Elisabeth Fuchs über Klassik:Sommer Gastein

Show notes

Elisabeth Fuchs, Künstlerische Leiterin des Klassik:Sommer Gastein, Chefdirigentin und Gründerin der Philharmonie Salzburg

Show transcript

00:00:00: Alpenzauber trifft Kulturgenuss, die Sommerfrische im Gasteinertal.

00:00:05: Natur, Musik und Kultur zwischen Bellepok, Klassiksommer und sommerfrischer Kunst.

00:00:11: Eine Themenwoche aus Gasteien ab heute auf Radio-Klassik Steffensdom.

00:00:19: Mein Name ist Elisabeth Fuchs.

00:00:21: Ich bin die Chefdirigentin und auch Gründerin der Philharmonie Salzburg, und auch der Kinderfestspieler.

00:00:27: Das sind beides Vereine, die ich vor zwanzig bzw.

00:00:31: dreißig Jahren in Salzburg gegründet habe.

00:00:33: Und ich hab im Grunde meine musikalische Biografie, mein Werdegang schaut zuerst, dass ich mit zwei Jahren schon Zuhause bei der Blasmusik mitmarschiert bin.

00:00:43: Dann Blockflöte gelernt hab' mit vier Jahren dann bisschen Klavier, kleinette Saxophon auch Schlagzeug und da ist das Ganze gemündet in ein Musikstudium.

00:00:53: Zuerst mit vierzehn Uboe am Prucknerkonservatorium jetzt Pruckno-Universität unternehmen in das berühmte Linzermusikkymnasium bei Baldo Insulza wo ja auch Franz Welser Möstin die Schule gegangen.

00:01:06: Und dann nach dieser Schullaufbahn mit neunzehn ging es im Grunde weiter in das ordentliche Studium und da war die Entscheidung, dass ich mich zuerst für Lehramt entschieden habe.

00:01:18: Ich habe für drei Jahre Musik- und Mathematik auf Lehramt studiert in Salzburg und habe aber parallel dazu schon immer sehr viel dirigiert, auch im Studium.

00:01:26: Und hab dann mit nur zweiundzwanzig Jahren die Philharmonie Salzburg gegründet damals noch Junge-Philharmoniesalzburg mittlerweile heißt das Philharmy Salzburg und jetzt ist es so dass ich seitdem ich zweiundzwantig bin wirklich ganz viele Konzerte dirigiert haben, erarbeitet hat mit diesen tollen Orchester.

00:01:44: Anfangs war es noch ein Studentenorchester mittlerweile ist es ein renommiertes Proviorkester das in allen Konzertzählen der Welt leicht übertrieben aber zumindest Elbphilharmonie-Festspielhaus in München und sonst wo spielt auch Tournähen hat.

00:01:58: ja dann ist mir halt irgendwann aufgefallen so vor zwanzig Jahren dass im Klassikbereich die Kinder oder die Jugend wegbricht, oder einfach die Menschen in Konzerte gehen ein gehobenes Alter haben.

00:02:12: und dann habe ich mich umgeschaut was andere Städte machen.

00:02:15: Und habe dann die Kinderfestspiele gegründet, und da gehen wir nächstes Jahr in das zwanzigjährige Jubiläum.

00:02:20: Das freut mich sehr!

00:02:22: Und das bestreitet alles im Grunde die Philharmonie als Orchester.

00:02:25: worum geht es bei den Kinderfest spielen?

00:02:28: Also vielleicht kurz die Philarmonie Salzburg spielt mittlerweile bis zu zweihundert Konzerte davon ungefähr fünfzig bis siebzig im Musikvermittlungsbereich und diese meist in Kooperation mit dem Verein Kinderfest spiele.

00:02:40: Und die Kinderfestspiele erarbeiten Storytelling-Synfoniekonzerte, machen Workshops für Kinder im Alter von drei bis elf Jahren.

00:02:49: Da geht es darum ein Werk zu erarbeiten, einen Werk kennenzulernen – einem Synfoniewerk und dann auch Instrumente auszuprobieren.

00:02:57: Diese Kinderfestspiele haben in Salzburg einen hohen Beliebtheitsgrad.

00:03:01: Wir haben da die berühmte Kinderfestspellwoche.

00:03:03: Die zieht sich mittlerweile über zwei Wochen.

