Digitaler Energiehunger, Ukraine-Kredit, Wahl in Ungarn etc.
Show notes
Gleich zwei Ausgaben des Libratus Onlinemagazins stehen im Mittelpunkt dieser Sendung: radio klassik-Chefredakteur Christoph Wellner spricht mit Libratus-Herausgeberin Gudula Walterskirchen den digitaen Energiehunger und stellt die Frage wie der weltweit benötigte Strombedarf von Rechenzentren mit der geforderten individuellen Einschränkung des Energieverbrauchs zu vereinbaren ist. Weitere Themen sind der Ukraine-Kredit der EU - und seine Blockade durch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Kontrastierend dazu gibt es einen Bericht über die Behandlung der "Donauschwaben" nach dem 2. Weltkrieg und die Aufarbeitung im Ungarn von heute.
In der Vorschau auf die "Osternummer" des Libratus Onlinemagazins geht es u.a. um "Geist und Gott", die Begrifflichkeit des Vertrauen und um wissenschaftliche Erforschung von Nahtoderfahrungen.
Show transcript
00:00:02: Grüß Gott und herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe von Libratus on Air.
00:00:14: Das ist unser Radiomagazin in Kooperation mit Libratius Online, der digitalen Wochenzeitung.
00:00:21: die Herausgeberin und Chefredakteurin Guddu der Waldeskirchen ist wieder zu Gast bei uns im Studio.
00:00:26: Herzlich Willkommen!
00:00:27: Dankeschön, Grüßgott.
00:00:29: Wir haben eine brandaktuelle Ausgabee Online vor uns.
00:00:33: Seit gestern sind einige neue Artikel online.
00:00:38: Energie ist ein Stichwort, das momentan leider wieder aktueller ist als wir es uns erhofft haben – der digitale Energiehunger!
00:00:47: Das ist jetzt ganz prominent auf Libratus Online zu sehen.
00:00:52: Ja, das ist ein sehr interessanter Text.
00:00:54: Es wird ja eine sehr stark propagierte Digitalisierung.
00:00:58: Also alle Lebensbereiche sollen digitalisiert werden.
00:01:01: Manches sinnvoll, manches kann man sich überlegen.
00:01:04: ist es jetzt unbedingt notwendig dass man alles noch mehr digital erledigen kann und das nicht manchmal auch umständliches analog?
00:01:10: aber das ist ein eigenes Feld.
00:01:12: Und an diese Digitalisierung zeigt sich ja auch in der Fassierung von künstlicher Intelligenz.
00:01:17: dann sollen die Bitcoins also diese elektronische Währung dann soll es auch den elektronischen Euro geben und alle diese Dinge werden propagiert, dass sie das Leben einfacher machen, dass ihr neue Möglichkeiten bieten.
00:01:30: Das ist ja auch richtig mit allen Schwierigkeiten, die damit verboten sind vor allem beim digitalen Euro.
00:01:36: Aber was nicht bedacht wird oder auch nicht gesagt wird ist das braucht unglaublich viel Energie.
00:01:43: also wenn man sich überlegt dass allein ein Google Suchmaschine beziehungsweise die KI, die Google verwendet.
00:01:51: Die müssen ein eigenes Atomkraftwerk in den USA bauen weil das so unglaublich viel Energie verbraucht.
00:01:57: also nur jetzt für diesen Bereich KI bei Google.
00:02:01: Jetzt kann man sich vorstellen wenn wir uns dann alles andere auch noch zunehmend digitalisiert oder dieses Streaming Dienste ja Das bedenkt man gar nicht was das alles an Energie verschlingt.
00:02:13: und Unsere Artoren, die Daphnirubi, die auch für den ÖA eins arbeitet.
00:02:19: Die hat recherchiert bei Experten und sie sagen dass sich dieser weltweite Strombedarf nur aufgrund der Digitalisierung in den nächsten Jahren also spätestens bis zu zwanzig dreißig und es ist schon in vier Jahren verdoppeln wird.
00:02:33: Und das sagen Sie, das ist noch konservativ geschätzt.
00:02:35: Das könnte auch noch viel mehr werden.
00:02:37: Jetzt kann man sich überlegen, auf deiner Seite sollen wir Energie einspannen weil wir einfach zu wenig Energie zur Verfügung haben, egal aus welchen Ressourcen.
