Die Peterskirche - (k)ein Fake

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00:00:06: Hier ist Bernadette Spitzer und ich freue mich, dass sie mich wieder auf einem Spaziergang durch eine Kirche in der Wiener Innenstadt begleiten.

00:00:14: Mein heutiges Ziel erfüllt mit einer Art historischer Ehrfurcht – die Peterskirche!

00:00:21: Diese klassische Barockkirche steht gerade nicht mehr am Graben, sondern ein Stück hinein versetzt auf besonderem Boden.

00:00:29: Dieser Boden vibriert förmlich als ich ihn betrete denn in der Kirche geht gerade eine Messe zu Ende und viele Menschen strömen heraus darunter etliche Familien mit kleinen Kindern.

00:00:41: Dann erreicht mich der Hausherr Christian Spalek.

00:00:44: Er ist kein Pfarrer, sondern Rektor.

00:00:47: Das bedeutet, dass die Peterskirche keine Pfarrkircher ist – also kein eigenes Pfarrgebiet hat.

00:00:53: Sie gehört zur Michaela-Kirche, die nur wenige Gehminuten entfernt liegt.

00:00:59: Die zweite Stimme diese Inlaufe des Spaziergangs hören werden, gehört Paul Blecher.

00:01:04: Er ist seit fünfzig Jahren Priester und weiß sehr viel!

00:01:08: Die beiden Herren gehören dem Opus Dei an.

00:01:11: Neunzehn-Siebzig wurde der Appellatur die Peters Kirche überantwortet.

00:01:16: Christian Spalek, ein Wiener der sagt er habe keinen Grund zu raunzen leitet sie seit dem Jahr.

00:01:25: Diese Kirche steht weil sie innerhalb des Grabens ist eigentlich noch innerhalb der römischen Stadtmauer, stimmt das?

00:01:33: Und

00:01:33: sie steht deswegen falsch!

00:01:36: Sie ist nicht geostet sondern sie ist Nord-Süd orientiert, so wie damals diese Kasamaten waren.

00:01:43: Unter Eingang früher dieser Kirche war nicht im Süden, sondern im Norden also dort wo der Einggang ist haben wir mal zwei tausend fünf Ausgrauber mit links und rechts gemacht und haben tatsächlich die Reste gefunden des ursprünglichen Präsviteriums.

00:02:05: Dann hat das Bundesdenkmal angesagt, wunderbar.

00:02:08: Bitte wieder zu schüttend dokumentieren und so haben wir es dokumentiert und als zugeschüttetes wird es nicht den Belastungen der Umwelt ausgesetzt.

00:02:22: Es wird ja in Wien immer wieder herumdiskutiert welche Kirche die älterste

00:02:26: ist?

00:02:27: Das älteste bestehende Kirchengebäude ist zweifelsohne Sandroprecht aber St.

00:02:33: Bete ist tatsächlich das erste Kirchengebäude im Wien, da gibt es keinen Zweifel.

00:02:38: und nach dem römischen Konstrukt kam dann eine romanisch-grotische Kirche und nach der romanisch grotischen Kirche diese dritte Kirche.

00:02:51: Ich habe gelesen ich hoffe

00:02:52: ich erinnere mich richtig dass die

00:02:54: Erste Kirche mutmaßlich Gebaut wurde

00:02:58: in einem römischen Soldaten.

00:03:03: Das ist eine Zeichnung der Graben, das waren Kasernen.

00:03:06: Edict von Meyland – drei Dreizehn Freiheit für alle und eine Kaserne wurde rausgenommen, das ist die Peterskirche.

00:03:14: Dann kommt die Romanische Kirche, von der Direktor spricht Und dann siebzehn, dreihunddreißig die jetzige

00:03:21: Barocke-Kirche.

00:03:22: Es war ungefähr das Zweite, könnte man sagen Gebäude wenn man hinschaut rechts von der Via Pretoriana.