00:03:05: Da haben wir jeweils fast zehntausend Besucherinnen und mehr Und dann mündert das Ganze in ein Familienkonzerte-Abo, dass übers ganze Jahr hinweggeht.

00:03:16: Wo wir ja Opernhalbszenisch aufführen oder Komponistenporträder Weihnachtsprogramme und immer mit ganzem Orchester auf der Bühne.

00:03:25: Wenn ich noch mal was sagen darf zu meinem Orchester also die Philharmonie Salzburg ist meine zweite Familie.

00:03:31: und das Besondere an diesem Orchester, dass es wirklich mit voller Passion und natürlich Perfektion so einer Freude am Musikieren-Onstage spielt und sich zusammensetzt aus überfünfundzwanzig Nationen, also Musikerinnen, also überfünfundzwanzige Nationen.

00:03:48: Und das bereichert alle weil wir uns gegenseitig mit verschiedensten Kulturhintergründen auch befruchten austauschen und dann die Musik als gemeinsame Verbindung haben auf der Bühne musizieren, erreicht das einfach immer mit Musik berührt und verbindet.

00:04:09: Das kommt beim Publikum an und unsere Konzerte.

00:04:13: Ja, das sagt zumindest das Publikums.

00:04:15: Es sind immer besonders!

00:04:17: Da kommt immer eine besondere Freude, Spiellaune rühren.

00:04:20: sie sind natürlich auch sehr gut gespielt.

00:04:23: also alle meine Musikerinnen haben Instrument studiert, sind bestens ausgebildet und spielen mit Feuer und Elan.

00:04:31: Ja, der Klassik-Sommer in Gastein.

00:04:33: Das ist ein... Unglaublich schönes Projekt.

00:04:36: Wir dürfen da mitgestalten seit dem Jahr Zwei-Tausend-Achzehn.

00:04:40: Da kam der Tourismusverband Bad Hofkastein auf uns zu und hat uns gefragt, ob wir uns vorstellen können, mit unserer Philharmonie Salzburg oder Assembles einfach im Sommer wirklich viele Konzerte in Bad Hof Kastein zu spielen?

00:04:55: Und haben gesagt, liebend gern!

00:04:56: Wir haben ganz viele Assembls in unserem Orchester und so ist es zum klassik Sommer Gastein gekommen und man muss sagen am Anfang im Saal und in der Alpen Arena ganz normale Ensemble-Konzerte gespielt, auch eine Eröffnungskonzert mit einem großen Orchester und ein Abschlusskonzert.

00:05:13: Und dann haben wir hier weitergestaltet zusammen mit dem Tourismusverband Bad Hofgastein – so ist mittlerweile der Klassiksommer, der im Grunde von Ende Mai bis Ende Oktober geht, eine unglaublich schöne und bunte Sammlung an verschiedensten Musikkonzernformaten das ganz berühmte Bergklassikkonzert.

00:05:35: Das ist ein Orchester-Konzert auf zweitausend Meter Höhe, das findet heuer am Freitag den vierundzwanzigsten Juli statt.

00:05:42: wir spielen Brahms, Wagner, Saisons wirklich wunderbare Musik und wenn man dort sitzt also es können bis zu dreitausende Leute kommen der Eintritt ist frei!

00:05:52: Man muss nur für die Berge und Talfahrt ich glaube fünfzehn Euro bezahlen.

00:05:55: da da ist das Orchester eingebettet im mitten dieses Berg Panoramas vom Gasteinatal.

00:06:01: das Publikum sitzt rundherum, natürlich ist mit Tontechnik verstärkt und es ist die Gondeln werden ausgeschalten.

00:06:08: Also ab dem Moment wo wir anfangen zu spielen, das ist um neunzehn Uhr kann man nicht mehr rauf fahren und dann ist da so eine Stille und man hört dann die Vögel zwitschern, man spürt die Musik in Verbindung mit der Natur.

00:06:20: also das ist wirklich eines meiner Favorites jedes Jahr dieses große Bergklassikkonzert und das ist auch spannend für unsere Musikerinnen und Musiker weil wir Tag auf zweitausend Meter Seehöhe musizieren.

00:06:33: Das ist natürlich anders, also die Instrumente reagieren drauf.

