akj- 260430#Stefan Hammer
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00:00:16: Zum Auslandskulturschinal begrüßt sie Stefan Hauser.
00:00:20: In der heutigen Ausgabe geht es um den Dialog von Kulturen und Religionen, am Beispiel.
00:00:26: Pakistan ist folgender.
00:00:29: Mein Name ist Stefan Hammer.
00:00:31: Ich bin pensionierter Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Uni Wien gewesen, und ich bin jetzt schon längere Zeit im interreligiösen Dialog involviert vor allem soweit es vom Außenministerium organisiert oder gehostet ist.
00:00:51: Schon Dialog-Erfahrung, vor allem mit Indonesien und im Iran gesammelt.
00:00:56: Und bin jetzt kürzlich Ende des Vorjahres für zwei Monate in Pakistan gewesen – in neuen Format was sich Dialogue Residency nennt.
00:01:06: Da habe ich natürlich Gelegenheit gehabt eine große Vielfalt an Kontakten und Gesprächen zu führen und auch Dinge mitzuerleben.
00:01:17: sehr profunde Einsicht in die verschiedenen Dimensionen der, sagen wir, religionsbezogenen Situationen in Pakistan bekommen.
00:01:27: Sinn eines von der österreichischen Außenpolitik unterstützten Dialog ist es gesellschaftliche und politische Voraussetzungen in den einzelnen Ländern, die auch die Außenpolitik und das internationale Auftreten solcher Länder beeinflussen besser kennen zu lernen und besser zu verstehen.
00:01:45: Zum Beispiel Pakistan sagt Rechtswissenschaftler und Dialogexperte Stefan Hammer.
00:01:51: Vor allem islamische Länder, ein besonders gutes Beispiel ist Pakistan für die sind ja... zumeist unabhängig, als unabhängige Staaten nach der Dekolonisierung und nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden haben aber ihre nationale Staatlichkeit sozusagen die trifft auf eine gesellschaftliche Situation in diesen Ländern, in der Religion eine große Rolle spielt während bei uns sich Religion ausdifferenziert hat.
00:02:19: Aus Politik und Gesellschaft.
00:02:21: Die Vorstellung dieser modernen und nicht religiös gebundenen Staatlichkeit trifft dort auf Gesellschaften, die diese Voraussetzungen so zu sagen intern noch nicht mitbringen.
00:02:33: Ich würde nicht einmal sagen noch nicht weil das wird sozusagen implizieren einen Fortschrittsgedanken wo ich Probleme hätte denen sozusagen aufzuoktroyieren dass sie sich zu einer säkularen Gesellschaft zu entwickeln hätten.
00:02:47: Das ist soweit der Sinn eines wunderbar außenpolitik moderierten Religionsdialoges wie solchen Ländern.
00:02:54: Stefan Hammer referierte bei seinem zweimonatigen Aufenthalt in Pakistan und der andere beim Imam Hussein Kulturzentrum in Islamabad.
00:03:03: Ziel des Besuchs war die Stärkung der kulturellen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit sowie die Intensivierung der Kommunikation mit internationalen akademischen Institutionen.
00:03:15: Ich bin eingegangen, allerdings nicht speziell auf die österreichische Situation sondern eher auf die historische Entwicklung hin zum säkularen Staat in Europa.
00:03:25: Das habe ich vor allem getan in eher akademischen Foren, auf Universitätsebene damit man den Hintergrund kennenlernt, den sie ohnehin auch dort natürlich der Innenbewusst ist dass Europa hier anders ist.
00:03:40: was besonders interessant war für mich waren die Kontakte mit traditionellen islamischen Gelehrten und die in traditionellem Madrassas, also der plural auf arabisches Madaris leeren.
00:03:54: Und sich auch wie der Staat selber sozusagen auf einer Gradwanderung bewegen weil einerseits geht man davon aus das habe ich öfter gehört dass die Bevölkerung im großen Ausmaß noch diese traditionelle Form der islamisch geprägten Erziehung die nicht vom Staat beeinflusst ist und auch nicht vom Stadt gefördert wird, in großen Vertrauen sieht.
00:04:18: Das heißt der Staat hat versucht im Laufe der Zeit immer wieder mehr Kontrolle auszuüben weil diese traditionellen Madrasas als Brutstätten für Extremismus wahrgenommen werden was zum Teil sich stimmt.
00:04:35: Allerdings, sobald eine staatliche Kontrolle da sozusagen dem Ganzen eine pluralistischere oder wenn man will liberale Ausrichtung geben würde wäre das vertrauen der Bevölkerung in diese traditionellen Bildungsinstitutionen dahin.
00:04:51: Während seines mehrwöchigen Aufenthalts in Pakistan fühlte sich Dialogexperte Stefan Hammer sehr gut betreut und wahrgenommen von der österreichischen Botschaft, in Islamabad.
00:05:02: Über die österreichische Botschaft bin ich vor allem in diesen internationalen Fohren habe ich Zugang gefunden, die mit internationaler Diplomatie zu tun haben.
00:05:14: Mit Bezügen zum Ausland – es gibt einen großen Think Tank eines nationalen das Islamic Research Institute in Islamabad, das angegliedert ist an die Große und ja eigentlich architektonisch auch sehr beeindruckende Faisal Moschee von Saudi Arabien soweit ich weiß weitgehend finanziert wurde.
00:05:34: Das ist sozusagen die internationale Bühne, wo sich Pakistan versucht zu präsentieren als Weltoffener, Player in der globalen internationalen Gemeinschaft, die auch möglichst versucht Menschenrechte und auch Religionsfreiheit zu
00:05:53: garantieren.".
00:05:56: Blick in die Welt – das Auslandskulturschornal In Zusammenarbeit mit der Sektion für internationale Kulturangelegenheiten des Außenministeriums.
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