Passionswege mit Schauspielerin Bettina Buchholz
Show transcript
00:00:00: Es war nur die Idee, wie kann ich anhand meiner eigenen Situation zeigen?
00:00:04: Wie man als Mensch in der heutigen Zeit nicht den Mut verliert.
00:00:27: Anderen Menschen durch die eigenen Erfahrungen
00:00:31: Mut
00:00:31: machen?
00:00:33: Das war die Idee für ein Projekt von Schauspielerin Bettina Buchholz mit dem Benediktiner-Mönchbruder David Steindl Rast zu Beginn ihrer Krebserkrankung.
00:00:44: Um diesen Mut wird es heute in der Sendung Passionswege gehen.
00:00:49: Mein Name ist Veronica Ponelli.
00:00:51: Herzlich willkommen!
00:00:53: Mut
00:00:54: geben auch die Frauen, die Bettina Buchholz in den letzten Jahren immer wieder auf der Bühne verkörpert.
00:01:00: Eti Hilles-Symd zum Beispiel, die in Auschwitz ermordet wurde deren Tagebüche aber heute immer noch vielen Menschen Mut machen.
00:01:09: Also ich muss ehrlich sagen wenn ich das jetzt so sage komme ich mir schäme mich fast dafür weil ich glaube gar nicht so mutig bin wie das so klingt.
00:01:18: Aber ich habe diese Fähigkeit, mit den Mut bei anderen abzuholen.
00:01:24: Ich kann mir vielleicht ein Stück weit den Mut aus anderen oder aus Sachen ziehen.
00:01:28: Ich glaube selber bin ich gar nicht so mutig!
00:01:32: Die Angst vor dem Ungewissen ist ja oft unser Problem und das durfte ich lernen.
00:01:37: und nicht die Todesangst sondern die Todessangst hat jeder.
00:01:41: Das werden wir dann im Angesicht sehen, aber die Angst vor dem Ungewissen und unser spektakuläres Gehirn was uns ins Ungewisse ins unermessliche an Ängsten treiben kann.
00:01:52: Und dass man diesen Unterschied wahrnimmt.
00:01:53: da habe ich auch sehr viel vom Bruder David gelernt.
00:01:55: also das eine ist sozusagen die Furcht und des Anderes die Angst.
00:01:58: also das Eine ist Also Die Enge durch den Geburtskanal durchzumüssen Aber Wir kommen Durch Ja und das andere Ist das Was Uns Einfach Hemd.
00:02:10: Wir haben nur mal diese prehistorischen Mechanismen, also zu fliehen oder stecken zu bleiben und das andere ist eben das Stehenbleiben.
00:02:17: Und dass im Moment sozusagen nicht mehr vorwärts können.
00:02:20: Das Einzige was wir immer wieder versuchen können in dem Leben ist aus diesem Moment der Stache die sich in Panikattacken usw.
00:02:29: auch Raum-und Luft schafft.
00:02:33: Also die zu überwinden und in die Bewegung zu kommen – in irgendeiner Form!
00:02:38: Aus dieser Enge wieder raus.
00:02:41: Deswegen ist, würde ich auch sagen die Angst wirklich notwendig um das zu entwickeln.
00:02:47: Weil wenn ich jetzt in Anfangsstrichen sage nur mutige, dann bin ich an einer gewissen Form auch ein bisschen dumm weil da fehlt mir ja die Erfahrung wofür ich den Mut einsetze und da muss sich ja die Antwort der Kehrseite dieser Erfahrungen kennen sonst kann ich es nicht mit dem Mut bringen.
00:03:08: Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furcht ist sondern der Triumph darüber.
00:03:15: Der mutige Mann ist keiner, der keine Angst hat, sondern der, der die Furchtt
00:03:19: besiegt.".
00:03:22: Ein Wohl am Leben erprobt es.
00:03:23: Zitat von Nelson Mandela in seinem Kampf gegen die Appartheid.
00:03:28: Mut braucht es aber nicht nur den großen Kämpfen – manchmal ist es schon mutig in der Früh einfach nur aufzustehen und sich den Anforderungen des Tages zu stellen!
00:03:39: Vielleicht kennen sie das.
00:03:42: Als Mutprober bezeichnet Bettina Buchholz auch das öffentliche Altern in ihrem Beruf als Schauspielerin.
