Impuls für den Tag am 16.6. mit Franziska Libisch-Lehner

Show notes

11. Woche im Jahreskreis von 15. bis 20. Juni 2025

radio klassik Stephansdom hat für den „Impuls für den Tag“ bei Theologin Franziska Libisch-Lehner und Pfarrer Richard Geier nachgefragt, was die Bibeltexte dieser Woche für unser tägliches Leben bedeuten können.
(Wir wiederholen eine Sendung aus Jahr 2025)

Franziska Libisch-Lehner ist Redakteurin der katholischen Presseagentur Kathpress. Sie hat Fachtheologie, Religionspädagogik und Journalismus studiert. Nach Stationen bei radio klassik Stephansdom und Print-Medien, arbeitet sie heute „im Hintergrund“ des Mediengeschehens zu den Themen Kirche, Soziales, Frauen und Ethik.

Dienstag, 16.6.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde!
Mt 5, 43-48

Show transcript

00:00:08: Franziska Liebisch-Lehner, sie ist Theologin und Redakteurin der katholischen Presseagentur Katpress.

00:00:19: In der heutigen Bibelstelle nach Matthäus sprach Jesus zu seinen Jüngern.

00:00:24: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist.

00:00:26: Du sollst deinen nächsten Lieben und deinen Feind hassen!

00:00:31: Ich aber sage euch, liebt eure Feinde und betet für die, die Euch verfolgen damit ihr Kinder Eures Vaters im Himmel

00:00:38: werdet.".

00:00:39: Das Gebot der Feindesliebe führt das Gegenprinzip des Auge-für-Auge-Zahn-fürzahn weiter.

00:00:46: Jesus hebt so diese Opferhaltung auf.

00:00:49: Also dieses, das heißt einen nächsten Lieben und deinen Feindhassen ist damit irgendwie dem Ende geweiht sondern Jesus predigt von einer Feindeßliebe sogar für den Feind zu beten.

00:01:04: Das ist eben auch wieder so der Kontrabat von dem Denkmuster, von Vergeltung und Rache oder einer plumpen-schnellen Reaktion.

00:01:12: Oder einem moralischen Reflex.

00:01:15: Und das hinterlässt so die Frage okay, wann nachrichtig mein Verhalten?

00:01:20: Oder wie ist es mit meiner Integrität?

00:01:23: wo es meinen Wertekompost?

00:01:26: Wie schnell bin ich in der Verurteilung?

00:01:28: gegenüber meinen nächsten, gegenüber den sogenannten Feinden oder gegenüber den Menschen die ich gerade als sogenannten feind interpretiere.

00:01:39: Jesus traut uns hier ziemlich was zu nämlich einerseits Empathie sanftheit Liebe Vertrauen Versöhnung.

00:01:52: All das ist nicht naiv oder besonders einfach Was auch immer, man könnte natürlich sagen.

00:01:59: Dieser Pazifismus der hier von Jesus in der Berg prädigt und die man da redet.

00:02:06: das ist naiv weil wie kann man denn alle Vereine lieben?

00:02:09: Aber es geht ja nicht um die Liebe zu Kindern oder einen Partner gegenüber sondern eine Form von Grundrespekt.

00:02:17: Eine Grundresekt Menschen gegenüber denen ich von vornherein nicht positiv gesint bin dieses Überlegen durchatmen schauen nicht gleich in die Verteilung zu kommen oder in den moralischen Zeigefinger.

00:02:32: Für mich persönlich ist es eine Stelle, die mich einlädt wieder über meine eigenen Grenzen hinauszudenken und zu fühlen.

00:02:40: Und ich glaube das hat jeder und jeder hat das von uns so diese eigenen moralischen ethischen Grenze, die man sich halt über die letzten Jahre Jahrzehnte zurechtgezimmert hat – die Kammer!

00:02:54: bei der Bibelstelle von der Liebe zu den Feinden.

00:02:57: ganz gut mal hinterfragen und nachdenken, wo gehören meine Grenzen wieder aufgewaltet?

00:03:04: Wo braucht es denn eine Tür in die Welt der

00:03:06: anderen?".

00:03:18: Impuls für den Tag, diese Woche mit Franziska Libisch-Lehner.

00:03:22: Sie ist Theologin und Redakteur in der katholischen Presseagentur Cutpress.

00:03:26: Wenn sie die Bibelstelle von heute nachlesen wollen – sie steht im Evangelium nach Matthäus Kapitel fünf Diverse dreiundvierzig bis achtundvierzig.

00:03:35: Einen Hinweis dazu finden Sie auch auf unserer Homepage RadioKlassik AT.

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