00:02:45: Und auf der anderen Seite eine Verdoppelung der Energie nur für diesen Bereich der Digitalisierung.
00:02:51: Da fragt man sich wie soll es sich ausgehen?
00:02:53: und haben alle anderen Einsparungen Ideen einen Sinn?
00:02:59: Genau, das wäre jetzt meine Frage gewesen.
00:03:01: Wie sich das alles zusammen ausgeht?
00:03:02: Weil es ist auch ähnlich wenn man sich jetzt überlegt die Kriege auf der Welt werden leider mehr.
00:03:09: und was da an Umweltverschmutzung passiert.
00:03:13: Was hier passiert wird nie thematisiert und man soll dann quasi im Vergleich dazu innerstädtisch auf das Auto verzichten und hat dadurch irgendwie einen Beitrag zum Klima gebracht.
00:03:25: Und wenn ich mir das jetzt überlege Es gibt ja dann auch so Größenvergleiche, dass Bitcoin so viel verbraucht wie ganze Länder nur das das System hält.
00:03:37: Wie kann man so etwas argumentieren?
00:03:40: Man kann es eigentlich nicht akumentieren.
00:03:43: Also ein Beispiel ist, weil sie die Haushalte hernehmen Irland hat ja einen guten Wirtschaftsaufschwung genommen unter anderem, weil Sie sehr stark A auf Steuererleichterungen gesetzt haben aber B auch in dem sehr viele internationale Konzerne wie zum Beispiel auch Google und andere ihre Rechenzentren dort
00:04:02: haben.
00:04:03: Und mittlerweile ist es so dass aktuell mindestens zwanzig Prozent des gesamten Energiebedarfs von ihr Land, also alles inklusive produzierende Betriebe und Haushalten alles zusammengenommen nur in diese digitalen Rechenzentren läuft.
00:04:21: Das heißt Die müssen jetzt ein Kabel legen nach Frankreich.
00:04:27: Dort werden die Atomkraftwerke, die eigentlich schon hätten geschlossen werden sollen oder langsam abgeschaltet weil sie halt schon so alt sind, prolongiert.
00:04:35: das heißt die laufen weiter.
00:04:36: also stichwort Umwelt.
00:04:38: Also hier haben wir das Atom Kraft Thema wieder.
00:04:42: Das ist ohne Atomenergie wird sowieso nicht gehen und von der haben wir auch noch zu wenig.
00:04:46: Insgesamt passen diese Dinge überhaupt gar nicht zusammen, auch gerade die Umweltfrage.
00:04:53: In den Siebzigerjahren, als wir auch eine Energiekrise hatten, da wurde man ja auch trainiert aufs Energiesparen.
00:05:00: Die berühmte Scheite bietet das Licht aus, wenn du in einem Raum gehst.
00:05:04: Das haben viele noch immer verinnerlicht.
00:05:06: und woher halt stellen sich die Dinge anders?
00:05:08: dadurch durch die energiesparenden Leuchtstoffe?
00:05:11: Aber insgesamt haben wir als Generation das noch thermas implementiert bekommen.
00:05:16: dass Energie verschwenden ist quasi ein No-Go.
00:05:19: Und heute tut man so, naja Hauptsache es ist Strom.
00:05:22: Weil Strom ist ja sauber und dann verspräumen wir das in alle Richtungen und das kann sich nicht ausgehen.
00:05:28: also man muss das Ganze sehen und ich glaube es ist auch eine gute Gelegenheit Digitalisierung an sich einmal zu hinterfragen.
00:05:36: Ist es unbedingt notwendig, dass ich einen elektronischen Ausweis habe?
00:05:40: Wieso genügt nicht der den ich immer schon eingesteckt hab.
00:05:44: Das zwingt nämlich dann alle Leute das sie sich ein Handy nehmen müssen – das kostet ja wieder viel Geld!
00:05:49: Das muss man sich einmal leisten können.
00:05:51: Dann musst du das immer mit dir rumschleppen auch bei der Jugend die ja kein Handy verwenden sollen.
00:05:56: wenn da Schülerausweis wie jetzt von der Politik gewünscht ist digital erfolgt und dann ist womöglich der Akku leer.
00:06:03: Oder was machen wir bei einem Stromausfall?
00:06:06: Was machen wir beim Terroranschlag oder auch nur technischen Problemen in einer Energieversorgungsunternehmen.
