Lehár Festival 2026

Show transcript

00:00:01: Reisen Sie mit dem Leha-Festival Bad Ischl rund

00:00:03: um die Operettenwelt.

00:00:05: Zum Fünfundsechzigjahr Jubiläum senden wir heute für sie live aus der Festspielstadt.

00:00:12: Jetzt ist es in der Zeit, vor elf Uhr.

00:00:16: Radio-Klassik Stefan Sturm sendet heute live aus dem Saalfoyer des Kongress und Theaterhauses Bad Ischel.

00:00:23: Mir gegenüber.

00:00:24: Pats genommen hat jetzt ein Barbier Lambertuccio aus dem Bocaccio von Franz von Supe.

00:00:29: Hans Gröning Herzlich Willkommen Hallo

00:00:31: Grüße.

00:00:33: Gehen wir gleich zu diesem Lambert Tutscho.

00:00:35: Wir haben vorhin von Christina Siedack, die Interpretin des Boccaccio eine kurze Einführung gehört wie diese Spielfassung von Jenny W. Grégor funktioniert von diesem Boccaco von Franz von Suppé.

00:00:49: Nehmen Sie uns doch mit dieser Lambert-Tutscho.

00:00:52: was ist das für ein Typ und was ist seine Aufgabe in diesen?

00:00:58: In der Urfassung gibt es drei gehörnte Ehrmänner, da gibt's noch den Skalser.

00:01:03: Das ist im Original auskenne der Barbier und ich bin eigentlich im Original der Gewürzkremer.

00:01:10: Der Beruf spielt aber hier bei uns keine Rolle.

00:01:12: Es ist ja nur dieses Konstrukt, dass wir das Personal schon ein bisschen reduziert haben auf zehn Mitwirkende barbier geworden bin.

00:01:21: Ich weiß nicht, da müsste man nochmal mit Jenny sprechen ob es auch an einer Stelle sozusagen eine Ursache oder ein Grund dafür gibt dass ich barbieren sein soll.

00:01:29: Ich singe auch nicht den Barbier die Barbirkavatina als Einlage.

00:01:34: der Beruf ist in dem Fall Nebensache.

00:01:35: Ich bin einer der gehörten Ehemänner die sozusagen wieder in das etwas klassischere Operetten in den Stil der Operette gehören.

00:01:45: und hier in unserer Fassung bin steche ich vor allem durch einen übersteigerten Aberglauben hervor, der an vielen Stellen zum Tragen kommt und die Geschichte oder zumindest meine Sicht auf die Geschichte stark beeinflusst.

00:02:01: Diese Poccature von Franz von Suppé, das habe ich aus diesen ersten Gesprächen heute auch und in der Vorbereitung mit dem Durchhören.

00:02:08: Mitbekommen ist eine Operette von unglaublicher Schönheit und wirklich tollen Melodien aber sie ist irgendwie selten auf den Spielplänen.

00:02:17: Haben Sie eine Erklärung dafür?

00:02:18: Wie kann es sein?

00:02:19: Eine Erklärungen habe ich auch nicht dafür.

00:02:21: bis dato kannte ich sie auch nicht außer dem Titel nach.

00:02:24: und wenn man den Klavierauszug aufschlägt und sicherlich die Partitur fällt als erstes dass da steht komische Oper.

00:02:32: Und das ist schon, ja also sozusagen für jemanden wie mich der jetzt nicht ausschließlich Operette macht und der jetzt hier eine Partie hat die auch vielen Ensemble-Nummern dabei ist war es für mich dann beim ersten Durchsing mit meinem Repetitor in Berlin.

00:02:52: Da war es also ein tolles Erlebnis zu merken wow hier muss wirklich noch mehr gesungen werden.

00:02:59: In der Operette muss man auch sehen.

00:03:00: Ich möchte ja jetzt niemanden auf den Schlips treten, aber diese Ensemble Nummern hier im Vocaccio sind schon was Besonderes und dann hat man schon oft das Gefühl es würde als komische Oper durchaus auch betitelt sein können.

00:03:14: Warum sie jetzt als einer der klassischen Operetten zählt?

00:03:20: kann ich auch nicht erklären, da müsste man bei schlauer Dramaturgen fragen.

00:03:24: Aber das macht schon einen großen Reiz aus und deswegen verstehe ich auch noch nicht so ganz warum man sagt okay die wird zu selten gemacht weil Potenzial für mehr Publikum hat.

00:03:36: dieses Werk auf jeden Fall

00:03:38: Sagt Hans Gröning, der Gewürz-Creme-Berbier abergläubische Lambertuccio aus dem Boccaccio von Franz von Zuppé in der Spielfassung von Jenny W. Grégor die übrigens um vierzehn Uhr hier zu hören ist.

00:03:50: da kann man vielleicht auch noch einmal nach bohren und die eine oder andere Frage an sie stellen Das ist das erste Mal den Bad Ischel für Sie, oder?

00:03:58: Das ist für mich das erste mal den Bad ischel.

00:04:00: Also ich hätte das Glück mit dem Thomas Ensinger zusammen zu kommen als er nämlich einen Linz in der gerade vergangenen Spielzeit Wiener Blut gemacht hat und es wurde... den Fürst Ipsheim gesucht, weil der Haus-Ipsheim sozusagen Gastierurlaub hatte und das war mein Glück.

00:04:15: So bin ich da ins Spiel gekommen und da haben wir... ja also ich liebe.

