Lehár Festival 2026

Show transcript

00:00:01: Reisen Sie mit dem Leha-Festival Bad Ischl rund um die Operettenwelt.

00:00:05: Zum Fünfundsechzigjahr Jubiläum senden wir heute für sie live aus der Festspielstadt!

00:00:12: Es ist zwölf Uhr, fünfzehn Viertel eins.

00:00:14: Sie hören einen Thementag aus dem Kongress und Theater.

00:00:18: Haus Bad Ischl.

00:00:20: Wir senden live vom Leha-Festival Bad Ischl.

00:00:22: wir sitzen in Saalfurrier das ist im ersten Stock.

00:00:25: wir können auf den Kurpark hinaus schauen Und haben jetzt einen weiteren Gast.

00:00:31: herzlich willkommen Martin Lächleitner.

00:00:33: Hallo schönen guten Mittag.

00:00:36: Du bist auch in Pocaccio Und du bist auch noch in einer anderen Produktion, über die sprechen wir dann im Nachhinein.

00:00:43: Ich möchte beim Pocaccio bleiben!

00:00:45: Du singst die Partie des Pietro, bitte erklär uns wer ist dieser Pietro?

00:00:52: Wo bist du innerhalb dieser Inszenierung in dieser Fassung von Jenny W. Krieger?

00:00:57: Ja es ist eine ganz lustige Geschichte dieser Poccascio und ja ich spiele den Pietro.

00:01:03: Es ist interessant, er ist ein Prinz von Palermo obwohl die Geschichte in Florenz spielt und er schlüpft in ganz verschiedene Rollen.

00:01:09: Also er stellt am Anfang einen Bettler da weil Boccaccio sagt okay ich brauche dich jetzt als Bettler um meinen Plan umzusetzen und ja das war sehr schön bei den bei den Proben herauszufinden, okay ist er jetzt ein Prinz der einen Bettler darstellt?

00:01:29: oder ist er ein Bettler der einen Prinz darstelt?

00:01:30: Das ist ja für mich als Darsteller sehr interessant weil natürlich ein Prinze sich ganz anders bewegt wenn er in einer Bettlerrolle schlüpft.

00:01:37: Die haben immer gedacht wie würde ich zum Beispiel Der Prinz Harry oder der Prinz William, wie würden die sich verhalten wenn sie jetzt ja quasi jemanden aus dem gemeinen Volk darstellen würden und jetzt einfach so durch die Straßen ziehen?

00:01:52: würde man bemerken dass der ein Prinz ist oder nicht.

00:01:55: Also das war sehr herausfordernd und sehr schön.

00:01:58: Und dann darf ich ganz kurz in die Rolle vom Bokatscher schlüpfen und bekommen die wunderschöne Jacke Sampdjacke von Bocaccio zu tragen und darf mich als ihn ausgeben.

00:02:10: Und dann bin ich endlich der Prinz, werde dann wieder zum Bettler.

00:02:14: Also diese dreifache Travestie ist ganz spannend und natürlich mit all diesen tollen Kollegen ein unglaublicher Spaß umzusetzen!

00:02:24: Wenn ich deinen Gesichtsausdruck richtig interpretiere scheint dir das auch sehr viel Spaß zu machen, diesen Peter zu spielen?

00:02:29: Ja, durchaus ja... Also einen Prinzen darzustellen macht ja sowieso jedem Spaß, weil er wird ja dann auch verwöhnt.

00:02:36: Es gibt das Szene wo mir Trauben gereicht werden und Wein und der Coa bekommt riesige Palmwedel und Fuchtel die Krieger an Sonnensturm aufgespannt.

00:02:47: also Ja es ist schon wohl viel Programme bis auf der Bühne auch.

00:02:52: Bleiben wir bei den Trauben?

00:02:53: Und beim Wein ist du die Trauben auf der bühne?

00:02:56: Die

00:02:56: sind aus Plastik!

00:02:59: Also das heißt, dieses LPS wollte ich nämlich jetzt wissen.

00:03:02: Weil das birgt ja doch eine gewisse Gefahr für Schauspieler und vor allem für Sänger.

