Rezension "Boccaccio" Lehár Festival Bad Ischl 2026

Show transcript

00:00:00: Das Leha-Festival Bad Isl feiert heuer sein fünfundsechzigjähriges Jubiläum.

00:00:05: Intendant Thomas Enzinger stellt es ins Zeichen des Humanismus, die Operette besitze die wunderbare Gabe große Fragen des Menschseins mit Leichtigkeit zu beantworten.

00:00:17: so Enziger um das auszudrücken wählte er Bokaccio.

00:00:22: Die Operette war Franz von Supees erfolgreichstes Werk.

00:00:25: Es wurde achtzehnneunundsiebzig in Wien Uhr aufgeführt, das Libretto stammt vom Erfolgsduo Friedrich Zell und Richard Genet.

00:00:34: die ganze Geschichte ist etwas sperrig und wohl.

00:00:36: deshalb wurde sie für Ischel von Jenny Gregor adaptiert.

00:00:40: Sie spielt in Florenz des vierzehnten Jahrhunderts.

00:00:43: Möglicherweise war der fünfundnachste Todestag Boccaccio im Jahr achtzehnfünfundsebzig Anlass für Suppé, sich mit dem Dichter auseinanderzusetzen.

00:00:53: Dabei herausgekommen ist eine Geschichte die nicht linear einen Erzählstrang mit einigen Nebenstrengen verfolgt sondern Dichtung und Wahrheit vermischt.

00:01:02: Boccaccio sucht im Publikum zehn Personen, die je eine Geschichte erzählen möchten und die vermengen sich irgendwie miteinander.

00:01:11: Es geht im Wesentlichen um das Liebesleben und die Treullosigkeit der Florentiner Damen.

00:01:16: Wie man es aus Ischl gewöhnt ist trägt zur Unterhaltung ein wunderbares Bühnenbild bei Diesmal von Stefan Wihl.

00:01:28: Ebenso verhält es sich mit den farbenprächtigen Kostümen von Sven Binseil.

00:01:32: Hervorragend sind auch Ballett und die Choreografie von Lukas Rositschka.

00:01:37: Das Werk hat noch immer Längen, holt aber im zweiten Teil auf Auch auf witzige Elemente für die Intendant- und Regisseur Thomas Enzinger bekannt ist.

00:01:46: musste man nicht vergeben zwarten Dass Duo Hans Gröning und Gerd Vogel Sorgen routiniert Für lacher Aus dem Ensemble.

00:01:55: besonders erwähnenswert sind noch die drei Florentiner Damen.

00:01:58: Maria Ladurner, eigentlich Spezialistin für alte Musik bezaubert in der Rolle als charmante Viarmeter stimmlich widerstellerisch.

00:02:07: Eine gehörige Portion Frivolität erotik und Ironie bringt Dominika Radelmeier als Isabella auf die Bühne – und Miriam Portman als Pieronella ist nicht nur sehr präsent Selbstbewusst zeigt sie mit ihrem Bühnenpartner Leonetta, Aleas Philipp Paganini eine reife Frau mit einem jungen Liebhaber.

00:02:29: Und so sind am Ende alle Happy Influenz des vierzehnten Jahrhunderts in Bad Ischl.

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