00:03:32: Aber von dem gibt es nur eine Stein, die wir unten haben und Fotos der Ausgrabungen.

00:03:40: aber vielmehr mache ich nicht weil mir fehlt das Geld dafür und ich bin kein Archäologe.

00:03:48: Jedenfalls sehr spannend.

00:03:49: Also eine Kirche zu haben, die in ihren Ursprüngen wirklich auf ein räumisches Lager zurückgeht... Damit kann man schon angeben!

00:04:01: Wir geben nicht an und es wird nur angegeben in den Broschüren.

00:04:07: Seit der Mitte des vierten Jahrhunderts gibt es also eine Kirchen auf diesem Platz aktuell Nummer drei.

00:04:14: Man soll sich von Fassaden also nicht täuschen lassen Da von den beiden Vorgängerbauten praktisch nichts übrig ist, konzentrieren wir uns auf das was wir sehen können.

00:04:24: Die Peterskirche Nummer drei ist eine Gelöbeneskircher erzählt Rektor Spallek Ähnlich wie die Karelskirche der in Errichtung die Erfüllung eines Gelöbesses nach dem Ende der Pest-Sebzehn-Dreizehn war.

00:04:37: Nur ist die PeterskIRche älter Sie geht auf die Pest SechzehnneunundSiebzig zurück.

00:04:44: Kaiser Leopold I. legte demnach ein Gelöbnis ab, die nach einem Brand völlig die Solatekirche neu zu bauen.

00:04:52: Davon zeugt die Inschrift über den Portal.

00:04:55: Que cumque vovi redam prosa lute domino.

00:04:59: Was immer ich gelobt habe will ich dem Herrn für die Rettung

00:05:02: erfüllen.".

00:05:03: Federführend bei der Durchführung des Baus war eine Bruderschaft – eine Art Verein, die die Dreifaltigkeit besonders verehrte!

00:05:12: Und es gibt noch einen Grund, warum die Peterskirche die älterste Wien ist.

00:05:17: Sie können mir sicher sagen, warum eine PeterskIRche

00:05:21: hier ist?

00:05:22: Warum

00:05:22: ist sie Petrusgeweidt?

00:05:23: Weil

00:05:24: tatsächlich die erste Kirche in einer Stadt immer dem heiligen Petrus geweiht

00:05:28: wurde.

00:05:29: Eigentlich ist das naheliegend, denke ich mir direktorpräzisiert.

00:05:34: Im Weit ist es eine Kirche der zweieinheiligsten Trafaltigkeit.

00:05:37: also wir haben ja die Bestallene erbaut Herden von der Bruderschaft, der Treffaltigkeit.

00:05:45: und wenn man reingeht in die Kirche das ist eine einzige Apotheose zur Treffaldigkeit.

00:05:51: Angefangen bei diesen drei kleinen Engelchen, bei den Benken, die einfach ausdrücken wir glauben einen einzigen Gott aber nicht einen einsamen Gott Sie haben das wunderbar mit diesen drei Engelsköpfen da verbunden sind dargestellt.

00:06:05: und dann findet man die Treffältigkeit mehrmals in der Kirche.

00:06:09: also Gehen wir rein.

00:06:13: Und tatsächlich, wenn man's weiß, nimmt man überall Darstellungen der Dreifaltigkeit wahr

00:06:19: und so ist die gesamte Kirche auch oberhalb der Kanzeln die der Faltigkeit dann erfinden sie auch die der Erfaltigkeit auf diesem herrlichen Altarbild von Altermonte.

00:06:31: und das erste, da könnte man sagen, der Grundstern dieser Kirche Ein Gnadenstuhl, der drei Faltigkeit von einer Nachbar hier gekommen ist.

00:06:43: Nämlich von der Schottenkirche.

00:06:47: Die Schottingerch hat dort einen ersten Stein gespendet dieser neuen Baubenkirche.

00:06:58: Das ist dieser Gnaden-Stuhl der ein Goldtischer ist.