00:03:49: Es ist, glaube ich eine Mutprobe und ich habe schon damals gedacht die einzigen, die das schaffen sind den Nordländer, also Norwegen-Schweben, Dänemark.
00:03:58: da kannst du einfach Schauspillerinnen zugucken, die alternen genauso wie du.
00:04:01: Ich habe jetzt gerade wieder in Art eine dänische Frau.
00:04:04: Da dachte ich, ja die Frau ist genauso alt und sie hat genau... Die hat das auch!
00:04:08: Sie hat diese Spritzig-und Jugendlichkeit, das Kindliche was in ihr natürlich neu ist und sie hatte aber das optische Alterwerden.
00:04:14: Aber das ist dann ne Mutfrage weil solange da keiner vor die Kamera mit zum Gesicht geht Und dass nicht noch einer und noch Einer und noch einer ist Ist fast so.
00:04:24: Ja Man guckt doch das noch an was da im Fernsehen produziert wird oder um Theater.
00:04:30: Mit Angst und Mut war Bettina Buchholz auch schon in ihrer Kindheit, in besonderer Weise konfrontiert.
00:04:36: Genau!
00:04:37: Also ich bin neunzehntsiebzig geboren im Karl-Marx-Stadt.
00:04:43: Das ist heute Chemnitz.
00:04:45: Das war letztes Jahr Kulturhauptstadt.
00:04:47: das ist so ein bisschen die unbekannte Stadt zwischen Leipzig und Dresden Und die Stadt mit dem krassesten sächsischen Dialekt.
00:04:56: Und meine Oma, die sehr prägend war für mich in meiner Kindheit.
00:05:00: Die war aus Berlin und in diesen Kontrasten habe ich schon mal gelebt.
00:05:03: Also eine Berlinerin, die den sächsischen Dialekt nicht ertrug.
00:05:09: Ich bin aufgewachsen, sagen wir mal, in dem wusste man zu dem Zeitpunkt noch nicht in den letzten Atemzügen der sozialistischen DDR... ...und bin also auch mit all diesen Sachen aufgewachsen.
00:05:21: Das hieß also, ich bin in einer Wochenkrippe gekommen wo man leider die ganze Woche bis aufs Wochenende untergebracht war, das war so eine Idee.
00:05:32: Meine Mutter war sehr jung und hat studiert auf Lehramt, dass man also diese jungen Menschen sofort wieder ins Studium schickt und dann hat man halt das Kind einfach in einer Wochenkrippe gesteckt.
00:05:41: Das war eine der sehr prägendsten Ereignisse was ich zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht bewusst wahrgenommen habe.
00:05:48: Ich hab dann sehr mit Krankheiten reagiert.
00:05:53: Oma, die natürlich noch gearbeitet hat mich zu sich genommen.
00:05:58: Und hat sozusagen zwischen der Arbeit einer dementen Uhr.
00:06:02: Oma ist immer hin und her gerannt und hat irgendwie versucht das irgendwie zu checken in der DDR.
00:06:08: dann kam der nächste Schritt.
00:06:09: ich bin eine sozialistische Kindergarten gegangen also auch mit der ganzen Erziehung.
00:06:16: deswegen bin ich sehr empfindlich was Diktatoren angeht.
00:06:22: Dann bin ich in die Schule gekommen eine russisch-klasse gegangen und da habe ich die Erfahrung gemacht, wir hatten ja Religion nicht weil Religion aus der Sicht von Karl Marx ja Objum fürs Volk ist.
00:06:42: Und dann hat unser Staatsbürger Kundelehrer so hieß es Fach was wir damals hatten um Sozialismus zu lernen, hat eben gefragt wer glaubt?
00:06:54: Die mussten aufstehen und die mussten an die ganze Stunde stehen.
00:06:58: Das war unheimlich peinlich.
00:07:01: Und da war dann nur noch mein Freund Jens und ich, wenn man so will wir haben sozusagen schon gemerkt dass wir mit Glauben hier nichts... also das hier was Verbotenes ist.
00:07:16: Der Glaube wird später während schwerer Phasen ihrer Krankheit wieder eine wichtige Rolle spielen.
00:07:24: Apropos Rollenspielen zurück zur Jugendzeit in der Betty schon klar wurde, wohin der berufliche Weg gehen soll.
