Impuls für den Tag am 15.4. mit Andrea Lentner
Show notes
Zweite Woche in der Osterzeit von 13. bis 18. April
In den Bibelstellen dieser Woche, Abschnitte aus dem Johannesevangelium, die in katholischen Gottesdiensten gelesen werden, geht es ums Vertrauen. Sehr persönliche Gedanken dazu macht sich die Theologin und Musikerin Andrea Lentner. Sie ist Pastoralassistentin und Mitarbeiterin im Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien.
Mittwoch, 15.4.
Geliebt (?)
Joh 3, 16-21
Show transcript
00:00:08:
00:00:16: Wie fühlt es sich an, so richtig geliebt zu sein?
00:00:22: Spüren Sie mal nach.
00:00:24: Fällt Ihnen ein Moment ein wo sie das gefühlt haben dieses schöne Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit diese Wärme Diese Entspannung die sich ausbreitet wenn man weiß Ich bin nicht allein.
00:00:41: Ich bin gesehen, ich darf so sein wie ich
00:00:44: bin.".
00:00:47: Vielleicht ist es jemand der einfach fragt magst du reden und dann zuhört ganz da ist ohne Ratschläge, ohne Lösungen?
00:00:56: Einfach da!
00:00:58: So ein Moment kann so unspektakulär sein und gleichzeitig heilsam und wohltuend.
00:01:05: Ich hatte selbst einen Moment, den ich schwer beschreiben kann aber der noch tiefer sitzt als alles andere.
00:01:14: Es war eine Krisenzeit, eine von diesen Phasen wo man nicht weiß wie es weitergehen soll.
00:01:20: Wo man innerlich kämpft und sucht und manchmal auch einfach nur hofft dass irgendetwas sich wendet.
00:01:28: Und dann hat das sich gewendet!
00:01:30: Nicht einmal sondern immer wieder Situation um Situation Auf eine Art, die ich mir selbst nicht ausdenken hätte können.
00:01:40: Irgendwann war da dieser innere Satz der mich unüberhörbar erfasste Ich lass dich nicht allein Du bist meine geliebte Tochter!
00:02:02: Dieses Gefühl von Geborgenheit, von der ich am Anfang gesprochen habe.
00:02:07: Es war da!
00:02:11: Im Evangelium heute steht ein Satz, der so bekannt ist dass er manchmal kaum noch wirklich gehört wird.
00:02:17: Man kennt ihn, man nickt und geht weiter.
00:02:22: Gott hat die Welt so sehr geliebt, das er seinen einzigen Sohn hingab.
00:02:29: Was wäre wenn wir diesen Satz heute zum ersten Mal hören würden?
00:02:35: Nicht so als Frommenspruch, sondern als das was er wirklich ist.
00:02:41: Eine Aussage über uns, über sie, über mich!
00:02:47: Gott hat die Welt so sehr geliebt diese Welt mit all ihrem Chaos und ihrer Kälte und Dunkelheit Mit allen Menschen Die auch Zweifeln kämpfen und sich fragen ob Sie überhaupt geliebten können.
00:03:03: Er liebt sie trotzdem, das müssen Sie sich nicht verdienen und dafür müssen Sie nicht gut genug sein.
00:03:10: Gott liebt Sie und diese Welt weil er nicht anders kann!
00:03:14: Weil Liebe Sein Wesen ist Und genau dass dieses Gefühl vom Anfang, diese Wärme, dieser Geborgenheit Dieses Ich bin nicht allein Das ist gemeint Nicht abstrakt als fromme Formel sondern konkret.
00:03:35: Gott hat die Welt so sehr geliebt und er tut es noch.
00:03:40: Er liebt die Welt und die Menschen, egal wie viele Ängste und Zweifel in uns sind.
00:03:45: Das bleibt das Wankt nicht.
00:03:49: Liebe ist sein Wesen Und sie gilt auch
00:03:54: ihnen.".
00:04:05: Das ist die Bibelstelle des Tages.
00:04:21: Die Gedanken dazu können Sie nachhören, am besten über unsere Website radio-klassik.at.
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