00:03:05: Ja genau!

00:03:06: Es glaubhaft darzustellen.

00:03:08: Und auf der Bühne etwas zu essen und dann sich vielleicht zu verschlucken?

00:03:11: Genau.

00:03:12: Man muss daran denken wenn man dann weiter singt dass man gerade was im Mund hat also man musste es weiterspielen.

00:03:17: also wenn man von einem Kunstapfel abbeißt dann muss man auch den weiter kauen.

00:03:22: Das lernt man auf der Schauspieltschule genauso wie bei uns.

00:03:25: im Gesangstudium lernt man diese Dinge.

00:03:28: Und der Wein ist kein Wein oder ein Wein?

00:03:31: Der

00:03:31: Wein ist auch ein pantomimischer Wein, also zweimal sogar.

00:03:36: Also es gibt auch eine Szene wo die Bücher verbrannt werden, also wo da die Kameron... von Boccaccio verbrannt wird und wir uns dann irre drüber ärgern.

00:03:45: Und halt ein Kupplé singen über unseren Ärger, dabei auch wieder eine Flasche Wein in der Hand haben und ordentlich trinken.

00:03:54: Ich habe immer gedacht irgendwann beim zehnten Schluck.

00:03:56: jetzt muss ich mal so tun als würde Ihnen spüren vielleicht ein bisschen den Wein.

00:04:02: Das ist lustig weil mir einmal in einer Fass fallen lasst aber will nicht zu viel verraten!

00:04:08: Sagt Martin Lechleitner über seine Rolle als Pietro.

00:04:12: Ich nehme auch an, das ist dein erster Pietro oder?

00:04:14: Genau ja!

00:04:15: Du singst aber auch noch in einer weiteren Produktion hier, über die wir heute bis jetzt noch sehr wenig gesprochen haben und zwar über den Göttergarten von Franz Leher.

00:04:26: da übernimmst du die Rolle des Sanfidrion Kannst du uns ein bisschen etwas erzählen über diesen Göttergarten, mal über das Stück selber.

00:04:34: und dann wer bist Du?

00:04:36: Was ist Deine Aufgabe und was sind die Reize an dieser halbzähnischen Aufwand.

00:04:41: Ja also der Göttermutter ist ja wirklich eine Rarität von Leha und es ist toll vom Leha-Festival dass sie immer wieder auch rarität aufgreifen wie von von leha stammt Und der Göttergatte ist deshalb interessant.

00:04:55: Also es ist natürlich eine Verwechslungsgeschichte, die im alten Griechenland spielt und das Fantastische ist dass Leha selbst dieses Stück zweimal bearbeitet hat.

00:05:07: Es gab ja erst den Göttern dann die ideale Gattin und dann die Tango Königin.

00:05:13: Ich habe mir die Aufnahme vom Göttergarten angehört und habe mich riesig darüber gefreut, dass Anton Damota den Amphitrion singt.

00:05:21: Auf dieser Aufnahme, wo ich mir zuerst gedacht habe, wow!

00:05:24: Das ist für mich als Tenor natürlich ein großer Name.

00:05:30: Es war ja einer der stilvollsten Tenore des zwanzigsten Jahrhunderts.

00:05:39: Also erstens mal freue ich mich riesig, dass sie die Rolle singen darf, die der Motor vor mir gesungen hat.

00:05:45: Und er macht es einfach mit so einer wunderbaren Eleganz und in einem herrlichen Wiener Stil... Ich hoffe das ist mir ähnlich gelingt!

00:05:58: Ich werde's natürlich auf meine Art machen aber das ist ein großer Ansporn für dieses Stück auch für mich persönlich als Sänger.

00:06:07: Das bringt uns noch ein kleines bisschen in den Inhalt, das hast du schon gesagt.

00:06:12: Es spielt in der Götterwelt und es ist auch wiederum so ein bisschen eine Verwechslungskommödie.

00:06:20: Und wo kommst Du dann ins Spiel?

00:06:23: Ja also ich bin ja im Feld am Vitron der irgendwie dann zum Jupiter wird.