00:07:40: Und mir hat einfach gefallen, dass es irgendwie einen Ort gibt wo ich anders sein darf als Schüchtern und mich entäußern kann.
00:07:52: Und wo es nicht stört und wo ich nicht... Also ich hieß als Kind oft, ach Betty die macht wieder den Clown auch ja ist sehr typisch wieder die Betty und Ja also jedenfalls die Brülte, die Leiser Minnelli brüllte dann und ich dachte das muss ich machen.
00:08:08: und dann sah ich noch Kramer gegen Kramer diesen Scheidungsfilm mit Marius Treibb und Dustin Hoffmann gesagt Hey, das ist cool!
00:08:17: Also dass man einfach auch Themen so emotional verhandeln kann, dass ich meine Eltern waren damals in Scheidung.
00:08:24: Dass ich da rausgehe und ein Gewinn habe – das war sozusagen mein Antrieb.
00:08:28: Ich wollte jetzt nicht Schauspielerin werden um schöne Kleider zu tragen.
00:08:32: Das auch?
00:08:33: Das ist dann schöner Nebeneffekt.
00:08:35: Aber ich wollte hauptsächlich die Schauspielerin werden schon als kleine junge Frau, um irgendwie jemanden zu berühren.
00:08:44: Das war mein Ziel.
00:08:45: Die Entscheidung, Schauspielerin zu werden steht.
00:08:49: Ja dann bin ich in der Schule nach Leipzig gekommen und bin sofort in diese Wirren dieser Veränderungen gekommen, diese Demonstrationen und habe sozusagen zum ersten Mal Geschichte am eigenen Leiber fahren.
00:09:09: Vorher hat mich Geschichte Null interessiert, an dem Moment wo ich in dieser zufälligen historischen Situation war dass sozusagen sehr viel Militärpräsenz davor aber es nicht so eine Militarschlag gekommen ist und man gleichzeitig aber gewusst hat das könnte jetzt Krieg ausbrechen.
00:09:25: Aber es braucht kein Krieg raus weil die Menschen einfach im Schweigen demonstriert haben ist auf einmal plötzlich auch mein Interesse an Geschichte geweckt geworden.
00:09:37: ja und dann bin ich an verschiedenen Theatern Damals noch Westdeutschland-Raum und dann nach Österreich gekommen.
00:09:44: Und habe achtzehn Jahre am Landesdater Linz wirklich alles gespielt, was das klassische und andere Report war des Theaters hergab.
00:09:54: Und wieso eigentlich ausgerechnet Linz?
00:09:58: Ja ich war sehr lange auf der Suche nach einer Chefin oder einem Chef auf Augenhöhe und mich hat es am Theater immer so.
00:10:09: Also mich hat es gestört, also zum Beispiel ich war in Heidelberg engagiert und wie das manchmal so ist.
00:10:13: Ich habe einfach alle Jugendlichen Hauptrollen gespielt Und anstatt sozusagen sich darüber bei der Leitung zu beschweren sind die Frauen auf mich zugekommen und es wurde so ein Mobbing-Situation entstand.
00:10:25: Da hab' ich damals schon gesagt geht bitte hin und beschwert euch da wo es hingehört und nicht bei mir weil ich muss nicht alles spielen.
00:10:34: Und diese Situation hat mich einfach am Theater wahnsinnig genervt, dass wenn du inn warst alles bekommen hast und wenn du eben out warst gucken musstest.
00:10:44: Dann habe ich einen Menschen kennengelernt den Gerhard Willard.
00:10:48: Den habe ich aber zufällig als Autor dachte das waren Autoren Treffpunkt in Heidelberg.
00:10:54: also ich hab ihn gar nicht als Regisseur bewusst wahrgenommen als Autoren dort kennengelernet und da war es anders.
00:11:03: Als ich dann nach Freiburg engagiert wurde, haben wir uns zufällig wieder getroffen und zusammengearbeitet.
00:11:10: Mit zwei Kollegen, die auch aus Oberösterreich waren – aus Linz und Ebensee.
00:11:16: Dann hat er uns einfach gefragt, ob wir nach Linz kommen wollen.
00:11:19: Ich wusste nicht mehr was Linz.
