akj- 260323#Valerie Fritsch_Kultur

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00:00:16: Zum Auslandskulturschinal begrüßt sich Stefan Hauser.

00:00:20: Heute geht es um die österreichische Schriftstellerin Valérie Fritsch.

00:00:29: Nach ihrer Matura, sie absolvierte sich ein Studium an der Akademie für angewandte Fotografie und arbeitete sie als Fotokünstlerin.

00:00:38: Sie ist Mitglied des Grazer Autoren-Kollektivs Plattformen.

00:00:41: Publikationen in Literaturmagazinen und Hantologien gibt es von ihr.

00:00:46: Zwei Tausende Elferginerte Büro waren die Verkörperungen.

00:00:50: Marie Fritsch liebt den Graz und Wien!

00:00:53: Wie ist sie zum Schreiben gekommen?

00:00:54: Und hat das Interesse und die Lust daran

00:00:57: entdeckt?!

00:00:58: Es ist ganz einfach, ich konnte nie etwas besser und ich habe nie etwas lieber gemacht als schreiben.

00:01:03: Und hab die immer die große Freiheit genossen mit sechsundzwanzig gestärmtes Alphabet alles machen zu können.

00:01:10: Und so bin ich dann dabei geblieben auch beruflich.

00:01:14: Das habe ich früh entdeckt als Schülerin.

00:01:17: Ich habe ausschreifende Deutschaufsätze geschrieben.

00:01:21: Sehr schnell war mir klar, ich möchte das beruflich machen und alles auf eine Karte setzen.

00:01:25: Und Schriftstellerin beim Urkampverlag werden ganz bescheiden.

00:01:28: Ich habe das mit fünfzehn auf einer Liste geschrieben auf eine was möchte ich in zehn Jahren erreicht haben Liste.

00:01:34: Tatsächlich hatte ich das Glück schon früh, schon Anfang zwanzig mein erstes Buch zu veröffentlichen.

00:01:40: wie wurde ein bisschen beobachtet auch von meiner Dektorin die jetzt die Programmchefin von Zuckermis.

00:01:46: und kurz vor meinem fünfundzwanzigsten Geburtstag habe ich eine Anfrage für den Roman bekommen.

00:01:50: Ich habe sehr gerne Ja gesagt und dann diese alte zerknülteliste tatsächlich abgehakt.

00:01:55: Und einen Schnaps

00:01:56: getrunken.".

00:01:57: Drei Romane von Valarie Fritsch erschienen bisher bei Suhrkamp, Zitonen, Herzklappen- und Winterskanken.

00:02:20: verbringe Tage und Stunden mit Gewalt, Opfern.

00:02:23: Reise bis nach Kasachstan sehen wir die alten Kriegsgefangenen Lager an also je nachdem was ein Buch

00:02:29: erfordert.".

00:02:30: Hier in Ausschnitt aus ihrem Roman Winterskarten so heißt die düllische Kolonie jenseits der Stadt indem alles übig wächst und gedeiht die Pflanzen wie die Tiere in der die Alten abends geigend auf der Veranda sitzen.

00:02:43: Anton Winter wuchs als Sohn eines Geigenbauers auf, in einem einzigen riesigen Garten ohne Zeitrechnung zu einer Zeit, als man noch einen Schicksal hineingeboren werden konnte.

00:02:54: Die Gartenkulonie war einst von verbekannten Söhnen und Naturärzten, von schmalibigen Asketen und ein paar Gelehrten von Bauern- und hochgewachsenen Frauen mit Strohhüten gegründet worden, als der Staat sich auflöste und die Stadt droßt und der Mensch so ratlos geworden war das er in die Natur gehen musste um sich zu erneuern.

00:03:15: Die Damen saßen zwischen Rebaba und Erdbeeren, Und die Herren lehnten sich aus den Fenstern des Hauses Um dem Bäumen das Obster runter zu pflücken.

00:03:24: Die Kinder liefen nackt über Grund- und Boden der allen gehörte, Und abends aß man mit bloßen Füßen im Gras.

00:03:33: War es anfangs eine Ansammlung von Leuten So unterschiedlich wie Tag und Nacht, die einer Idee verbannt?

00:03:39: So waren es später die vielen Ideen, die zu jener ersten hinzustießen, Während die einen den Fortschritt verdammten, schmeten die anderen den Stillstand.

00:03:54: Als Anton Winter zur Welt kam war jener Gemeinschaft des Anbeginns längst aufgedröselt und zu einer kaum überschaubaren Großfamilie geschrumpft, die aus den Liebschaften der Vergangenheit hervorgegangen und im Garten treu geblieben war.

00:04:09: Zwanzig bis dreißig Menschen lebten je nach Tageszeit in dem gewaltigen Haus und in zwei angrenzenden Nebengebäuden.

00:04:16: Inmitten von Wiesen, Feldern und Weltern fern von den Straßen.

00:04:21: fremde Nachbarn, so entlegen dass man nicht zu ihnen sah.

00:04:26: Eingefasst von einem verrückten Garten dessen Ränder in die Landschaft schmolzen.

00:04:32: Alles hier lebte und wandelte stetig.

00:04:34: seine Form kam ging Schluckwurzeln und verschwand in diesem

00:04:38: Bienenstock.".

00:04:39: Ein Ostzugers dem Roman Wintersgarten von Valarifritsch.

00:04:43: Im Jänner zwentausendzehnundzwanzig war Valariefritschs am indischen Subkontinent organisiert von der österreichischen Auslandskultur.

00:04:52: Ja, die österreichische Auslandsskultur ist tatsächlich sehr aktiv und hat mich über die Jahre und jetzt fast schon Jahrzehnte immer mal wieder in entlegene Gebiete der Welt geführt und dazu schönen exotischen Lesungen an verschiedenen Orten und auch Kontinenten gebracht kürzlich eben als einer zehntagigen Liederreise zur Daily Book Fair in Indien.

00:05:15: also es sind tatsächlich schöne Brückenschläge mit Büchern, die auch nicht in diese Sprachen übersetzt sind.

00:05:20: In der Welt hinaus.

00:05:22: An der After Daily Book Fair gab es einige Veranstaltungen mit ukrainischen Kollegen und auch mit der ukrainische Vertretung vor Ort, die sich v.a.

00:05:32: den Themen von Krieg- und Kriegsfolgen Kunst im Ausland gebeten haben.

00:05:36: Gespräche mit ukranischen Kollegen auf der Bühne.

00:05:39: Da gab's einen sehr angerekten Austausch.

00:05:43: Ich habe eingebracht das Buch Herzklappen von Johnson & Johnson wo es vor allem um die Weitergabe transgenerationalen Traumata

00:05:51: in Familien

00:05:51: geht, insbesondere auch Kriegsfolgen aus dem Zweiten Weltkrieg bis heute sozusagen eine Art von Sprachlosigkeit und Schweigen in Familiendynamiken vererben.

00:06:01: Ich hatte das Glück dass die Kolleginnen und Kollegen der Auslandskultur alles willkommen heißend waren und ich hatte viele Angebote in den Pausen nicht nur die Buchmesse kennenzulernen sondern auch die Stadt.

00:06:14: Ich habe sehr genossen, diese Ecken und Straßen und Restaurants kennenzulernen.

00:06:23: Blick in die Welt Das Auslands Kulturjournal In Zusammenarbeit mit der Sektion für internationale Kulturangelegenheiten des Außenministeriums.

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