00:07:02: Man sieht Jesus am Kreuz das Kreuz wird gehalten Von seinem Vater, Gottvater und darüber ist der heilige Geist von meiner Taube.

00:07:16: Das ist das erste Stein dieser Kirche.

00:07:20: Interessanterweise war die Präfaltigkeitsbruderschaft eine reine Leinbrudderschaft.

00:07:27: Die entstand durch Waldfahrten auf dem Sonntagsberg.

00:07:33: Die zusammengetan, sagt ihr jetzt müssen wir eine Kirche die schon beim Einstürzen ist.

00:07:38: Nämlich die Petersicher Nummer zwei neu bauen.

00:07:42: und das konnten sie auch nur tun weil damals etliche prominente Mitglieder in der Trafalteherzwurschaft zu finden waren also von den Habsburgern und alles Mögliche.

00:07:55: Also Leopold der erste Konflikt habe ich gelesen?

00:07:59: Aber die große Freie Werte haben was gespendet.

00:08:04: Und da findet man hier ein Denkmal vom Gschwandner.

00:08:10: Und seiner Frau, wenn ihr hier schaut zum Hochhalter links, findet man zwei Medaillons des Ehepaar-Gschwandners die ihm sehr viel Geld für diese Kirche aufgetrieben haben.

00:08:28: und dann kann ich sagen es ist die einzige Kirche neben dem Steffansdom Nicht eine Kirche ist die von einem Ordner gebaut wurde, sondern von den Wienern.

00:08:39: Also auch eine Bürgerkirche?

00:08:41: Kann man das so sagen?

00:08:42: Weil beim Steffansdom sagt man immer, es sei eine

00:08:45: Bürger-Kirche.

00:08:47: Sie

00:08:48: schaut jetzt für mich als Leier der Karnskirche nicht ganz unähnlich.

00:08:54: Ist das Zufall?

00:08:56: Es gibt ein Barockes Projekt und Tatsächlich diese runde Form und nicht die längsform, die kreuzform.

00:09:07: Das ist eine sehr interessante Art von Weisekirchen zu bauen.

00:09:11: noch.

00:09:12: In Rom findet man einige, die so

00:09:14: sind.

00:09:16: Die Karlskirche als emmerlicher Pfarrer der Karlskirk ist ein bisschen höher.

00:09:22: Hier füllen sie sechzig und die anderen nochmal zehn Meter größer.

00:09:26: Mehr imperial, heller... Vor allem der Eingang mit den historisierenden Elementen, die sie dort haben und den Säulen.

00:09:34: Aber

00:09:36: ein beeindruckender Kirchensatz?

00:09:38: Zwei

00:09:39: Kirchen aus dem Resultat des Versprechungsnachters.

00:09:43: Best machen wir eine schöne

00:09:45: Dankeskirche.".

00:09:47: Noch etwas für historisch interessierte RW-Intrektor Spallek

00:09:52: Es gibt interessante Details.

00:09:55: zum Beispiel auch in dieser Kirche ist Der Friedensgottesinst am achten Mai, im April, war feiert und man sieht noch herrliche Aufzeichnungen aus den Filmaufzeichnern wo der Karl Renner und alle Honoritäten hier in der Peterseche den Friedens-Gottesinst feiern.

00:10:17: Das heißt die Peterskirche ist dem Zweiten Weltkrieg nicht beschädigt oder

00:10:21: wenig?

00:10:22: Nein sehr wenig.

00:10:25: Einschläge in der Kuppel von herabfallenden Flackresten, aber sonst sind wir unbeschadet dem ganzen Wahnsinn entkommen.

00:10:36: Da waren sie aber wahrscheinlich in der Innenstadt.

00:10:38: eine Ausnahme?

00:10:39: Eine

00:10:39: echte Ausnahme und daher war es auch jahrlang eine sehr beliebte Hochzeitsjirche weil sie klein und überschaubar war.