00:11:20: Ich kannte nur so ein kleines Dorf bei Berlin das auch Linz heißt?
00:11:24: Aber ich kannte Linz nicht!
00:11:26: Das einzige, was ich von Linz gehört hatte ist, dass sie dort einen Theater in den Berg bauen wollten an die Donau.
00:11:33: Ja, aber auf Vertrauensbasis weil ich einfach gemerkt habe mit dem ist ein anderes Arbeiten möglich bin ich dann auch Österreich gekommen wo viele mir gesagt haben was machst du willst denn in Österreich?
00:11:45: Da war dann auch politisch damals gerade diese Situation dass die FPÖ gerade erstarkte das erste mal.
00:11:52: und ja so bin ich nach Linz gekommen und habe wirklich und das muss ich sagen es Glückssituation, die ich damit erleben durfte.
00:11:59: Ich hatte achtzehn Jahre lang wirklich also ein cooles Ensemble, einen coolen Chef und wir haben einfach wirklich auf Augenhöhe cooles Theater gemacht.
00:12:10: Und wenn uns einfach hat auch Frauen und Männer ungefähr gleich besetzt was man sich am Theater vorstellen muss was normalerweise ein Viertel zu drei Vierteln ist und hat einfach wenn die Rollen für Frauen nicht da waren Da haben wir einfach Männer gespielt, aber zu einer Zeit wo das noch nicht in war.
00:12:28: Wir haben es einfach gemacht!
00:12:30: Und da habe ich Elfriede Jellinik entdeckt.
00:12:34: Also ihren unglaublichen Humor und Thomas Bernhardt hab ich auch erst in Österreich verstanden.
00:12:40: also ich habe den ein Deutschland gar nicht verstanden.
00:12:42: als ich den dann mit dem Slang des österreichischen Tonfalls habe ich auf einmal lachen müssen und gesagt
00:12:50: ach das
00:12:51: ist ja ein Komiker Und da bin ich unglaublich dankbar, obwohl es am Anfang wirklich eine harte Zeit war.
00:12:58: Weil das Publikum erst mal sich an uns gewöhnen musste!
00:13:01: Wir waren so anders... wir waren so nahbar auch in den Auseinandersetzungen mit dem Publikums und Ich habe das sehr gemocht dass unser Chef da wirklich auch jede Arbeit im Theater auf gleichwertiger Ebene gesehen hat ob das jetzt der Putzmann war oder die Beleuchterin.
00:13:22: Wenn irgendjemand sich über jemanden schlecht geäußert hat, weil ihm irgendwas nicht gepasst hat dann hat er immer darauf zurückverwiesen.
00:13:29: Jetzt schau erstmal bei dir du kannst nur deinen Part ändern.
00:13:33: ja aber ich möchte nicht dass so eine Stimmung entsteht.
00:13:35: die anderen machen auch ihre Arbeit zu gut wie sie es können und das fand ich toll.
00:13:42: Auch beim Sprechen über das Spiel auf der Bühne vor Publikum kommen wir wieder auf das Thema Mut zu reden tun oder nicht tun Das ist dann die Frage.
00:13:53: Also ich würde jetzt lügen, wenn ich nicht sagen würde dass ich mich auch wahnsinnig gerne Film gemacht hätte und in einem kleinen Rahmen habe ich das auch ausprobieren können.
00:14:05: es schneidet sich halt immer einfach mit den Zeiten vom Theater und das muss man auch wenn man drei Kinder hat auch einfach zeitlich schaffen.
00:14:12: Im Film hast du die Möglichkeit, dass du das wiederholen kannst.
00:14:20: im Theater hast du nur den einen Wurf.
00:14:24: Das heißt also in einer gewissen Form musst du jedes mal den neuen Mut haben.
00:14:29: und das ist auch wirklich so, zum Beispiel gestern hatte ich eine Vorstellung.
00:14:32: Ich stand mit meinem Kollegen vor der Vorstellung und sage es geht mir jedes Mal wieder davor so dass ich denke warum tust Du das?
00:14:40: Wenn ich nicht andere kennen würde die mir selber erzählen, dass sie jedesmal davor stehen und sagen Warum tust du dieses an?
00:14:48: aber in dem Moment wo du auf der Bühne bist kannst du das entweder tun oder nicht tun Und da musst du Du musst über die hundert Prozent geben.