00:06:14: Dann steht das ganze Leben still, inklusive der Supermärkte und der Gerichte alles.
00:06:21: Also ich denke hier ein bisschen zu überlegen ob nicht das Analoge im manchen Bereichen doch sinnvoll ist weiterzuführen alles unter dem Schlagwort Digitalisierung voranzutreiben, wäre vielleicht auch vor dem Hintergrund der Energiekrise und das Energiebedarf seine gute Gelegenheit.
00:06:41: Sagt Gudula Walterskirchen Sie ist Chefredakteurin und Herausgeberin von Libratus Online.
00:06:47: Krieg ist schon zweimal thematisiert worden heute in unserer Sendung.
00:06:52: Leider setzen wir mit diesem Thema auch fort, es geht in dem Fall jetzt um die Ukraine und um Geld, mit dem dieses Land unterstützt werden soll.
00:07:03: Der Ukrainekredit das ist ein Problemfeld dass nicht nur durch ein Land besonders erschwert wird sondern überhaupt mehrere Fragen offen lässt.
00:07:14: Also es ist allgemein so, dass man sagt also die Ukraine braucht Geld damit sie weiter existieren kann und dass er sich weiter verteidigen kann.
00:07:22: Das war ja auch auf dem EU-Gipfel jüngst das Thema.
00:07:26: ein Land konkret Ungarn wir können es ruhig benennen, Orban sagt stimmt da nicht zu?
00:07:32: Es müssen ja alle zustimmen!
00:07:34: Und jetzt ist die Diskussion dermaßen, dass Man sagt Orban ganz schrecklich weil er will der Ukraine kein Geld mehr geben und dann gehts zugrunde.
00:07:43: Bis April braucht es das, sonst geht sich der Staatshaushalt nicht mehr aus.
00:07:48: Was allerdings dahinter steht wird überhaupt nicht mehr besprochen nämlich dass dieser Kredit in Liebigkeit ist natürlich kein Kredit sondern den Kredit nimmt die EU auf und gibt das Geld zinsenfrei an die Ukraine weiter.
00:08:02: Die Ukrainer sagen alle niemand behauptet ernsthaft dass sie das jemals wieder zurückzahlen werden können.
00:08:08: Es ist auch völlig unrealistisch, dass es aus russischen Reparationszahlungen geteilt wird.
00:08:13: Also de facto schenkt die EU der Ukraine Geld und die EU-Staaten müssen natürlich auch die Zinsen dieses Kredits bezahlen.
00:08:21: Gut das ist die eine technische Seite.
00:08:23: Die andere Seite so viel wird es verwendet?
00:08:26: Das wieder.
00:08:26: nur ein Teil nämlich dreißig Milliarden ist gewidmet für den Haushalt.
00:08:29: Das heißt also, dass die Beamten weiter bezahlt werden können als das Staatswesen noch weiter funktioniert.
00:08:34: wie lange wird man sehen?
00:08:36: Das Geld reicht und sechzig Milliarden sind aber für Waffenkäufe gewidmet, also auch offiziell deklariert.
00:08:43: Und da stellen sich natürlich die Frage erstens einmal wie lange will man dass dieser Krieg noch weitergeht?
00:08:50: Also das ist vielleicht jetzt etwas provokant, aber da steht schon die Frage dahinter wie viele Menschen müssen auf beiden Seiten muss man ehrlicherweise sagen sterben bis es dann einmal genug ist?
00:09:01: der dauert länger dieser Kriegs als der erste Weltkrieg Und das war schon ein grauenvoller Abnützungskrieg.
00:09:07: Das heißt, was sind jetzt überhaupt noch die erreichbaren Ziele?
00:09:11: Wann ist jetzt die Zeit ernsthafter mal in Friedensverhandlungen einzustellen?
00:09:14: Weil wir den Frieden wird sehr wenig gesprochen.
00:09:17: Das heisst nicht dieser Anspruch wo man sagt naja... der ursprünglich war, also es darf kein Zoll-Land hergegeben werden.
00:09:25: Das ist eh nicht mehr haltbar.
00:09:27: Es ist schwierige Frage zu sagen so und jetzt ist es genug und jetzt arbeiten wir wirklich mit allen Mitteln daran dass es jetzt einmal beendet wird.
00:09:36: Und die zweite Frage die sich für Österreich speziell stellt ist eine schon heikle Die wurde ein bisschen von unserem Bundeskanzler vom Tisch gewischt nämlich die frage der Neutralität.
