Impuls für den Tag am 18.4. mit Andrea Lentner
Show notes
Zweite Woche in der Osterzeit von 13. bis 18. April
In den Bibelstellen dieser Woche, Abschnitte aus dem Johannesevangelium, die in katholischen Gottesdiensten gelesen werden, geht es ums Vertrauen. Sehr persönliche Gedanken dazu macht sich die Theologin und Musikerin Andrea Lentner. Sie ist Pastoralassistentin und Mitarbeiterin im Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien.
Samstag, 18.4.
Warten.
Joh 6, 16-21
Die jeweiligen Texte des Tages finden Sie hier.
Show transcript
00:00:08:
00:00:33: Wann haben Sie zuletzt gewartet?
00:00:36: Wirklich gewartet so mit Langeweile dazwischen, mit in der Gegend herum schauen andere beobachten.
00:00:44: Vielleicht ein städtisches Treiben oder die Natur und das ohne dabei aufs Handy zu schauen an der Bushaltestelle in einer Warteschlange oder in der Arztpraxis überall wo früher einfach Zeit war.
00:01:01: stille langeweile vielleicht.
00:01:04: Heute dauert es keine zehn Sekunden, bis das Handy in der Hand ist.
00:01:08: Ein kurzes Skrollen und ein schnelles Check-In.
00:01:11: Und die Stille ist weg!
00:01:13: Wir warten nicht mehr – wir können es kaum noch, sondern jede Lücke wird sofort gefüllt.
00:01:19: Jeder Moment des Nichts wird vertrieben bevor er überhaupt sein kann.
00:01:26: Im Tages Evangelium gibt es einen kleinen Satz, der mich in diesem Zusammenhang beschäftigt Die Jünger steigen abends in ein Boot und fahren über den See ohne Jesus.
00:01:38: Und dann kommt dieser Satz, es war schon dunkel geworden... ...und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen!
00:01:46: Noch nicht!
00:01:48: Nicht er kommt nicht, nicht er hat sie vergessen sondern noch nicht!
00:01:53: Die Jungen sitzen im Boot Es wird dunkel der Sturm peitscht über den Seh und Jesus ist nicht da.
00:02:01: Sie müssen warten und sie müssen aushalten, das Dunkel den Sturm die Unsicherheit.
00:02:08: Dieses noch nicht!
00:02:12: Und dann kommt er mitten in der Nacht.
00:02:15: Er geht über das Wasser auf Sie zu und er sagt Ich bin es, fürchtet Euch nicht.
00:02:22: Und schon sind Sie am Ufer, dass Sie erreichen wollten.
00:02:25: Er ist gekommen, Sie haben es
00:02:27: ausgehalten.".
00:02:30: Handy hin oder her, ich glaube dieses noch nicht kennen viele von uns.
00:02:35: Diese Phasen im Leben wo man wartet und nicht weiß wie lange noch?
00:02:39: Wo man im Dunkeln sitzt und der Sturm tobt innerlich äußerlich manchmal beides gleichzeitig.
00:02:45: Wo man sich fragt kommt da noch etwas?
00:02:49: Wendet sich das noch?
00:02:51: Und wir tun alles um dieses warten nicht spüren zu müssen.
00:02:56: Es krollen wir, planen und beschäftigen uns.
00:02:59: Weil warten manchmal wehtut.
00:03:01: Weil es neben der Geduld auch viel Vertrauen braucht, dass wir uns nicht immer zutrauen.
00:03:09: Vielleicht – und das ist der Gedanke den ich heute mitgeben möchte – vielleicht ist es noch nicht keine verlorene Zeit?
00:03:16: Vielleicht ist es eine Zeit die viel mit uns macht wenn wir sie zulassen?
00:03:21: Eine Zeit in der etwas reift!
00:03:25: dass in der Schnelligkeit nicht reifen kann.
00:03:29: Vielleicht ist die Zeit des noch nicht etwas, das wir wieder entdecken dürfen – das Warten, das Aushalten ohne sofort zum Handy zu greifen.
00:03:41: Jesus erkommt!
00:03:43: Das hat der See von Galilea gezeigt mitten in der Nacht, mitten im Sturm.
00:03:48: Vielleicht isst er in vielen Situationen noch nicht da?
00:03:52: Heute dürfen wir die Gewissheit haben Er
00:03:55: kommt.
00:04:06: Das war der Impuls für den Tag mit der Theologin Andrea Lendner.
00:04:10: Sie ist Pastoralassistentin und momentan im Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Ärzte Yosef Wien tätig.
00:04:16: Alle Bibelstellen der Woche finden sie in Johannesevangelium.
00:04:19: heute Kapitel sechs, sechzehn bis einundzwanzig.
00:04:23: alle Impulse können Sie nachhören auf radiograssik.at.
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