akj- 260316#Lotte Kristoferitsch

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00:00:02: Blick in die Welt.

00:00:04: Das Auslandskulturschoral In Zusammenarbeit mit der Sektion für internationale Kulturangelegenheiten des Außenministeriums.

00:00:16: Im heutigen Auslands-Kulturjournal hören Sie Lotte Christoph Ritsch, sie steht für Design und kommt aus dem Wiener Studio EOS Mit Themenstellungen für Aufgaben im globalen Süden.

00:00:27: Ja wir wurden im Rahmen der Imagine Dignity Initiative eingeladen einen der drei Themenbereiche zu übernehmen.

00:00:36: Da gab es einerseits bildende Kunst, Architektur und dann eben Design.

00:00:42: Wir haben uns dem Thema Design annehmen dürfen und haben im Rahmen dieser Zusammenarbeit eine Wanderausstellung entwickelt die Imagine Coral Reef heißt.

00:00:53: Dabei geht es um regeneratives Design.

00:00:56: Das ist Design, das über die Nachhaltigkeit hinausgeht.

00:01:00: Wir nennen es ganze Coral Reef weil das Coralen Riff oder eigentlich die Natur die einzigen regenerativen Systeme bietet.

00:01:09: Durch unser menschliches Handeln beeinflussen wir das zum Negativen.

00:01:13: Aber wir nutzen dieses Bild, um sehr einfach und direkt zu erklären was regenerative Systeme sind.

00:01:20: Ja es ist eine Wanderausstellung.

00:01:21: die allererste Ausstellung war in Sarajevo dann ist sie nach Tirana gewandert dazwischen war sie in Berlin Dann zuletzt in Belgrad und ganz aktuell war sie im Februar in New Delhi.

00:01:34: Ganz ganz aktuell sind wir gerade über der Vorbereitung für eine weitere Ausstellung in Indien.

00:01:39: Sechsten April eröffnet die Ausstellung in Bangalore im Science-Center.

00:01:44: Der Einsatz von Pappmaterial, wie auch besondere Lichtfaktoren ist dabei essentiell.

00:01:50: so Lotte Christoph Ritsch von EOS.

00:01:52: Wir versuchen eine Ausstellung einen sehr emersiven Eindruck herzustellen und arbeiten mit übergroßen Korallen, die aus dreißig Kilometer Krettpapier das wurde mit Händen basierend auf einer Anleitung der Werteimschwestern, dass sind amerikanische Künstlerinnen die Miniatur-Korallenriffe aus Wolle häkeln.

00:02:14: Wir haben diese Anleitungen übersetzt und haben das groß skaliert, aus Papmascheben hergestellt und schaffen mit Blaulicht und diesen weißen Korallensstrukturen ein sehr eindrückliches Erlebnis.

00:02:28: Eindrücklich weil wir einen Zustand der Korallen so herstellen können den man vielleicht in den letzten Wochen einmal im Fernsehen gesehen hat, weil das Sterben der Korallenriffe allgegenwärtig ist.

00:02:40: Bevor Korallen wirklich komplett sterben, also bevor sie komplett verkeiken haben Sie noch eine Phase wo sie gerettet werden können und da fangen Sie an in den unglaublichsten Neonfarben zu leuchten.

00:02:52: Und genau das gelingt uns mit diesen weißen Papier korallen und dem schwarzlicht.

00:02:57: Neben der Darstellung des Korallenriffs geht es um weiteres.

00:03:01: Also einerseits gibt es eben diese künstlerische Intervention, das ist dieses Korallenriff.

00:03:05: Dann haben wir uns mit der Regeneration in der Theorie beschäftigt und arbeiten mit sieben Prinzipien die Thomas Weber – das ist ein deutscher Theoretiker – vorstellt.

00:03:18: Die leiten wir ab und verwenden Sie um sieben Designpositionen zu zeigen.