00:04:19: auf dem Blick ist vielleicht zu viel gesagt aber es wir haben schon.

00:04:21: nach sehr kurzer Zeit hat er mich gefragt ob ich mir vorstellen könnte meinen Sommer hier im Salzkammergut zu verbringen.

00:04:29: Wir hatten schon was ganz anderes geplant.

00:04:30: Der wollten eigentlich unbedingt mal als Familie nach Frankreich fahren.

00:04:33: Das haben wir schon mehrfach verschoben.

00:04:35: Und dann habe ich gesagt, ja, ich muss erst mal meine Familie überzeugen und überreden.

00:04:39: Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich das gemacht habe, weil es ist ... Thomas hat damit gelockt und sagt hier fühlt man sich wohl.

00:04:47: Hier ist so ein Traum.

00:04:48: gegen die machen Leute Urlaub und ich hab jetzt beides.

00:04:51: also ich will gar nicht einmal sagen Arbeiten und Urlaub ist fast schon Leben und Urla, weil ich auch relativ lange hier bin.

00:04:58: was macht jetzt nach ihren ersten Wochen Erfahrung in Bad Ischel?

00:05:02: Was macht es besondere an diesem Ort

00:05:04: aus?

00:05:05: Ja, es ist natürlich das Bekennen zu dem Genre Operette für das ich viel übrig habe.

00:05:13: Und dann ist es natürlich diese wunderbare Gegend die Natur drum herum.

00:05:18: Das Publikum ist sehr aufgeschlossen und es ist historisch.

00:05:21: also an jedem Baum hat irgendein Komponist jemanden geküsst oder ein Bier getrunken.

00:05:28: Es ist eben einfach historisch so angefüllt mit Musik.

00:05:32: Das ist schon was Besonderes.

00:05:34: ja

00:05:35: Sie sind heute auf der Bühne im Bocajo und in einer Woche, dazwischen wahrscheinlich auch noch einmal auf der bühne aber in einer woche ist etwas ganz besonderes nämlich das Scala-Konzert zu fünfundsechzig Jahre Lea Festival Bad Ischl.

00:05:48: Thomas Enzinger hat vorhin schon angekündigt es ist quasi alles dabei was man sich vorstellen kann.

00:05:54: ich meine jetzt an den Melodien Was ist denn dabei?

00:05:57: Und was werden Ihre Parts sein?

00:05:59: Ja, der Regel nach wird man schon gefragt was willst du denn loswerden an so einem Abend?

00:06:06: und grundsätzlich habe ich erstmal natürlich auf die Anfrage machst Du sowas?

00:06:10: wie gesagt ja sehr gerne mache ich auch solche Gala Konzerte und Operettenkonzerte.

00:06:16: Und ich habe dann also vorgeschlagen, dass ich ein Darnillo singe und den Tassilo als Barreton sind.

00:06:23: Das sind zwei Partien, die man vielleicht nicht den ganzen Tassilow aber auch den Chardisch-Kavalier das kann man gut singen als Barretton.

00:06:34: Dann gab es vom Dirigenten noch einige Anfragen und bitten was ich noch alles singen möchte bisschen unter Stress, weil wir wirklich sehr intensiv geprobt haben und lange geprogt haben.

00:06:45: Und in der Zeit dann zuzusagen dass ich jetzt noch das Fledermaus Finale eins den Gefängnisdirektor Frank lerne und dass sich noch ein Duett aus Wiener Blut mache, das ich noch nie in meinem Leben gesungen habe.

00:06:59: da werde ich zum Kamadiner des Grafen und singe das Duett.

00:07:04: Und dann noch für mich ein absolutes Highlight aus dem Walzerkönig, da draußen im duftenden Garten.

00:07:11: Da habe ich mich auch erst gesträubt und gesagt es ist vielleicht ein bisschen viel und nebenbei das vorzubereiten weil ich will ja nicht am Pult stehen und dass wir aus den Noten singen sondern hab mir den Ehrgeiz dass das auch präsentiert wird.

00:07:22: Und da bin ich jetzt doch tatsächlich sehr froh drüber, dass ich zugesagt habe.

00:07:26: Zumal der Gefängnisrektor Frank sowieso quasi eine Rolle ist die irgendwie früher oder später auf mich zukommen sollte.

00:07:31: Hoffe ich!

00:07:32: Also es gab schon zwei Anfragen und das hat dann terminlich nicht geklappt und deswegen hoffe ich, dass das sozusagen also nicht nur für das einmal Konzert hier sondern grundsätzlich für mehr ist.

00:07:42: und das sind natürlich alles Highlights wenn man die Liste durchgeht.

00:07:45: wir wollen jetzt vielleicht nicht alles verraten aber Ich glaube, wir können eher überlegen welcher Highlights aus der Welt der Operite nicht kommen an diesem Abend.

00:07:54: Sagt Hans Gröning, ich hoffe der eine oder andere Intendant hat jetzt zugehört.

00:07:58: Das war die Bewerbung für den Gefängnisdirektor!

00:08:02: Die Skalekonzert ein Hoch der Operette, fünfundsechzig Jahre Leha-Festival Bad Ischl am kommenden Donnerstag also heute in einer Woche im dreißigsten Juli um zwanzig Uhr hier im Kongress und Theaterhaus Bad Isschl.

00:08:14: Danke an Hans Grönen für den Besuch an einem Aufführungstag Und wir haben jetzt darüber gesprochen und da wollen wir gleich hinein hören da draußen in duftigem Garten.

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