00:10:47: Es ist jetzt noch eine beliebde Hochzeit-Jirche, weil es klein ist und überschaubar.

00:10:52: Das Einzige, was hier das Vergnügen trübt sind die teuren Gastro-Betriebe.

00:10:58: Sonst ist es herrlich!

00:11:01: Wir wenden uns dem Hochaltar und dem Hochalter Bild zu.

00:11:05: Sobarock alles ist.

00:11:07: bei genauerem Hinsehen erkennt man dass eine Darstellung der Gottesmutter Jünger ist – den Grund dafür weiß Paul Blecher

00:11:22: Silberaufbau und ein General von Napoleon zog durch die Laune, da hat sich das unter Nagel gerissen.

00:11:29: Und da war dann ein Loch und es hat Kuppelwitz also das gemalt.

00:11:34: Die Fachleute merken, ah, es passt nicht ganz aber es ist ein schönes Gemälde.

00:11:40: Der heilige Petrus ist der Hauptakteur auf diesem Hochhaltartbild weil er und Johannes kommen zur schönen Pforte und da sehen sie den Gelehnten liegen.

00:11:52: Und diese klassische Szene, die in der Postelgeschichte beschrieben steht.

00:11:57: Wir können dir nichts geben kein Geld aber steh auf.

00:12:01: und das ist dann abgebildet und drüber wieder eine Dreifaltigkeit zu sehen mit allen Farben.

00:12:07: Und ganz hoch oben natürlich auch Winderkarschirche.

00:12:11: Die berühmte Darstellung von Ich bin da ich Bin.

00:12:18: Also.

00:12:18: das ist eine interessante.

00:12:21: Das ist eine Konzeption des Hochaltaris, dass man sagt es wird die gesamte Lösungsgeschichte weniger dargestellt.

00:12:31: Von der Offenbarung des Namens Gottes im Dornbusch dann der Postgeschichte Mutter Gottes und am Ende der Herrin Imaldas Akrament.

00:12:42: Das ist ein Erzzusammenfassung.

00:12:45: Dieser Altar theatralisch und tatsächlich ist auch von einem Theater Architekten gemacht worden.

00:12:54: Man sagt ja den Barock nach, dass es ein bisschen theatralischer

00:12:58: ist,

00:12:58: also halt lebendig.

00:13:03: Apropos theatralische In einer Seitenkapelle fällt mein Blick auf einen gläsernen Sarg mit einem glitzend gewandeten Leichnam.

00:13:13: Das schaut ziemlich spooky aus.

00:13:17: Oh, wer liegt denn da?

00:13:18: Also die Leute kommen immer her und schauen auf diese wunderbaren Skeletten.

00:13:22: Ich sage, Leute das ist ein barockes Fake-Aktfakt!

00:13:27: Die einzigen Knochen, die man zurückführen kann von Heiligen liegen in diesem kleinen Glasbehältern, den sie hier vorne haben.

00:13:36: Da sieht man ein kleines Glasbehölterchen.

00:13:38: Das sind ein paar Knoche drinnen.

00:13:40: Der Rest ist barrokkers Fake also... Und da sind die Knocher vor einem ein Märterer, weil die Habsorger brav gesammelt haben und wir haben dort Knochen eines Märters.

00:13:53: Am gegenüberliegenden Seitenalltag befindet sich eine weitere Figur.

00:13:58: Und ich bemühe mich wenn die Touristen immer mit ganz... Mit Begeisterung hin schon sagen leute das ist eh nur Fake bitte entspannt seid.

00:14:06: Aber es steht ja auch nix dabei.

00:14:08: also alles beschriftet Altabel, Stadtte und Vorsatzbild schreien unter dem Altar Gebeine des heiligen Donatus aus den römischen Katakomben.

00:14:24: Das beste war noch als so die früher viel stärker beleucht.

00:14:29: Ich habe die beleuchten runtergenommen.