00:03:22: also zum Beispiel eines dieser sieben regenerativen Thesen ist Es gibt keine Copyrights Und diese These legen wir dann auf ein Objekt und machen sozusagen diese unterschiedlichen Aspekte von Regenerationen einerseits leicht greifbar, andererseits sehr konkret anschaulich an einem Objekt.

00:03:39: Damit Imagine-Call Reef auch umgesetzt werden kann gibt es wichtige Kooperationen.

00:03:46: Da gibt's

00:03:46: zwei Schienen.

00:03:47: Einerseits haben wir in unserer korridorischen Arbeit sieben österreichische Positionen ausgewählt.

00:03:52: also einerseits reicht das von Textilfasern, von der Firma Lensing bis zu einem Holzstuhl den der Designer Jakob Niemann gemacht hat aus Pfundstücken die er im Wald seines Vaters gefunden hat.

00:04:03: Und andererseits arbeiten wir in jedem Ort mit einer lokalen Universität zusammen und im Rahmen von Workshops übergeben wir einerseits dieses Wissen des regenerativen Designs und andererseits werden die Studierenden eingeladen in einem sehr kompakten Workshop regenerative Objekte in Gruppenarbeiten zu erstellen.

00:04:22: Wir machen meistens Zahnbürsten, weil die Zahnbürste ist etwas, das gibt es überall.

00:04:28: Fische haben Zahn Bürsten, Bären haben Zahnenbürsten und wir Menschen nutzen auch Zahnbürsten.

00:04:33: also Die Zahnreinigung ist sehr wichtig und man nimmt ihm immer das was man vor Ort vorfindet.

00:04:37: Wir gehen natürlich in ein Geschäft und kaufen eine aber ein Fisch hat eine bestimmte Pflanze der seine Szene schleifen kann.

00:04:45: Also im Rahmen dieses regenerativen Workshops versuchen wir den Studierenden dabei zu helfen, dass sie ihr Wissen über Zahnbürsten zuerst einmal ablegen.

00:04:55: Um dann wirklich zu suchen was in ihrem nächsten Umfeld eigentlich an Ressourcen vorhanden ist um sich am dem Thema Zähneputzen zu widmen.

00:05:05: Jeder Ausstellungsort bietet neue Herausforderungen für das Team von EOS.

00:05:10: Lotte Christophoritsch freut sich dabei über die Unterstützung der österreichischen Auslandskultur.

00:05:16: Wir haben immer das große Glück, dass wir mit den lokalen Kulturforen zusammenarbeiten können.

00:05:21: Die kümmern sich vorab um unterschiedliche Optionen einerseits was die Ausstellungsräume betrifft aber auch andererseits was ganz wichtig ist stellen sie den Kontakt zu den Universitäten her und kümern sich sozusagen um diese ganze Anbahnung von diesen verschiedenen Zusammenarbeiten.

00:05:36: Was wir in den vergangenen Ausstellungen immer gemerkt haben ist einerseits dass die Ästhetik der Ausstellung extrem ansprechend ist also dass die Ausstellung Besucherinnen anzieht, die vielleicht mit Design oder regenerativen Prinzipien noch nie etwas zu tun hatten.

00:05:51: Aber die sehr gerne Content produzieren, der dann auf Social Media weiterpubliziert wird.

00:05:57: In Tirana gab es initiiert durch das Kulturform auch eine große Medienkampagne im öffentlichen Raum.

00:06:03: also da gab's unterschiedliche Litfer-Säulen und ein großes Plakat auf der Galerie und es war extrem gut kommuniziert über die lokalen Nachrichten Und da wusste wirklich jeder Taxifahrer über diese Ausstellung Bescheid und es gab einen großen Ansturm.

00:06:19: Es ist immer schön zu sehen, dass dieser Ausstellung so eine Strahlkraft hat und dass sie allein durch die Erscheinung Besucherinnen anzieht, die man vielleicht sonst nicht erreichen

00:06:43: würde.

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