00:14:57: Das heißt, du musst wirklich versuchen was in dir zu öffnen Was mit denen da unten in Kontakt geht.
00:15:04: das heißt aber nicht dass du da oben Die berechtigung hast selber darin deinem selbstmitleid dahin zu fließen.
00:15:10: Ja ich finde es auch nicht unbedingt sinnvoll wenn man da oben jetzt zum beispiel weint oder so.
00:15:15: Ich find aber wichtig dass du den menschen da unten also wenn die Mit denen du im Kontakt bist, die müssen die Gefühle entwickeln.
00:15:23: Und dafür muss man ein Gespür haben!
00:15:25: Das kann man auch nicht erklären und das kann man nicht lernen.
00:15:28: Mein früherer Chef sagt immer Ausstrahlung heißt ja nicht umsonst Ausstrallung.
00:15:33: D.h.,
00:15:33: du musst schon eine Lampe anknipsen können... ...und diese Ausstrarlinge muss Menschen sozusagen dazu bewegen dass sie dem jetzt folgen was du da tust.
00:15:43: Und das ist das Besondere am Theater.
00:15:46: Du merkst, die Leute sind müde.
00:15:49: Du merkst, die Leute wollten eigentlich lachen und jetzt müssen sie einem ernsten Vorgang beiwohnen.
00:15:57: Und du bist aber dabei!
00:15:58: Also ein bisschen bist du auch ein Tarapult.
00:16:01: Ja?
00:16:02: Also du nimmst dich auch ein bisschen an der Hand.
00:16:04: Du lässt ihn auch mal da oder da mehr Zeit... Du kannst aber auch, wenn du merkst die sind heute so drauf.
00:16:10: Auch die oder die Peuarte mehr setzen und sagen, die können heut darüber lachen!
00:16:14: Ja?
00:16:15: Also man merkt es klingt absurd, aber man merke eigentlich sind ja meistens da so hundertzwanzig Leute vor ein.
00:16:21: Man merkt wirklich die einzelnen Menschen schon Und das ist halt auch das Besondere.
00:16:27: Das kann man mögen Wenn man das mag wie ich das mag Dann ist das auch dann vereint einen sozusagen diese anderthalb Stunde.
00:16:36: Also die bringen einen auch dann zusammen.
00:16:38: Und das kann ich als Zuschauerin bestätigen, Ich habe Bettina Buchholz in ihren Rollen als Adele Symon Malatzi mit Barma erlebt und habe das Theater jedes mal berührt und tatsächlich ermutigt wieder verlassen.
00:16:53: Also am Theater habe ich ja starke Persönlichkeiten wie Pentacy Lea spielen dürfen Lady Macbeth und war da natürlich irgendwann auch weil man gewisse Krasse Persönlichkeiten spielen kann, auch ein bisschen darauf abonniert eher sozusagen auf die Gestörten zu spielen.
00:17:13: Als das dann mit dem Landesteater zu Ende ging hat mein Mann gesagt so jetzt schreibe ich dir eine Heldin und da sind wir auf die Etik gekommen.
00:17:23: Und es war ne ganz neue Erfahrung weil ich vorher als Schauspielerin das einfach auch richtig fand also diese extremen Charaktere zu zeigen bei denen aber das Publikum manchmal nicht so unterscheiden kann Wer du bist und wer der Charakter.
00:17:37: Und jetzt durfte ich die Erfahrung machen, dass ich mich mit Menschen auseinandersetzen durfte... ...die weit über das menschliche Maß hinaus gingen was ich vermute in meinem Leben mich trauen würde.
00:17:50: Also die Etihilism, die eben freiwillig in das Durchgangslager Westerburg gegangen ist als Sozialarbeiterin dort gearbeitet hat Obwohl Freunde sie sozusagen verstecken hätten können und das auch wollten.
00:18:07: Und auch sie sozusagen schon mal sozusagen versteckt hatten, aber sie hat einfach gesagt nachher geht ein anderen Weg.
00:18:15: oder jetzt eben wie beim neuesten Stück Maler & Edek nicht zu verwechseln mit Mala sondern Mala-M-A-L-A also diese Frau die sozusagen auf ihre ganz eigene persönliche Art widerständig war ohne dass irgendwie das schriftlich festgehalten wurde.