00:14:31: Damit man es nicht zu sieht!

00:14:33: Wir wenden uns einem einzigartigen Gebilde zu das auf den ersten Blick wie er eine Kanzel aussieht ist es aber nicht.

00:14:41: Es ist eine goldene Plastik der Darstellung des Materiums von Johannes Nepomog gegenüber der Kanzel, aber nicht wegen der Symmetrie sondern als Unterstützung der Verkündigung.

00:14:53: Man sieht die Brücke, von der der Heilige gestürzt wurde und sogar das Wasser der Moldau.

00:14:58: oben ist aber schon die Gottesmutter in einer Wolke und schaut auf ihn.

00:15:03: Es ist eine der ersten Darstellungen nach der Heiligsprechung von Johannes Nepomog, der in der Moldau ertränkt wurde.

00:15:10: Viel Gold, etwas Silber – sehr dramatisch!

00:15:14: Wir machen uns auf in die Krypta, die rechts vom Altar hinunterführt.

00:15:18: Sie unterscheidet sich von der anderen Kirchen dadurch, dass sie keine Grabstätte ist.

00:15:24: Während Rektor Spalek die Türe aufsperrt erklärt er mir warum.

00:15:32: irgendwie einen glücklichen Zufall gehabt.

00:15:36: Der laute Josef

00:15:42: II.,

00:15:45: so die Geschichte, Josef I., hat dann bis siebenhundert Klöster und Bruderschaften als man hier aufgelöst darunter auch den Bruderschafft der Heiligsten der Faltigkeit.

00:16:00: Und zwar zu einem Zeitpunkt wo noch kein Einziger von Ihnen sich hier veräubigt hat mit einem Sarg.

00:16:08: Weil das war ja in der Krüpte vorgesehen.

00:16:12: Und deswegen können wir die Krüpta ... Ah, da haben sie sich immer wieder

00:16:16: eingemischt.

00:16:19: Aber das sieht man auch.

00:16:19: Das ist eine Veranstaltung heute.

00:16:26: Ja?

00:16:26: Ist gut so!

00:16:27: Also sehr lebendig... Die Krüfta ist sehr lebende.

00:16:34: Wir sind normales jetzt.

00:16:35: Opern, Konzerte, Veranstaltungen.

00:16:43: Also das ist ein Raum der mit einem

00:16:46: Gewölbe

00:16:47: versehen und sesseln und also so einen klassischen Killerraum eigentlich mit Klavier und dahinter eine

00:16:57: Kapelle.

00:17:00: Das ist eine Kapellet die wir in der Krypta haben die ein wirkliches Geschenk ist, weil man kann sich in Ruhe zurückziehen.

00:17:10: Wir haben ja die Enkelstunden, wir haben hier das heilige Grab auch und hier sehen Sie einen Löwen aus der romanischen Kirche.

00:17:23: So dieses

00:17:23: ... eines der letzten

00:17:26: Steinchen, die wir noch gerettet haben.

00:17:29: Und tatsächlich es ist die Darstellung vom Reicht des Friedens, wo eben der Panther mit dem Böcklein zusammen ist alles aufzufressen und so weiter.

00:17:41: Und diese Darstellung war bei den vorne beim eigenen Kirchen um klar zu signalisieren das ist das reichte Friedens dahinter.

00:17:51: Und dort vorne findet man einen Altar, also Altarpil.

00:17:59: Das war in einem Zubau der Petersiche, in der sogenannten Servastianskapelle.

00:18:05: Und mein Vorvorgänger hat das entdeckt im Erzböschlichen Palais und darauf bestanden, dass es wieder zurückkommt zur Kirche, zur Petersiche.

00:18:16: Also das ist auch

00:18:18: noch ein

00:18:19: Teil?

00:18:20: Ja, also Nummer zwei!

00:18:21: Ich sehe einen Übergang zwischen Kotik und Renaissance.

00:18:26: Es ist eine interessante Mischung.

