sth- cibulka
Show transcript
00:00:02: Blick in die Welt – das Auslands-Kulturjournal.
00:00:07: In Zusammenarbeit mit der Sektion für internationale Kulturangelegenheiten des Außenministeriums.
00:00:16: Mein Name ist Katharina Ziebulka, ich bin Künstlerin, Filmemacherin und neuerdings auch Bühnenbildnerin.
00:00:21: Katharina Siebulkas Arbeiten sind sehr gesellschaftspolitisch.
00:00:26: Sich einmal bekannt geworden bin ich mit dem Projekt So Lange, das ist ein feministisches Projekt.
00:00:32: Ich setze mich demnach sehr für Gleichberechtigung ein und Fairness aber auch für andere wichtige Dimmungen die mir sehr wichtig sind wie Demokratie Frieden und all die Dinge, die uns zur Zeit bewegen sollten.
00:00:45: Das Projekt Solange von Katharina Zipolka ist ein international skalierbares Kunstprojekt das Ästhetik mit Funktionalität verbindet und eine visionäre Botschaft transportiert.
00:00:57: Für dieses feministische Projekt solange besticke ich Gerüstnetze Die ich auf riesengroße Baustellen im öffentlichen Raum montiere.
00:01:05: Auf diesen Netzen sind feministische Sprüche, die immer so lange beginnen bin ich Feminist in Enten und dazwischen ist jedes Mal ein anderer Missstand geschrieben.
00:01:18: Diese Buchstaben sind gestickt, das heißt mit Pinkentödel wirklich auf dieses Netz gestickt.
00:01:25: Diese Netze haben zwischen zweihundertundtausend Quadratmeter Größe und diese einzelnen Buchstuben starben sich auch riesengroß also von dreißig Zentimeter bis einen Meter zwanzig hoch.
00:01:39: Also eine große Sache im öffentlichen Raum, damit Sie ja alle sehen.
00:01:44: Wir haben genau letzten Mittwoch auf der Chirurgie in Innsbruck unser thirty-viertes Solangennetz montiert.
00:01:51: Unser fünfunddreißigstes Solangernetz montieren wir am fünften Mai auf einem Fünfzigmeter hohen Silo Turm in Rastorf in Norden von Wien.
00:02:00: Katharina Zipolka erfährt internationale Aufmerksamkeiten mit ihrem Solange-Projekt.
00:02:05: Und da kommt ja natürlich die Unterstützung der österreichischen Auslandskultur, mit den Kulturfohren in den Ländern zu passen!
00:02:12: Inzwischen werde ich weltweit eingeladen diese Solangenetze zu realisieren und oft meldet sich dann aus der jeweiligen Stadt die österreichische Kulturfahre und bieten mir Unterstützung an.
00:02:27: Was natürlich toll ist, zum Beispiel vor zwei Jahren waren wir in Orléans eingeladen und da hat sich die französische Abteilung aus Paris gemeldet Sie würden uns unterstützen und haben uns unterstützt für die ganze Dokumentation der Arbeit.
00:02:42: Letztes Jahr in Trondheim bekamen wir auch eine Unterstützung Und derzeit ist es eine Wanderausstellung in vielen unterschiedlichen Kulturformen Europas unterwegs, jetzt war gerade eine Vernissage in Istanbul.
00:02:59: Eine Vernissag in Zagreb, wo dann von mir auch Arbeiten ausgestellt
00:03:04: werden.".
00:03:04: Katharina Ziebulker hat dir zu deine Gastprofessur in Salzburg.
00:03:08: Früher gründete sie auch eine Frauenband die Tele Novella mit Konzerten im Wien im Flex oder im Chelsea.
00:03:15: Ziebulka liebt und arbeitet in Innsbruck und in Wien.
00:03:18: Zurück zum solange Projekt.
00:03:20: Hier werden bedeutende Gebäude in gut frequentierter Lage mit feministischen Slogans eingewickelt, bis man im Dialog auf Augenhöhe gelandet ist.
00:03:30: Das künstlerische Spannungsfeld entsteht aus der Dynamik zwischen traditionell weiblich konnotiertem Handwerk und männerdominierter Baustelle, so Katharina Ziebulka – Und die Bandbreite der Bauten wo es sich sprichwörtlich um Solange dreht, ist groß!
00:03:46: wie folgendes Beispiel zeigt.
00:03:48: Wir hatten unser fünftes Solangennetz am Dom in Innsbruck, was natürlich eine unglaubliche, es ist immer noch ein Wunder also dass uns das gelungen ist.
00:03:57: und da stand auf diesem Netz solange Gott einen Bart hat bin ich Feminist.
00:04:04: Fangen wir mal beim Feministen an der Florian Huber des Tombobs der wollte, dass er wirklich Feminists steht um zu untermauern, dass Erfeminist ist und dass er hinter der Aussage steht.
00:04:15: Und es war natürlich ein, medialer mal einen Riesenaufschrei.
00:04:19: Wir hatten gute Pressearbeit und das war gleich in vielen europäischen Medien dieses Netz gezeigt.
00:04:29: Grandios, endlich ist die Kirche so mutig ein feministisches Thema aufzugreifen bis aber auch von sehr konservativen Seiten, Plasphemie furchtbar und schrecklich.
00:04:43: Und ich glaube das ist die Bandbreibde.
00:04:46: Für mich ist es auch okay, weil ich möchte ja berühren.
00:04:52: Und wenn diskutiert wird und die Rückmeldung bekomme ich – dass der Opa mit der Enkelin diskutiert über Katholizismus und Feminismus – dann habe ich wohl mein Ziel
00:05:01: erreicht.".
00:05:02: Und auch die Baustelle der Stadthauptfahrkirche zum heiligen Egi den Klagenfurt verhüllte ein mit Pinkham Tull besticktes Staubschutznetz mit einem so langen Satz von Katharina Zybulka.
00:05:16: Blick in die Welt, das Auslands-Kulturjournal.
00:05:22: In Zusammenarbeit mit der Sektion für internationale Kulturangelegenheiten des Außenministeriums.
New comment