00:09:46: Wir zahlen aus österreichischer Staat jetzt zwar nicht mit, indem wir überweisen jetzt übermorgen drei Milliarden, damit es quasi an die Ukraine weitergereicht wird.
00:09:56: Aber da hat auch das Wetter zu alle in der EU sind, wird natürlich aus unseren Beiträgen aus dem EU-Haushalt bezahlt.
00:10:04: Wenn man sagt, dass Staatswesen soll erhalten bleiben ist ein wichtiges Ziel und dann ein total zusammenbruch stattfindet von der Verwaltung.
00:10:12: absolut legitim, auch für humanitäre Zwecken natürlich.
00:10:15: Aber bei den Waffenkäufen ist es meinem Dafürhalten nach schon heikel denn egal welches Etikett man da draufklebt ja es wird trotzdem indirekt zumindest von Österreich mitgezahlt und dieses Thema wurde eigentlich überhaupt nicht angesprochen beziehungsweise eben mit dem Scheinargument das handelt sich ja nicht um eine Direktzahlung dann einfach abgetan.
00:10:40: Und dann kommt noch die ethische Frage, hilft man den Menschen jetzt in der Ukraine?
00:10:46: Den Müttern, die um ihre Söhne bangen oder um ihre Eheminder oder denen, die an der Front ziehen und einfach auch nicht mehr können.
00:10:52: Hilft man denen wirklich wenn es wieder um Waffenkäufe geht?
00:10:57: Oder wäre es nicht besser die EU-Würde sich mit dafür einsetzen dass es ähnliche ernsthafte Friedensverhandlungen gibt?
00:11:04: Das sind die Dinge, die dahinter stehen und das sollte man nicht ausblenden sondern die müssen diskutiert werden
00:11:11: Wobei genau das wahrscheinlich das Schwierige ist, weil EU-Themen werden nicht gern diskutiert.
00:11:16: Weder von der Politik noch will das Volk darüber diskutieren und letzten Endes auch Bescheid wissen denke ich.
00:11:22: Wir haben Ein Land erwähnt, dass hier jetzt besonders im Fokus steht Ungarn und Viktor Orban der gegen diesen Kredit ist.
00:11:31: Er selber hat ganz offensichtlich andere Sorgen auch noch weil in kürze in diesem land gewählt wird und einen noch vor kurzem sicher scheinende Wiederwahl ist nicht mehr ganz so sicher.
00:11:44: Wir haben als Libratus sehr das Glück, dass wir in Ungarn einen eigenen Korrespondenten haben.
00:11:48: Der schreibt jetzt nicht nur für uns aber sehr viel für uns und der sich auch über die Hintergründe sehr gut auskennt und der auch regelmäßig berichtet.
00:11:57: Und es ist wirklich sehr interessant mehrmehr ein Phänomen, dass in einer Demokratie jetzt nicht ungewöhnlich ist, dass nach sechzehn Jahren an der Macht die Leute sagen naja irgendwann braucht sie mal einen Wechsel.
00:12:08: Das gibt natürlich auch andere Bevölkerungsgruppe.
00:12:13: Der ist der Einzige, den Ungarn noch retten kann und der uns vorwärts gebracht hat.
00:12:17: Und der uns die billige Energie sichern kann... ...und der Brüssel die Stirn bietet.
00:12:22: und der anderen sagt genau das ist das Problem weil wir sind jetzt die Outcasts.
00:12:25: Das hat sich hier etwas ereignet in den letzten Monaten und auch Jahren dass die ungarische Bevölkerung sehr gespalten ist.
00:12:33: also wir kennen das ja auch aus unseren Krisenzeiten.
00:12:38: Also das ist wirklich sehr emotionalisiert auch derzeit, dass ein Wahlkampf läuft mit gegenseitigen Vorwürfen.
00:12:44: Die aber auch in der Bevölkerung sehr aufgegriffen werden und das ist etwas was für Ungarn eigentlich nicht so typisch ist denn die haben doch eher einen homogenen Eindruck gemacht in der Vergangenheit.
00:12:55: Aber hier mischt natürlich auch das Ausland indirekt mit Dass.
00:12:58: man sagt also Orban wenn er weg ist dann endlich kann die EU wieder einstimmig agieren weil daher mag er wird keine Schwierigkeiten machen und macht damit Also das heißt, der böse Bubel quasi muss weg.