00:06:37: auch man selbst hat eine Reaktion auf die Berghöhe.

00:06:40: aber vor allem meine vielen Musikerinnen und Musikern die aus eher südlichen Ländern kommen mit weniger Berg sind einfach geflasht von der Schönheit vom Gasteinathal.

00:06:51: Ja und es gibt natürlich nicht nur das Berg-Klassikkonzert, sondern wir haben ganz viele Klassikformate oder Musikformate im Gasteinertal wie zum Beispiel das Waldklassikformat.

00:07:00: Da spielt ein Ensemble jeden Donnerstag von elf Uhr bis elf fünfundvierzig im Angertal eingebettet in den Wald und begrenzt auf nur zweihundert Personen.

00:07:11: man kann da rein marschieren aber auch mit dem Sammeltaxi reinfahren und es ist einfach schön wenn man wie Waldes Jahreszeiten hört feinspielenden Ausabel und in dieser Natur ist, wo die Jahreszeiten direkt stattfinden.

00:07:25: Dann gibt es aber auch Alm-Klassik!

00:07:27: In den Almen um im Gasteinertal, da gibts verschiedenste, spielt dann ein Ausabel, glaubt drei Stunden lang spielen die von vierzehn bis siebzehn Uhr an den Dienstagen im Sommer und auch bunt gemischt Salonorchester mal Blechbläserquintett, Mal Holzbläsequintet, Mal Streichquartett mit einer Soloklarnette.

00:07:45: also wunderschöne ausgewählte Musik von Mozart, Johann Strauß aber auch ein paar schmissige Racktimes bunt gemischt.

00:07:53: Und dann aber auch ganz normal im wundeschönem Park vom Bad Hofkastein das Parkklassik.

00:07:58: Das findet immer Freitags statt um zwanzig Uhr und bei Schlechtwetter ist es das Schöne in Bad Hof Kastein.

00:08:03: Es gibt den Chursaal von Bad Hof Gastein der ist ungefähr hundert Jahre alt ist ihm gleich im Stil erbaut.

00:08:08: übrigens wieder goldene Saal im Musikverein in Wien bzw.

00:08:12: auch der große Salmozettier in Salzburg hat die gleiche Akustik-Bauweise.

00:08:17: Das heißt der Saal, fast ungefähr fünfhundert Leute ist etwas kleiner als der große Saal im Mozartium in Salzburg aber hat die gleichen Akustika.

00:08:25: Also es ist wirklich fantastisch.

00:08:26: bei Schlechtwetter geht man einfach in einen wunderbaren Kurs an und dann haben wir auch für die Familien immer freitags um sechzehn Uhr im Sommer Familienklassiker.

00:08:34: da gibt es Amadeus Amadeos, da spielt ein Streichquartett mit einer Sängerin und Schauspielerin und dann wird durchs Programm geführt auch mit interaktiven Parts wo wir dann Bonanox mitsingen oder einen Tanz zur kleine Nachtmusik macht und wo einfach Geschichten zum Mondseit erzählt werden.

00:08:50: Und dass aber auch Familienprogrammen wie Waldes Jahreszeiten, Heiden und die Symphonie mit den Pauken schlagen.

00:08:56: Also es ist wirklich für jeden was dabei!

00:08:58: Aber unbedingt muss man das Berg-Klassikkonzert am vierundzwanzigsten Juli erleben – und bei Schlechtwetter ist im Kurs alle.

00:09:05: Ja, die Musikerinnen und Musiker lieben es grundsätzlich im Freien zu spielen.

00:09:09: Allerdings ist immer das Risiko von Wetter und zwar nicht nur ob's regnet sondern auch sehr feucht ist.

00:09:15: Und wenn es eine hohe Feuchtigkeit gibt dann ist es für die vor allem Streichinstrumenten nicht gut.

00:09:19: Dann lieben sie es wirklich nicht in freien zu spielen.

00:09:21: allerdings Das Bergklasse-Konzert darauf freut sich das ganze Orchester.

00:09:25: Und sonst ist es halt schön, wenn man im Freien spielt und auch in so anderen Settings kommt.

00:09:30: Im Waldklassik oder auf der Alm oder auch im Park.

00:09:34: Man kommt anders in Berührung mit den Zuhörenden, mit dem Publikum.

