Rezension Gräfin Mariza Bad Ischl 2026

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00:00:00: Auf die etwas sperrige Produktion des Boccaccio von Franz von Saupé folgt, die ein wenig einfacher gestrickte und weitaus eingängigere Gräfin Marica.

00:00:09: Hier befinden wir uns im klassischen Operettenland – wenn gleich ihm Programmheft diplomatisch steht dass das Werk zu einer Zeit entstand in der das Genre bereits auf seine eigene Tradition zurückblickte.

00:00:23: Es war die Zwischenkriegszeit, die von großen sozialen Spannungen geprägt.

00:00:28: Die Menschen lächsten daher nach der guten alten Zeit, in diesem Fall in der Donau-Monarchie irgendwo im Ungarn.

00:00:35: Emmerich Kallmann lieferte sie und mit ihr einige Gassenhäuvi.

00:00:39: kommen mit nach Varastin das zwar nie in Ungarn lag aber die Heimat statt seiner Mutter war.

00:00:44: oder einmal möchte ich wieder tanzen.

00:00:47: Die Geschichte ist schnell erzählt und so viel man auch an ihrem fallen Mark findet sich keinen Tiefgang – das macht nichts!

00:00:55: Die reiche Gräfin Maritzer verliebt sich in ihren Verwalter, der ein Graf incognito ist und aus Liebe zu seiner Schwester das elterliche Erbe verkauft hat um ihr ein Studium in der Schweiz zu finanzieren.

00:01:06: Nicht im Original natürlich.

00:01:08: da geht es um die Mitgift!

00:01:09: Weil dem Grafen seine nun mehrere gearmt peinlich ist, verheimlicht er seine Herkunft.

00:01:15: Nachdem ihn operetten üblichen Maskaraden gibt.

00:01:17: sein Happy End.

00:01:19: Regisseurin Angela Schweiger versetzt das Stück in die Gegenwart und es funktioniert eigentlich fast sehr gut.

00:01:25: Aus den Zigeunern, die auf dem Gut arbeiten macht sie Erntehelfer.

00:01:29: Was nicht funktioniert ist die Textänderung der Arihe KOMZIGAN IN COMB RUDER.

00:01:35: Überhaupt ist Sprache mitunter ein Thema.

00:01:38: Vor allem Maritza, Brian Itwyer versteht man nicht wenn sie singt.

00:01:42: Das ist schade denn sie hat einen vollen warmen Sopran.

00:01:46: Auch Darstellerisch bleibt sie mitunter zu weich.

00:01:48: ihr fehlt das Temperament.

00:01:50: Witzigerweise ist ihr Partner Daniel Pataki Ungar Ein wunderbarer Tenor, introvertiert und ruhig von dem man sich allerdings wünschen würde mehr als nur einen Gesichtsausdruck zu präsentieren.

00:02:02: Ebenfalls unverständlich ist, warum Maritzas war ihrer Popolesco als Zuhälter daherkommt.

00:02:08: Das aber brillant dargestellt von Martin Achreiner.

00:02:12: Sehr tragisch komisch lustig ist Lukas Karzel als Koloman der als erfolgloser Influencer der heizerquirligen Lisa Alias Claudia Gübel verfällt.

00:02:23: Am Schluss wird es too much.

00:02:25: Die grandios-utrierenden Petra Strasser als Tante und Georg Schubert als Erdiener hauen leider den zuvor aufgebauten Spannungsbogen zwischen den Liebespaaren zusammen.

00:02:35: Hier wäre von der Regie her weniger mehr gewesen, unterm Strich ist aber die Musik wunderbar, Kulissen und Kostümer ein Fest fürs Auge – und am Ende sind alle glücklich inklusive Publikum das mit einigen Melodien im Kopf nach Hause fahren kann!

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