00:13:10: Hier ist es eine quasi aufgebläht oder stilisiert zu einer Schicksalsfrage für Europa – ich halte das für völlig übertrieben und ich glaube sie ist auch sehr vernünftig und gut wenn die Menschen in Ungarn selber ihre Entscheidung treffen weil es geht ja um ihr Land und dass sich dann nicht immer alle einmischen und ihnen Senf dazugeben.
00:13:30: Und sehr interessant ist, und da wollten wir ein bisschen einen Kontrapunkt setzen.
00:13:34: Dass es ja nicht alles schlecht ist was in den letzten Jahren und unter Orbern passiert ist.
00:13:39: Manches übrigens auch an seiner Politik schon übernommen worden.
00:13:43: Wir erinnern uns an die Sicherung der Schengen-Außengrenze.
00:13:45: Da profitiert Österreich massiv davon weil nämlich die illegale Zuwanderung über die Ostgrenze faktisch nicht mehr vorhanden ist und das werden wir dann sehen wie sich das dann entwickelt.
00:13:57: Aber da wollten wir bis zu Wustoch eine Stimme aus Ungarn hineinnehmen, der auch mal auf was Positives hinweist.
00:14:03: Wie wir überhaupt immer wieder versuchen auch positive Dinge in den Vordergrund zurück.
00:14:07: Und das ist ein sehr interessanter Beitrag eines jungen Ungarn namens Tamasch von Neu Ich hoffe, ich habe das richtig ausgesprochen und der beschreibt die Situation der deutschsprachigen Minderheit in Ungarn.
00:14:19: Und auch historisch diesen Hintergrund wissen vielleicht viele nicht mehr, dass er nach dem Zweiten Weltkrieg die deutsch- sprachigen Ungarn, also die sogenannten Donausschwaben ausgetrieben wurden – die Potsdamer Konferenze, Die Deutschsprachigen sollen also quasi das in ihre angestammte Heimat zurück, obwohl es gar nicht mehr Reheimat war.
00:14:41: Und das hat natürlich dramatischen Szenen geführt auch im Ungarn mit Deportationszügen einer Zwangsumsiedlung bis zu den Achtundvierzig.
00:14:50: eine Viertelmillion Menschen waren betroffen allein in Ungarn und insgesamt vierzehn Millionen Menschen wurden aus Osterupper vertrieben, wir erinnern uns auch Czechoslovakia Und es ist aber ein Teil, eine über dreihunderttausend Menschen deutschsprachige Sinne in Ungarn verblieben.
00:15:09: Und diese haben in den letzten Jahren sehr viele Rechte bekommen.
00:15:14: Es gibt zu keinen eigenen Gedenktag für diese Vertreibung, es gab eine offizielle Entschuldigung der ungarischen Regierung auch bei den Nachkommen dieser von der Vertreibungen betroffenen und die haben eine ganz starke eigentlich Minderheitenstellung.
00:15:28: Ich denke man gehört das auch zum Bild dazu wenn man sagt keine Rechtsstaatlichkeit und Minderheit feindlich Also ganz ist es dann auch nicht.
00:15:35: und Tom ist immer wichtig, der Blick zu richten.
00:15:38: Wie schaut's denn in der Realität aus?
00:15:40: Und wie empfinden das die Menschen, die in einem Land leben?
00:15:44: Sagt Gudda Walterskirchen über die aktuellen Themen, über die aktuelle Ausgabe von Libratus online.
00:15:51: Vor einem Monat sind wir hier zusammengesessen und da hat sie im Studium noch ganz frisch nach einem Printprodukt gerochen direkt aus der Druckerei die zweite gedruckte Ausgabbe vom Libratuss.
00:16:03: Den Printprodukt?
00:16:05: Ja, also wir haben jetzt seit diesem Produkt das ist die Ausgabe eins.
00:16:10: Das ist nach zwanzig sechsundzwanzig nicht mehr nur im Abo sondern man kann es auch in Verkaufsstellen erwerben Und ab heute genau liegt es in allen Bahnhofsbuchhandlungen, also die sind ja sehr frequentiert.
00:16:24: Also die gut sortierten Bahnhofbuchhandlung und auch Flughäfen legt jetzt unser Brandprodukt aus und das heißt wenn man nicht warten will oder noch kein Abo nehmen will kann man sich's auch von dort ganz bequem mitnehmen.
