Impuls für den Tag am 18.7. mit Katharina Renner
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00:00:08: Der Theologin Katharina Renner.
00:00:16: Heute geht es um einen Abschnitt aus dem zwölften Kapitel im Matthäus Evangelium.
00:00:21: In jener Zeit fassen die Pharisier den Beschluss, Jesus umzubringen.
00:00:26: Als Jesus das erfuhr ging er von dort weg.
00:00:29: viele folgten ihm nach und erhalten sie alle.
00:00:33: Er gebot ihnen dass Sie ihn nicht bekannt machen sollten damit erfüllt werde, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist.
00:00:42: Siehe mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter an dem ich Gefallen gefunden habe!
00:00:48: Ich werde meinen Geist auf ihn legen und er wird den Völkern das Recht verkünden.
00:00:54: Er wird nicht streiten und nicht schreien – und man wird seine Stimme nicht auf den Straßen hören.
00:01:00: Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat.
00:01:09: Und auf seinen Namen werden die Völker ihre Hoffnung
00:01:12: setzen.".
00:01:33: Das klingt für uns wie so eine geschlossene Gruppe, aber wir können davon ausgehen dass das Einzelne waren die ein grundsätzliches Problem mit Jesu Auslegung gehabt haben und deren Meinung wird da wiedergegeben.
00:01:50: Wir hören hier schon wieder etwa das Motiv, dass man etwas geheim halten soll.
00:01:54: Es kommt öfter vor bei Jesus.
00:01:57: Jesus wählt diese Stilmittel vielleicht weil er weiß wenn wir wissen wir sollen was geheimhalten, dass es sich dann erst recht herum spricht?
00:02:07: oder was ich noch eher glaube, er mag nicht das Wunderheiler in Erinnerung bleiben.
00:02:12: Sondern ihm ist wichtig dass die Religion dieses sanfte Joch zum Ausdruck kommt.
00:02:19: Jesus kommt nicht als revolutionär.
00:02:22: Er zitiert eine Stelle von Jesaja.
00:02:27: Nicht streiten!
00:02:28: Man will seine Stimme auf der Straße nicht hören.
00:02:31: Das geknickte Rohr wird nichts zerbrechen.
00:02:34: Das widerspricht ein bisschen der Härte, die wir vorher schon gehört haben mit dem Schwert und mit der Entscheidung.
00:02:39: Mit dem Bruch, den Eltern oder mit der Familie.
00:02:43: Aber
00:02:43: da ging es dann immer um die persönliche Umkehr.
00:02:46: Hier ging es um eine Gesellschaftsveränderung.
00:02:49: Jesus zeigt dass wir keine Gewalt brauchen um Veränderungen zu erzeugen.
00:02:53: Auch Papst Leo hat andere Bilder.
00:02:56: Es braucht keine laute Stimme.
00:02:58: Papst Leo verwendet das Bild des Wiederaufbaus von Jerusalem.
00:03:02: Da gab es auch nicht den einen Baumeister, sondern ganz viele Menschen die für sich, ihre Familien und für die Gemeinschaft eine schöne Stadt errichten wollten.
00:03:11: Das gemeinsame Bauen ist viel nachhaltiger als wanwitzige Ideen von Despoten.
00:03:18: Genauso geschieht gesellschaftliche Veränderung – wir kehren um wie wir es in dieser Woche schon oft gehört haben.
00:03:25: Wir setzen beim Herzigkeit über Regelfläubigkeit Und wir verändern die Gesellschaft durch gemeinsames Handeln.
00:03:42: Das war der Impuls für den Tag mit Katharina Renner.
00:03:45: Sie ist Theologin und Ruziologin, seit Jahrzehnten arbeitete sie für die Pfarrkaritas und die nächsten Hilfe – der Karitas der Erzdiözese Wien.
00:03:54: Seit Jahrzehnundzwanzig ist sie außerdem Vizepräsident in der katholischen Aktion Österreich.
00:04:01: Die heutige Bibelstelle ist ein Abschnitt aus dem Matthias Evangelium Kapitel XII.
00:04:06: Alle Impulse der Woche können Sie über unsere Website nachhören Podcast.
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