00:06:30: Also es ist ja eine Verwechslungsgeschichte, ich möchte jetzt auch nicht zu viel spoilern weil ich glaube das ist eines von diesen typischen Stücken wo man sich als Zuschauer selbst ein bisschen Bild machen muss, wo er sich seine Rollen hindenkt.

00:06:46: aber er ist natürlich in seiner Alkmene total vernarrt und da gibt's aber auch noch die Juno die ihn fasziniert.

00:06:56: und wir werden sehen, wie diese Beziehung also was da entsteht.

00:07:00: und typisch bei dieser österreichischen Art Operette zu machen.

00:07:07: Es muss natürlich immer eine Eifersüchte dabei sein es muss natürlich ein bisschen fremdgehen dabei sein aber trotzdem dann die große Liebe bei die Operetten, dass die große Liebe dann so nahe liegt und sich die Figur dann plötzlich wieder erinnert wo sie hingehört.

00:07:32: Das sagt Martin Lechleitner.

00:07:34: Er ist aus einem Fitrieren zu erleben ab vierzehnten August da ist die Premiere, vierzehnter Augusten, neunzehn Uhr dreißig im Kongress- und Theaterhaus.

00:07:42: der Göttergatte eine Operette von Franz Leher nach einem Libreto von Viktor Leonund Leo Stein.

00:07:49: Es ist mittlerweile zwölf Uhr, dreiundzwanzig.

00:07:52: Mati du bist auch das erste Mal in Bad Ischelheuer?

00:07:56: Was macht das Besondere an diesem Ort, an diesen Theater und dieser Atmosphäre aus?

00:08:03: Es ist ein wunderbar familiäres Theater.

00:08:05: also ich war ganz erstaunt schon am ersten Tag wie die Kollegen.

00:08:09: Also viele sind ja schon länger hier.

00:08:12: Man wird extrem gut aufgenommen quasi und integriert, weil so viele Kollegen eben schon die öfters da waren.

00:08:19: Die Umgebung sehr gut kennen.

00:08:21: also ich hatte gleich extrem viel Hilfe herunterkunft zu finden was nicht leicht ist, weil es sind ja sehr viele Darsteller unterzubringen und so viele Ferienwohnungen gibt's jetzt auch nicht in der kleinen Stadt.

00:08:35: aber ich liebe das als Kammergut die Umgebung traumhaft.

00:08:40: Also jeder See hat seine eigene Geschichte zu erzählen und jeder See ist einfach ganz anders wie jetzt der Traunsee, der so dieses tiefe Dunkle hat und der Attersee da wieder sowas Azur-blaues hat auch der Fuschelsee, der Wolfgangseee.

00:08:55: also er ist ja wie Eric Charell ihn gedacht hat im weißen Rössl und Ischl selbst dieser reizende Stadt.

00:09:04: Ich sitze im Park mit meinem Mittagssalat in der Pause und beobachte die Leute so.

00:09:11: Es ist eine Art, es hat was von einem Kraftplatz!

00:09:15: Und trotzdem in ihrer Kulturort, wo man so die alte österreichische Geschichte erleben kann.

00:09:20: Also es ist ja auch historisch extrem viel.

00:09:22: hier passiert also die Kaiser-Willer, wo Franz Josef sein Manifest an seine Völker geschrieben hat.

00:09:30: Es ist wirklich österreichischer Geschichte und das gepaart mit der Operettensählichkeit, die man als Sänger immer wieder braucht.

00:09:39: Ich bin wirklich einer von den Sängern, ich mache sehr viele alte Musik oder moderne Musik Aber die Operette ist dann doch wieder irgendwie so, was das einem zum Schmunzeln bringt.

00:09:50: Und wo man sich dann selber auch nicht immer so ernst nehmen braucht!

00:09:54: Sehr schöne sehr nette Worte von Martin Lechneidner.

00:09:58: Martin danke dass du dir Zeit genommen hast.

00:10:00: alles Gute für heute ja noch für den Pietro in Boccaccio und dann für den Amphithirn ab August.

00:10:06: Danke für die Besuch.

00:10:07: Und an meine Kollegen Teutetäu für die heutige Vorstellung.

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