00:16:38: Nächste Woche ist Ostern.
00:16:39: Es gibt eine... Ausgabe natürlich auch rund um Ostern, machen wir schon eine Vorschau darauf.
00:16:47: Was wissen Sie denn schon was dort reinkommen wird?
00:16:50: Wir haben uns da bemüht bei unserer Ostern nochmal mal ein bisschen in die Tiefe zu gehen und sind da sehr philosophisch, auch psychologisch und theologisch unterwegs.
00:16:59: also ein bisschen die aktuelle Politik zurückgenommen, um aber auch vielleicht eine kleine Art in Pause von den Katastrophen dieser Welt und Krisen der Welt zu geben.
00:17:09: Und einmal ein bisschen auch zur Besinnung zu kommen.
00:17:12: Da haben wir ganz spannende Gastautoren in dieser Nummer.
00:17:17: Einer ist Erwin Bader, ist Theologe und Philosoph vor allem.
00:17:25: Der beschäftigt sich mit dem Thema Geist und Gott.
00:17:28: Also da könnte man wahrscheinlich eine ganze Bibliothek füllen mit diesem Thema.
00:17:32: Aber er versucht in einem Kommentar, der wirklich das zu fokussieren wird ganz zentralen Fragen nämlich der moderne Menschen vorher schon die Digitalisierung und die künstliche Intelligenz angesprochen glaubt er ist ein super Mensch mit Superfähigkeiten und nimmt kann auch Superfähigkeit noch dazunehmen über die Technik.
00:17:52: aber die Frage auch verdankt er das was an Fähigkeiten hat, sich selbst.
00:17:59: Oder kann der Mensch alles wollen, was er will?
00:18:03: Also das ist ja auch eine sehr interessante Frage die ein weiteres Welt aufmacht.
00:18:08: oder jetzt wenn man wirklich diese schrecklichen Dinge die passieren in der ganzen Welt oder auch in einem seinem Umfeld, kann der Menschen selbst etwas Gutes anstrebt dass aus sich heraus erreichen oder braucht er da noch nicht etwas, was ihm dazugegeben wird?
00:18:24: Also hier bewegen wir uns in den ganz zentralen Dingen die den Menschen eigentlich ausmachen.
00:18:32: Die ihn zu dem machen, was er ist und auch mit seinem Willen zu tun haben.
00:18:37: Auch der Demut, die oft heutzutage fehlt.
00:18:40: Hier hat man sicher eine Menge zum Nachdenken zum reflektieren und vielleicht führt das auch dazu, dass man mal das eine oder andere gute Buch z.B.
00:18:51: das neue Testament zu handeln sich überlegt, woher kommen denn eigentlich meine Kräfte?
00:18:56: Und warum bin ich so geschaffen wie ich bin?
00:19:00: Sagt Gunula Walterskirchen.
00:19:03: Stichwort Vertrauen.
00:19:05: da gibt es ja auch eine interessante Paarung in der kommenden Ausgabe.
00:19:09: Ja, also wir haben ja immer wieder jetzt die Meldungen.
00:19:12: Ich rede mal von Österreich, dass das Vertrauen in Institutionen schwindet, dass zum Beispiel noch mehr etwas mehr sein Drittel der Österreicher Vertrauen an die Politik und politische Persönlichkeiten und Institution hat – und das ist wirklich nicht sehr viel!
00:19:26: Und die Frage, die darüber hinausgeht und da sind wir uns wieder in der Theologie und in der Philosophie vor allem, wie ist denn das mit dem Vertrauen?
00:19:35: Und hier gibt es sehr, habe ich mich ein bisschen umgehört, sehr interessante Zugänge.
00:19:40: Vielleicht kennen Sie viele der Hörer die gerade jetzt emeritierte Professorin Hannah Barbara Gell-Falkowitz hat sich sehr mit diesem Thema beschäftigt oder auch der deutsche Theologe und Unersetzprofessor Sebastian Ostridge.
00:19:55: Die haben sich Gedanken gemacht über die Frage Vertrauen nicht als naives Vertrauen, sondern dass Vertrauen eigentlich ein Wagnis ist.
