Lehár Festival 2026
Show transcript
00:00:01: Reisen Sie mit dem Leha-Festival Bad Ischl rund um die
00:00:04: Operettenwelt.
00:00:05: Zum Fünfundsechzigjahr Jubiläum
00:00:07: senden wir heute
00:00:08: für sie live aus der Festspielstadt!
00:00:22: Wir sitzen hier im Saal Fourier und mir gegenüber Platz genommen hat Christoph
00:00:27: Huber.
00:00:28: Er ist der Dirigent des Boccaccio.
00:00:31: Christoph, herzlich willkommen.
00:00:32: Hallo, freut mich sehr!
00:00:34: Du hast heute in dreieinhalb Stunden betrittst du wieder den Orchestergraben und leitest den Boccaccio von Franz von Suppé?
00:00:45: Jetzt ganz ehrlich, hast du dieses Werk vor dieser Produktion gekannt?
00:00:49: Ja, gekannt schon.
00:00:50: es ist ja doch ein bekanntes Stück in der operierten Szene.
00:00:55: aber so richtig befasst habe ich mich erst jetzt mit dieser Produktion.
00:00:59: Wir haben heute schon einmal diskutiert, ist das jetzt eine Oper oder eine Operrette?
00:01:04: Das ist tatsächlich die Frage, die sich alle stellen.
00:01:07: Es ist wirklich ein Grenzgänger von der Operette zur Oper.
00:01:13: Er wurde ursprünglich konzipiert als Operett in drei Akten.
00:01:18: Man merkt ja dass die Musik sehr große opernhafte Passagen hat Wenn ich an die beiden großen Finale denke im ersten und zweiten Akt, das ist ja wirklich Verdi und Mozart gemischt.
00:01:33: Und noch vieles dazu!
00:01:36: Trotzdem ist die Comic dabei.
00:01:38: also trotzdem ist es auch lustig und ich glaube genau diese Mischung macht so speziell.
00:01:44: Es ist auch gut wenn man es nicht unbedingt zu hundertprozentig definieren muss oder kann oder soll.
00:01:50: Es is auch schön wenn's einfach unklar ist vielleicht ob er so bereit ist oder doch Opa?
00:01:56: Wir haben heute auch schon einiges gehört über diese Spielfassung von der Dramaturgym des Lea-Festivales January Grégor, die ja doch ziemlich eingegriffen hat in den Ablauf in die Dramaturgie.
00:02:09: Das mag jetzt nach einer naiven Frage klingen.
00:02:12: Ich hoffe du kannst damit umgehen.
00:02:13: aber wenn jetzt von Seiten der Dlamaturgy ein Stück angegriffen wird ist das für den Dirigenten relevant?
00:02:21: Ja schon, weil meistens hängt das zusammen mit den musikalischen Ablauf also mit der musikalischem Dramaturgie.
00:02:29: Wir haben natürlich immer in Absprache alles versucht gemeinsam umzubauen oder umzustellen oder zu verändern und groß eingegriffen wurde.
00:02:40: trotzdem nicht die Musik, weil die Nummern sind ja dieselben geblieben.
00:02:43: es wurde mehr in sich umgebaut, also numernvertauscht zum Beispiel.
00:02:49: oder was natürlich den Dirigenten oder mich insbesondere jetzt beeinflusst ist, wenn zum Beispiel in den Nummern Stopps sind oder wirklich plötzlich Dialoge eingefügt werden um den Handlungsstrang noch voranzutreiben.
00:03:01: Oder etwas zu unterstreichen.
00:03:04: da muss man dann reagieren.
00:03:05: Da gibt es auch in Verbindung mit der Regie oft immer wieder Diskussionen.
00:03:10: Muss das sein?
00:03:10: Muss man einen Stopp machen und so.
00:03:12: aber ich glaube wir haben uns alle von Anfang an sehr gut verstanden was das betrifft und haben eine sehr schöne Flüssige Lösungen gefunden.
00:03:22: Jetzt ganz abgesehen davon, ob jetzt Boccaccio eine Oper oder eine Operette ist?
00:03:26: Was ist das Wichtige wenn man als Dirigent eine Operrette dirigiert?
00:03:34: Puh!
00:03:35: Das ist eine schwere Frage.