00:18:28: Hier werden Messen gefeiert und auch andere Veranstaltungen vor allem kulturelle.

00:18:34: In der Krypta sind auch Beichtsstühle, also eigentlich Zimmer die täglich sechs Stunden lang zur Verfügung stehen.

00:18:42: Und das ist immer was!

00:18:43: Das kommen ja nie mehr Leute.

00:18:45: In welchen Sprachen?

00:18:47: Also wir sind ein bisschen angeber, aber italienisch und englisch und französisch und spanisch – alles Milch.

00:18:54: Aber

00:18:55: kommen noch Deutschsprache?

00:18:56: Ich entschlüsse hier nicht zu blödfragen.

00:18:58: Zwischen null und sieben beichten Baustunde.

00:19:02: Es kommen tausende Beichten im

00:19:04: Jahr.

00:19:05: Kann man sagen, ergibt es bei Ihnen so etwas?

00:19:07: Weil Sie sind ja keine Pfarrer, aber sowas wie

00:19:09: ein

00:19:10: rektoratner Leben eine Art... Ja,

00:19:13: es gibt eine Gemeinde die gerne herkommt und fühlen sich wohl hier und am Sonntag ist das herrmal voll.

00:19:20: Also am Sonnentag um zehn Uhr finden wir einen Sitzplatz um siebzehn auch nicht, um elf oder fünfzehn beim feierlichen Enteinschnuch haben das noch Platz genug.

00:19:31: Aber die anderen zwei Messen sind rammelvoll!

00:19:35: Der Wiener ist sehr wählerisch geworden und ich würde sagen mit der U-Bahn ist es ein leichtes Herzufahren Und vielleicht passiert auch mit der Betaseche dass was mit den Geschäften passiert Einer hat Fleckstor, sozusagen Prinzip.

00:19:55: Leider manche Kirchen in den Randbezirken tun sich schwerer und ja aber dafür können wir nichts.

00:20:02: Das ist die U-Bahn das ist die Lage.

00:20:06: Wir haben eine tolle Lage.

00:20:07: ich muss schon sagen also das erste ist die Lager, das zweite die Lage und das dritte die

00:20:11: Lage.".

00:20:13: Vom Keller geht es wieder hinauf und quasi in den ersten Stock ins Kaiser Oratorium.

00:20:19: Im Stegenhaus hängen etliche Bilder.

00:20:21: Über sie erfahre ich etwas Kurioses.

00:20:24: Und hier haben wir Bilder, die uns übergeblieben sind von wachgestelligen Ausstellungen und dann bleiben sie übrig und haben aufgehängt.

00:20:33: Sagen Sie wie kann ein Bild überbleiben bei einer Ausstellung?

00:20:40: Wie soll ich Ihnen das sagen?

00:20:44: Immer wieder Dinge hier übrig.

00:20:46: Nicht nur Schirmes beim Hochbinderüberg,

00:20:48: das bleibt so.

00:20:51: Wer nicht mehr abgeholt?

00:20:52: Dann bleibst du da!

00:20:55: Darf ich fragen, wo haben Sie denn Ihr Rektorathshaus?

00:20:58: Also wo wohnen Sie?

00:21:00: Genau und wenn sie vor der Kirche stehen

00:21:03: links

00:21:05: gibt es dieses alte Barockehäuschen, wo der Petrus Fassas der Fassale rausfliegt Und dort leben jetzt zwölf oder elf Personen.

00:21:15: Einiges im Priest, anderes in Leyen des Hof-Hochstee und wir waren immer... das war interessant!

00:21:21: Also dieses Haus war wie ein Pfahl um den Fleisch der Ersten also weil die Erstis rund um dieses Haus erweitert worden und wir haben ausgehart und hat sich ausgezahlt weil eine Kirche ohne Pfarrhaus

00:21:36: stirbt.

