Impuls für den Tag am 14.4. mit Andrea Lentner

Show notes

Zweite Woche in der Osterzeit von 13. bis 18. April

In den Bibelstellen dieser Woche, Abschnitte aus dem Johannesevangelium, die in katholischen Gottesdiensten gelesen werden, geht es ums Vertrauen. Sehr persönliche Gedanken dazu macht sich die Theologin und Musikerin Andrea Lentner. Sie ist Pastoralassistentin und Mitarbeiterin im Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien.

Dienstag, 14.4.
Zufall oder Gottes Geist?
Joh 3, 7-15

Show transcript

00:00:08: Diese Woche mit Pastoralassistentin Andrea Lentner.

00:00:17: Es geht weiter im Abschnitt aus dem Johannes Evangelium und Jesu Worten über den Heiligen Geist.

00:00:24: Er vergleicht ihn mit dem Brausen des Windes, von dem man nicht sagen kann woher er kommt oder wohin er geht.

00:00:31: Kennen Sie das?

00:00:33: Man kreist um ein Problem manchmal tagelang.

00:00:37: Man denkt grübel, sucht und kommt trotzdem nicht weiter.

00:00:42: Und dann irgendwann gibt man innerlich eigentlich auf!

00:00:47: Man lässt das Thema ruhen oder lässt es sogar ganz los... ...und in diesem Moment unter der Dusche beim Spazieren gehen, beim Putzen mitten in der Nacht oder in der Früh im Dämmerzustand kommt ein Gedanke wie aus dem Nichts Und man weiß, einen Lösungsweg.

00:01:10: Einen neuen unerwarteten Ansatz.

00:01:15: Ich habe lange gedacht das ist einfach so.

00:01:17: Das Gehirn arbeitet im Hintergrund weiter.

00:01:20: Irgendwann spuckt es etwas aus Doch mittlerweile ordne ich das anders ein.

00:01:26: Mittlerweile denke ich Das ist Gottes Geist.

00:01:30: Der weht eben wo und wann er will Und meistens dann wenn ich aufgehört habe ihn zu erzwingen.

00:01:37: Im Evangelium heute spricht Jesus mit Nicodemus über diesen Geist, der wie ein Wind weht wo er will.

00:02:07: Das kannst du nicht.

00:02:08: Du kannst den Geist nicht fassen, du kannst ihn nicht bestellen wie eine Lieferung, du kannst ihn nicht herbeidenken – du kannst nur offen sein!

00:02:18: Empfangsbereit.

00:02:20: Und ja das ist leichter gesagt als getan.

00:02:24: Wir leben in einer Zeit in der Lösungen auf Knopfdruck erwartet werden.

00:02:28: Sie kennen es bestimmt Es gibt ein Problem Sie suchen im Internet, sie googeln.

00:02:32: Sie fragen die KI?

00:02:34: Das mache ich auch wenn ich eine Entscheidung treffen muss und das ist ja nicht falsch!

00:02:40: Doch gibt es eine Grenze.

00:02:42: Eine Grenze wo das eigene oder künstliche denken, das eigene wollen, das eigene planen einfach nicht mehr weiter kommt.

00:02:52: Genau dort an dieser Grenze fängt meiner Erfahrung nach oft etwas anderes an Ein Gedanke der sich anders anfühlt als die eigenen, klarer irgendwie oder überraschend.

00:03:06: Vielleicht sanft und trotzdem mit einer Kraft, die man nicht erklären kann?

00:03:14: Vielleicht haben Sie auch solche Momente – Momente wo plötzlich etwas klarer wird was vorher vernebelt war, wo eine Begegnung passiert, die sie nicht geplant haben, wo ein Satz den jemand sagt genau das trifft, was Sie heute brauchen!

00:03:33: Vielleicht ist das kein Zufall?

00:03:37: Ich glaube, dass es der Wind.

00:03:40: Der Wind des Geistes, der weht wo er

00:03:42: will.".

00:03:53: Das war der Impuls für den Tag mit der Theologin Andrea Lendner.

00:03:57: Sie ist Pastoralassistentin und momentan im Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien tätig.

00:04:04: In katholischen Gottesdiensten wird in dieser Woche zweite Woche der Osterzeit aus dem Johannes Evangelium gelesen.

00:04:11: Heute, Kapitel drei, sieben bis fünfzehn.

00:04:15: Den Impuls können Sie auf Spotify nachhören oder über unsere Website radioclassik.at.

00:04:21: podcast.

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