00:09:38: Man ist direkt im Austausch mit dem Publikum.

00:09:40: Es ist weniger dieses Bühnepublikum – es fließt mehr ineinander über!

00:09:45: Das passieren halt auch lustige Sachen.

00:09:47: Dann kommt einfach mal ein kleines Hund, die uns setzt sich dazu.

00:09:51: Und das ist ja süß gerade wenn man wie Walde Jahreszeiten spielt.

00:09:53: da gibt's ja einen Satz, wo der Hirte im Grunde die auf die Schafe aufpasst und dann ist er bellende Hund.

00:10:00: Und wenn da tatsächlich genau ein Hund kommt und sich dazu gesellt – weil er vielleicht den Hund hört oder ich weiß es nicht!

00:10:07: Dann ist das irgendwie besonders süß.

00:10:09: Oder auch die Kinder sind einfach im Freien.

00:10:11: also wenn man ein Familienkonzert macht, dann tanzen sie frei oder bewegen sich frei herum und dann kommt's da schnell zu Interaktionen und zum

00:10:20: Miteinander."

00:10:21: Sagt Elisabeth Fuchs Chefdirigentin und Gründerin der Philharmonie Salzburg, und künstlerische Leiterin des Klassik-Sommer im Gasteinathal.

00:10:31: Also mir persönlich gefällt am unter freiem Himmel dirigieren und jetzt speziell an diesem Bergklassikkonzert, dass das eine besondere Energie ist.

00:10:42: Wenn man in Kraftorten denkt – also für mich ist gerade diese Schlossalmbahnen da oben auf zweitausend Meter wenn ich da dirigieren darf uns ein Braums oder Wagner – wir haben auch schon anderes gemacht Alpen-Symphonie.

00:10:54: Und dann bin ich da eingebettet in dieses Bergpanorama.

00:10:57: Sie da einerseits die Gondeln stehen erlebe das Publikum unglaublich beschenkt und dankbar für dieses Erlebnis.

00:11:07: Und dann dieses Gott erschaffene, also einerseits diese Natur- und diese unfassbar schöne Bergwelt verbunden mit einer Brahms-Symphonie – besser geht es nicht!

00:11:18: Ich bin immer daran so aufgetankt.

00:11:20: Also wenn ich dieses Bergklassenkonzert dirigiere, dann gehe ich drei Tage wie im Himmel durch die

00:11:27: Gegend.".

00:11:28: Also grundsätzlich, wenn man im Gasteinertal Urlaub macht empfehle ich wirklich diese Prochüre anzuschauen oder auch online zu schauen.

00:11:36: Unbedingt!

00:11:36: Wenn es sich ausgeht ein Wald-Klassik zu erleben vielleicht auch in allem Klassik kann man schön hinwandern und wenn sich zeitlich ausgeht das Bergklassik nicht versäumen.

00:11:45: Organisatorisch ist es easygoing in Bad Hofkastein Es ist alles bei freiem Eintritt.

00:11:50: Das ist so unfassbar.

00:11:51: da muss man einfach einen großen Dank an den Tourismusverband Bad Hofgastein aussprechen die hier tolle Musik, Kultur für Menschen möglich machen.

00:12:00: Und sonst einfach wenn man natürlich in den Wald geht vielleicht schon eine Jacke mitnehmen weil das Kälte ist frischer.

00:12:06: Wenn wir auf die Alm gehen Sonnenschutz mitnehmen, weil es vielleicht direkte Sonnenanstrahlung gibt.

00:12:10: und wenn man beim Bergklassikkonzert mit macht oder sich da eine Karte, eine Bergtalfahrtkarte bucht dann ist es dienlich, wenn man schon sieht dass Wetter wird gut, dass man vielleicht ein zwei Tage vor diesem vierundzwanzigsten Juli anruft und sich eine Kante kann man einfach hinkommen.

00:12:28: Zwischen siebzehn Uhr und achtzehnerdreißig fahren die Gondeln, die haben eine unfassbare Kapazität.

00:12:33: Die schaffen in einer Stunde drei tausend Personen und kein Stress!

00:12:37: Die Gondel fährt so lange bis die letzte Person herunten ist und sonst einfach sich darauf freuen dass das möglich ist diese tolle Musik zu erleben in einem wunderschönen Gasteinertal.

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