00:21:38: Ein heute unbekannter, aber in seiner Nachwirkung bedeutsamer Priester am Haus war Johann Baptist Weber.

00:21:45: Er arbeitete sechs Jahre lang in der Peterskirche, wurde dann Pfarrer in der Leopoldstadt und gründete dort die erste österreichische Sparkasse.

00:21:55: Wir erreichen das Kaiseroratorium.

00:21:58: Es ist eine verglasste Loge oberhalb des Altarraums mit exklusiven Blick auf den Hochaltar.

00:22:04: Mich überrascht allerdings etwas

00:22:07: Das schaut ja aus wie ein Wohnzimmer, mit Sofa.

00:22:11: Und wenn Sie sagen Kaiser Oratorium ... Ja man

00:22:14: weiß das hier oben.

00:22:16: Aufgrund dieser

00:22:19: Ausgestaltung der Decke weiss man dass hier die Mitglieder, also die anliegenden Mitglieder und die Kaiselmitglieder der Faltigheidsbruder schafft sich versammelt

00:22:32: haben.

00:22:33: Der Dreifaltigkeitsbruder schläft.

00:22:35: Und hier oben haben sie gekniet und

00:22:39: der heiligen

00:22:39: Messer beigewohnt, die natürlich am Hochhalter stattgefunden hat.

00:22:44: Man kann sagen, hier oben waren die Wipps, unten waren die Nipps – die Non-Important persons.

00:22:52: Ich erfahre dass es für Agapen nach kleineren Feiern wie etwa Taufen genutzt wird.

00:22:57: Zwanzig Personen können hier sitzen.

00:22:59: Und das ist Schätzebergt!

00:23:02: Das ist voll mit alten Büchern alles hier.

00:23:05: In diesen Kästen, in diesem ...

00:23:07: Aber ich habe ...

00:23:10: Ganz alte, wie wissen Sie?

00:23:11: Sowohl

00:23:12: die Nationalbücher als auch das Archiv der Erzeitslösse angefragt.

00:23:18: Null Interesse!

00:23:20: Aber diese Bücher sind ja... Ja,

00:23:21: dreihundertfünfzig Jahre alt.

00:23:24: Ist so.

00:23:25: Die stehen da.

00:23:26: Was soll ich machen?

00:23:28: Ich bin

00:23:29: der Verwalter der alten Technologie.

00:23:33: Es sind einige hundert Bücher aus der Barockzeit.

00:23:36: Gegenüber dem Kaiseroratorium befindet sich ebenfalls ein Oratorium, dort werden heute Messgewänder restauriert, repariert und aufgehoben.

00:23:45: Darunter befindet es sich ein besonderes in Rosa gehalten.

00:23:49: Es ist ein Geschenk der Kaiserin Sisi und wird zweimal im Jahr getragen.

00:23:55: Auf dem Weg wieder hinunter in den Kirchenraum erzählt mir Christian Spalek von einer weiteren Spur, die die Kaiserin in der Peterskirche hinterlassen hat.

00:24:17: für uns die damalige Kaiserin geschenkt hat.

00:24:29: Das sind diese neuromanischen Leuchter, jetzt sind sie elektrisch, die passen gar nicht mal rein in dieses barocke Gestühl.

00:24:39: aber die müssen jetzt da stehen bleiben weil es ist eine gewachsene...

00:24:43: Die können dazu flitzen?

00:24:45: Ja jetzt können sie dazu.

00:24:47: Und jetzt sind Glühbirnern drinnen nämlich an.

00:24:49: Die sehr wenig

00:24:50: leuchtet.

00:24:51: Ja wurscht!

00:24:52: Aber schön ist das.

00:24:54: Blickt man vom Altarraumausrichtung-Eingang, sieht man eine prachtvolle große Uhr.

00:25:00: Für den Priester?

00:25:02: Diese Uhr habe ich außer Betrieb gesetzt, weil ich brauche keine Uhr in der Kirche drinnen, die mir sagt wie lange ich predige aus.