00:18:32: Es gibt von ihr ein paar Postkarten und den Eintrag ins Totenbuch von Auschwitz, aber sonst gibt es von ihr nur die Erzählungen von jetzt Menschen, die auch schon nicht mehr leben.
00:18:43: Und solche Menschen, da über ihr kleines Ich hinauswachsen können und sozusagen einen Schritt weitergehen und damit auch anderen noch helfen zu überleben.
00:18:58: in dem Falle... war das bei Mala so, dass sie mit ihrem Vorbild, dass die sich gewagt hat in Auschwitz eine erotisch sexuelle Liebe zu leben.
00:19:08: So viele und dafür auch dann letztendlich hingerichtet wurde aber, dass Sie so vielen Frauen mit Ihrem Beispiel Mut zum Weiterleben gemacht haben, dass ich gesagt habe ohne diese Frau hätte ich nicht überlebt weil ich den... Ich hatte gar nicht den Lebensmut mehr gehabt.
00:19:28: Das sehe ich schon ein bisschen als einen Auftrag, weil sonst sind diese Geschichten vergessen und wir beschäftigen uns so wahnsinnig gern mit Tätern.
00:19:37: Ich möchte jetzt die Namen gar nicht nennen der Herren, die gerade so scheinbar das Weltgeschehen beherrschen, weil es mich einfach schon anwidert dass wir jeden Tag wieder irgendeinen Pieps von denen hören.
00:19:49: aber wir hören zu wenig von den Opfern, weil die Opfer leider halt, weil sie Opfer werden, so viel Zeit brauchen um wieder heil zu werden nur dass in manchen Fällen nicht werden können.
00:20:01: Und deswegen ist es auch unser Anliegen, auch jetzt in diesem Stück was wir zuletzt gemacht haben Mahler und Edek den Opfern die Stimme zu geben – und die Täter finden statt.
00:20:11: aber die Stimme für sie ist einfach nur in dem Rahmen was sie tun.
00:20:16: Das ist eine ganz bewusste Entscheidung
00:20:19: Die Bettina Buchholz und ihr Mann Johannes Neuhauser in dem von ihnen gegründeten Kulturverein Etti ihn die Tat umsetzen.
00:20:27: Eine Sendung über Etti Hillesüm und das Stück über sie finden Sie auf unserer Website im Podcast-Bereich.
00:20:34: Die Tagebücher von Etti hillesüm liegen auch auf meinem Nachtgästchen, immer wieder lese ich einen Abschnitt und staune über die Kraft ihrer Worte.
00:20:44: Etti, eine junge Frau, die Mut bewiesen hat aber auch schlechte Tage hatte – die gekämpft hat, oft mit sich selbst, die an Depressionen gelitten hat und manchmal nicht weiter wusste!
00:20:56: Also so habe ich das immer wahrgenommen.
00:20:58: Immer die Annahme, dass die Menschen die Hundertfünfzig Jahre vor uns lebten irgendwie keine Ahnung nicht gelebt haben oder sozusagen weil sie im vorigen Jahrhundert gelebt hat.
00:21:09: aber das Irre ist ja die sind ja genauso wie wir heute nur können wir das manchmal aufgrund der Sprache manchmal nicht weil sich ein bisschen anders klingt nicht so wahrnehmen.
00:21:18: und bei der eti ist es tolle dass die all diese Prozesse vor hundert Jahren durchgemacht hat, die wir heute auch kennen.
00:21:27: Sie hatte Essstörungen, sie hatte Depressionen, sie war Atheistin, sie hat gehadert mit den Beginnenden Glauben und sich geschämt, dass sie gebetet hat.
00:21:41: Sie hat es versteckt vor ihren Mitbewohnern oder liebhabern.
00:21:45: Sie war Polygam.
00:21:48: Also sie hat neun Aspekt hineingebracht also nicht monogramm gelebt.
00:21:54: Und diese ganzen Sachen, die machen sich eigentlich so modern.
00:22:00: Ich glaube einfach dass wir immer wieder dieselben Sachen erleben nur eben durch die Zeit geformt.
00:22:08: aber wir sind nicht so viel weiter.
00:22:12: und das Tolle an der Etti was mir so geholfen hat ist einfach zu sagen ja das kenne ich alles auch.