00:03:37: Operett ist ja wieder oft unterschätzt beim Dirigieren weil man doch sehr viele Robate hat wo man... Warten muss auf die Sänger oder eben so wie gerade gesagt, diese Stops kommen oder Dialoge dazwischen.
00:03:53: Was es einfach spannender macht, wie vielleicht durchkomponierte Stücke... Es ist vielleicht nicht unbedingt schwieriger.
00:04:03: also ich will jetzt nicht sagen, dass Operette so viel schwieriger ist kommt auch immer auf das Stück drauf an.
00:04:08: Also wenn ich am Puccini denke Das gibt sicher andere Hürden, auch die sicher gleichzusetzen sind mit schwierigen Operetten.
00:04:17: Boccaccio ist natürlich ein anderes Ding, es ist vielleicht jetzt nicht unbedingt die... Wenn man aus dirigentischer Sicht sagt das ist schwierig an Operette, dann ist es einfach anders weil es nahe an der Opa ist.
00:04:30: und da gibt's wieder die Schwierigkeiten die man bei den Opern dirigieren hat, Rezitative zum Beispiel.
00:04:37: Das hat man vielleicht hier in diesem Stück weniger... Hat man vielleicht in anderen Stücken weniger wie wenn ich an Karlmann denke oder an Leher?
00:04:46: Da gibt es halt andere Hürden!
00:04:48: Wenn du nicht im Bad Ischl-Boccaccio dirigierst was machst du sonst?
00:04:53: Ich bin sonst auch Komponist und Arrangeur.
00:04:56: das ist so meine zweite Wie soll ich sagen, ein zweites Leben oder drittes Leben?
00:05:03: Ich komponiere sehr viel.
00:05:04: Ich arrangier sehr viel und habe auch ein gutes Team mit Matthias Grimminger und Henning Hagedorn beide in Dortmund, die auch sehr viele Operette machen, sehr viel arrangiert haben.
00:05:15: Und wir gemeinsam jetzt ganz viel in Deutschland, in Österreich auch, viel neue Versuchen, neue Spielfassungen zu machen von Operetten.
00:05:30: Ich denke da zum Beispiel an Madame Pompatour, was auch vor ein paar Jahren hier war beim Lieherfestival oder Frau Luna.
00:05:39: Genau und sonst bin ich auch noch Lehrer auf der Uni und unterrichte auch Gehörbildung und ab dem nächsten Semester auch Tonsatz also historische Satztechniken und Kompositionen und Arrangement und Ensembleleitung auf der MDW in der Universität für Musik-
00:05:58: Also ein voll durchgeplantes Leben.
00:06:01: Genau, ja viel Zeit bleibt nicht und was anderes zu tun.
00:06:04: aber ich gehe auch gerne klettern wenn es wirklich Zeit gibt dafür dann gehe ich gern bodern.
00:06:11: Was macht das besondere hier in Bad Ischlaus?
00:06:13: Ich meine vielleicht kann man hier auch klettern Aber ich habe jetzt eher gemeint als Kulturelle Ja,
00:06:16: ich war zum Beispiel auch gestern gerade am Klettersteig.
00:06:18: also es gibt viele Möglichkeiten Zu kletdern was Bad Ischl ausmacht.
00:06:24: Es gibt natürlich hier oder kultureller Sicht.
00:06:30: Viel Komponisten-Einfluss, das waren ja doch große Kompionisten hier.
00:06:35: Ich schaue da auch immer so ein bisschen raus.
00:06:37: zu Oskar Straß, wo ich immer zu meiner Freundin sagt, dass es vielleicht irgendwann mal hoffentlich mein Zuhause, wenn mir das Haus so gut gefällt und der Einfluss einfach da ist.
00:06:52: man spürt die Musik ist in Bad Ischlach zu Hause
00:06:57: Sagt Christoph Huber.
00:06:58: Er ist der Dirigent des Boccaccio um fünfzehntunddreißig heute wieder hier live zu erleben, Christopher.
00:07:04: Danke für den Besuch
00:07:05: und das
00:07:06: Studio!
00:07:07: Wir haben vorhin über das Finale von Boccaco gesprochen.
00:07:11: Wir haben denn das Final vom ersten Akt bereits gehört und weil Christoph Huber so euphorisch über diesen Klang gesprochen hat hören wir nun das Finali zum zweiten Akt.
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