00:25:17: Ich schaue auf die Decke des Kirchenraums – da gibt es richtig viel zu sehen!

00:25:22: dass das gesamte alte Testament und das neue Testament im Himmel ist.

00:25:31: Ich habe den König David, ich habe den Salomon, ich habe Aaron, alle habe ich da oben.

00:25:39: Ist das jetzt nur aufgrund der Beleuchtung oder könnte es schon langsam eine Auffrischung vertragen?

00:25:46: Auf jeden Fall eine Aoffrischungen.

00:25:48: Das braucht ein Geld!

00:25:51: Aber jetzt die niedrigste Beleichterung.

00:25:55: Also wenn ich es voll aufdrehe, sieht man das schon.

00:25:59: Und was mir auffällt?

00:26:00: Es gibt keinen einzigen weißen Fleck hier in der Kirche!

00:26:03: Das beeindruckend ist... ...der einzige echte Stein ist, die auf dem Sie draufstehen.

00:26:08: Der Rest ist fake.

00:26:12: Was?

00:26:12: Das ist alles Holz?

00:26:13: Alles Fake.

00:26:14: Stuckolustrum.

00:26:15: Alles fake.

00:26:16: Die komplette Kirche?

00:26:17: Die komplete Kirche ist fake.

00:26:21: Naja, das streiche Schalke.

00:26:23: Alles von unten bis oben Es ist alles kunstlich.

00:26:28: Kein echter Steines bei den Figuren, das ist alles künstlich.

00:26:31: Die Figuren

00:26:32: wissen sich aus welchen Materialien sie sind?

00:26:34: Gips!

00:26:35: Gepresster Gips?

00:26:36: Gepresste!

00:26:37: Das ist alles, wie ich sage immer, Fake Kunst.

00:26:41: Höchsten Niveaus weil Italiener das gemacht haben.

00:26:44: Also ich finde wenn ich oben herum spaziere auf dem Gesiemse sieht man ihre italienischen Namen.

00:26:51: Sie haben sich auch veräubigt, indem sie ihren Namen eingraviert haben.

00:26:55: Ich hab da Bilder gesehen, meine Schwester hat mir mal erzählt.

00:26:59: Da oben auf dem Gesims gibt's kein Gelände und nur an der Wand ein Geländer zum Festhalten.

00:27:04: Und da gehen sie herum?

00:27:06: Stimmt das?

00:27:07: Ja, da geh ich herum!

00:27:09: Also Sie sind schwindelfrei?

00:27:10: Nein, nein... Ich habe das gesehen auf der Webseite.

00:27:13: Da haben sich ja wirklich so wahnsinnig tolle Bilder und wie ich das sehe.

00:27:19: Mir wurde schon schwindelig vom Anschauen des Fotos.

00:27:27: Womit wir am Ende unseres Rundgangs angekommen sind?

00:27:31: Aufgrund meiner Höhenangst kommt nämlich ein Spaziergang auf einem der Gesinse für mich nicht in Frage.

00:27:37: Die Peterskirche ist täglich bis neunzehn Uhr geöffnet, man muss keinen Eintritt bezahlen und der Kirchenraum ist vollständig betretbar.

00:27:46: Informationen sind in neunundzwanzig Sprachen verfügbar.

00:27:50: Täglich finden Konzerte statt mit Spenden-Stadteintrittsgeldern außer am Abend.

00:27:55: Die prachtvolle Orgel wird dreimal täglich gespielt.

00:27:58: Für die Organisten der Umgebung ist es eine Freude, weil jetzt werden die Spenden halbiert, die Hälfte kriegen wir und so kommen wir wieder um.

00:28:07: Und die Orgel werden laufend gewartet!

00:28:11: Alle Infos finden Sie auf der Webseite der Peterskirche – und so verlasse ich diese Fake-Kirche, die aber ganz und gar kein Fake isst und bedanke mich für Ihre Begleitung.

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