagneropern die fallen immer unter den Tisch weil wir kennen halt die späteren und messen alles an denen.

00:05:10: dass ist eben wahrscheinlich nicht der richtige Zugang und ich versuche das ganz unvoreingenommen mit großem Spaß mehr anzueignen.

00:05:19: jetzt.

00:05:21: Vierzehnte August ist die Premiere vom Göttergarten, weil wir gerade über den Orchestergradengesprochen haben hier im Kongressentheaterhaus Bad Ischel beim Götterngarten seid ihr nicht im Graden oder?

00:05:33: Ja da sind wir dann oben, weil es so halb zehn ist und das Orchester ist immer ein wesentlicher Bestandteil dessen.

00:05:39: Das auch sehr gut für die Sänger natürlich.

00:05:41: Wir haben da gar nicht die Möglichkeit, in der ganz kurzen Zeit so richtig mit Bühne und Leuchten und allem.

00:05:48: Und deswegen hat sich das mal etabliert dass man sozusagen ein wenig Spiel immer etwas mehr mehr wird als jedes Jahr.

00:05:55: aber das Erlebnis für den Zuschauer ist natürlich ein anderes.

00:05:58: also wenn jetzt alle in schwarz dastehnen von Noten singen ein bisschen langweilig das machen wir jetzt nicht mehr.

00:06:05: Und natürlich auch eine Herausforderung für die Sänger, weil das auch ein Stück ist, dass man nicht allzu oft in seinem Leben wahrscheinlich noch haben wird.

00:06:15: Also man lernt es quasi für das eine Mal aber sind da alle mit großer Freude dabei und ich glaube, es ist jedem klar, dass das was Besonderes ist und immer etwas, was auf das Publikum überspringt.

00:06:26: Weil das Publikum hier dazu kommt... Die wissen auch, dass das etwas ist, was nicht ganz alltäglich ist.

00:06:34: Und es hat immer ein ganz eigenes Flair diese Aufführungen.

00:06:38: Das ist ein Geben und Nehmen sozusagen sehr spannend für alle Beteiligten.

00:06:44: Du hast jetzt gesagt Es wird immer mehr jedes Jahr.

00:06:48: du bist ja auch schon längere Zeit hier oder?

00:06:51: Ich

00:06:51: bin schon sehr lange hier.

00:06:53: Eigentlich ist das jetzt das Da war es nicht.

00:07:02: Also, das ist das Dreiundzwanzigste und davon habe ich zwanzig Jahre gespielt.

00:07:08: Wow, das heißt hier ist wirklich schon große Bad Ischl.

00:07:10: Große Operettenerfahrung bei dir vorhanden?

00:07:14: Ja eh nicht nur in Bad Ischle auch in Graz wo ich sonst bin mache ich natürlich sehr gerne die Operetten.

00:07:19: Bekannte und Unbekannte lieber die unbekannten muss ich ganz ehrlich sagen.

00:07:24: es immer spannend aus Neues zu entdecken.

00:07:27: aber ich habe natürlich auch alle bekannten her schon gemacht und mach jetzt teilweise zum zweiten und dritten und vierten mal Aber das ist ja auch schön eine Beständigkeit in dem Wandel des operierten Lebens.

00:07:41: Gibt es noch vieles an unbekannten Operettematerial?

00:07:45: Ja, ich finde schon!

00:07:47: Es gibt ja auch diese Komponisten wie Ciara und vor allem mein Liebling Leo Falle, Oscar Strauss gibt es unheimlich viele Stücke.

00:07:56: Die Candy haben teilweise auch ganz gute Titel und sind wirklich gute Musik.

00:08:01: Und man traut sich halt immer weniger heutzutage, die in den Danden setzen auf Bekanntes.

00:08:07: Aber es ist definitiv nicht erschöpft mit Fledermaus und lustiger Witwe.

00:08:12: Der Leha krankt ein bisschen dran, dass seine Lustige Witte sein berühmt ist – das Werk natürlich!

00:08:18: Und wie wir gerade gesprochen haben davor, die Zigarrenerliebe und solche Stücke sind halt unglaublich toll und werden halt kaum mehr gespielt.

00:08:27: Leider, leider...

00:08:29: Aber das Läher-Festival in Bad Ischl ist ein Ort, wo so etwas vielleicht auch wieder möglich ist.

00:08:34: Herzlichen Dank Marius Brückert dass du dir Zeit genommen hast und auf weitere gute dreiundzwanzig Jahre

00:08:41: in Bad Ichl.

00:08:42: Dann treffen wir uns wieder!

00:08:43: Ganz schön

00:08:44: ich bin... Ich hoffe, dass wir ineinander schon nächstes Jahr wieder sehen.

00:08:46: hier ja unbedingt.

00:08:48: da gibt es dann Oskar Strauß auch, wo man vielleicht drüber reden kann die lustigen Nibelungen.

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