00:20:05: Wenn man zum Beispiel denkt bei der Eheschließung ja und vertraut einem anderen seinen Partner so sehr das man im Große sein ganzes Leben anvertraut und ihm vertraute auch bis zu Lebensende einen begleitet Erd nicht bedrückt hilft also auch des vertraulenden Kindes in die Eltern.
00:20:25: Also Vertrauen ist eigentlich ein Wagner ist ihre These Und Sebastian Ostridge hat es sehr stark auseinandergesetzt mit dem Themenbereich Vertrauen als Tugend.
00:20:38: Also hier kommen wir auch wieder in diese Bereiche des auch Theologischen, aber auch Psychologischen und das spricht er auch an – in seinem Wortmengels war ein sehr gutes Referat, dass er da auch gehalten hat Was macht eigentlich das Vertrauen aus?
00:20:55: Woran mangelt es, dass es immer weniger Vertrauen gibt und wo sind die Ressourcen für das Vertauen.
00:21:00: Also auch das wird einen weiten Bogen aufspannen und vielleicht auch animieren, das eine oder andere gute Buch dazu zu handzunehmen.
00:21:08: Spannende Themen in der kommenden Ausgabe des Libratus Magazins.
00:21:13: Ein Stichwort habe ich noch auf meinem Zettel Nahtoderfahrungen.
00:21:18: Ja, das ist ja auch ein wahnsinnig spannendes Thema.
00:21:21: Es gibt einen oder anderen, der sich schon damit auseinandergesetzt hat, dass menschliche Sterben und der menschlichen Tod beschäftigt uns natürlich massiv.
00:21:29: Und gerade Ostern ist ein guter Termin über dieses Sterben nachzudenken – es wird da wieder mal ins Bewusstsein gerufen!
00:21:40: Was bedeutet das eigentlich für den Menschen?
00:21:42: Nicht nur jetzt, für die Zeit danach mit der Auferstehung.
00:21:46: Sondern was bedeutet es auch konkret für das Leben davor?
00:21:48: und was ist der Sterbeprozess?
00:21:51: Dieser Übergang quasi in die andere Welt – und hier gibt's ja eine Fülle an Literatur!
00:21:56: Und wir haben da versucht ein bisschen einen Überblick zu geben, was sagt eigentlich die Wissenschaft über die Nahtoderfahrungen.
00:22:02: Also nicht nur Einzelbeschreibungen bei Erlebnisberichte sondern auch wirklich... Es gibt sehr viel wissenschaftliche Evidenz mittlerweile dafür.
00:22:11: Und das ist hochspannend.
00:22:13: zum Beispiel, um nur eine Zahl herauszugreifen dass fast alle Menschen die befragt wurden zb nach Herzstillstand gibt es eine sehr spannende Studie haben irgendwas erlebt in dieser Phase bevor sie wieder zurückgeholt worden ins Leben und ein Viele haben eben diese berühmten Lichterfahrungen berichtet und über dieses Eingehülltsein, diesen Tunnel wo dann das Licht am Ende ist.
00:22:39: Aber es gibt auch eine erheblichen Prozentsatz in dieser Studie waren es doch vierzig Prozent die über geschreckliche oder bedrückende Erfahrungen berichteten unterschiedlichster Art und also dass auf sich selbst geworfen sind.
00:22:55: Also verschiedene Dinge haben sie da berichtet.
00:22:57: ich will jetzt nicht alles verraten hochspannend und wie gesagt, dass er nicht nur abzutun.
00:23:02: Also naja gut, da haben wir dabei irgendwie was in so einem Art Rauschzustand irgendwas erlebt sondern eben diese wissenschaftliche Auseinandersetzung damit und das ist durchaus interessant.
00:23:13: Danke, Gudula Walterskirchen für die Informationen und auch schon für die Vorausschau auf die kommende Ausgabe von Libratus Online.
00:23:21: Danke für den Besuch!
00:23:22: Sehr gerne, danke für die Einladung!
00:23:24: Von dieser Stelle dürfen wir jetzt schon einmal gesegnete Ostern wünschen.
00:23:27: in einem Monat gibt es hier wieder die nächste Ausgaben von Libratos On Air.
00:23:32: Alle Informationen zum digitalen Wochenmagazin Libratous Online finden Sie auf unserer Website.
00:23:37: Wir verlinken auf die Website vom Libratos online wo sie auch die aktuelle bringt Ausgabe kaufen können.
00:23:43: Auf Wiederhören!
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