00:22:21: also ich kenne all diese Geschichten das falschen Körperbild, diese depressiven Verstimmungen, dieses mit sich nicht klarkommen.
00:22:34: Demut lernen, in dem Moment wo du dein erstes Kind hast und plötzlich die Welt nicht mehr um dich kreist.
00:22:39: Und nur noch um deinen eigenen, um dein eigenes Wohler gehen.
00:22:43: Plötzlich die Erfahrung es kreisst jetzt um jemand Anderen.
00:22:46: also deine Welt öffnet sich und all diese Sachen und die kannst Du dann eben durch das Lesen dieser Texte die diese Frau auch diese Entwicklung die sie dabei gemacht hat ja also bis von erst viel Sprache Angesicht des Grauens zu immer weniger Sprache und immer zu klareren Bildern.
00:23:06: Und zu dem Gefühl jetzt hier mit der Erde verknüpft zu sein, ja?
00:23:12: Ja ich glaube wir dürfen mehr glauben dass wir mit all dem auch verbunden sind und wir dürfen mir auch spüren das wir so bisschen auf den Schultern der Menschen vor uns stehen.
00:23:23: Das dürfen wir auch ein bisschen mehr wahrnehmen und nicht immer so.
00:23:27: ach die da im vorigen Jahrhundert.
00:23:31: Eti inspiriert bis heute.
00:23:33: auf ihren Schultern dürfen wir stehen und auch Bettina Buchholz ist eine, die wiederum durch das Teilen ihrer Erfahrungen anderen das Stehen leichter macht.
00:23:44: Ja also ich konnte ein bisschen üben was die Krankheit anging.
00:23:51: Ich hatte mit forty-seven sehr früh einen kleinen Schlaganfall aber habe nicht geraucht hab nicht getrunken war schlank.
00:24:01: Sie haben gesucht und gesucht, weil es konnte ja gar nicht sein.
00:24:08: Und darüber ist dann dieser Knochenmarkskrebs gefunden worden.
00:24:14: Es war sozusagen ein Zufallsbefund.
00:24:18: Jetzt habe ich aber durch diesen kleinen Schlaganfall auch gemerkt wie das ist.
00:24:21: für Leute die das erfahren haben, weil ... Ich hatte eine Theatergruppe und da spielte Der Pfarrer von der Usulinenkirche, Hauptrolle.
00:24:32: Und er hat in der Uselinenkirche... Das ist eine große Kirche im Stadtzentrum von Linz die vor allen Dingen für Künstler und Akademiker gedacht ist.
00:24:41: Hat halt von einer Kanzel herunter gesagt na das tarte Stück wird verschoben weil die Regisseurin einen Schlaganfall hatte.
00:24:50: So!
00:24:52: Das bedeutete dass mir Linz ständig Menschen begegneten, die jetzt dachten ich hätte eine halbe Seite runterhängen und wärm Rollstuhl.
00:25:03: Jetzt hatte ich das Glück dass sich sehr schnell in medizinische Betreuung gekommen ist und der Schlaganfall an sich bei mir keine Folgeschäden gemacht hat.
00:25:13: aber Ich habe das Pech gehabt dass menschen wenn du ne Person des öffentlichen raumes bist damit Nicht so gut umgehen können.
00:25:21: dann habe ich als ich die Krebsdiagnose hatte meine Mann gesagt bitte Erzähle es niemanden, weil ab dem Moment warten alle nur noch darauf dass ich sterbe.
00:25:35: So das war der erste Schritt!
00:25:38: Weil für alle Dinge braucht man Zeit.
00:25:41: Dann hat mein Mann den Kontakt zu dem Bruder David Steindl Rast hergestellt und ich durfte auch ein Stück weit lernen.
00:25:51: Ich durfte mit meinen spirituellen Fragen und meinen Nöten mich an inventen Und er hatte andere Antworten die jetzt jenseits des religiösen Systems der Kirche mir Antworten gegeben haben.
00:26:05: und ja zum Beispiel habe ich gesagt, ich kann nicht mit Worten beten.
00:26:11: Ich bin so eine Frau des Wortes.
00:26:14: Ich traue meinen eigenen Worten nicht was das Beten angeht weil ich es gut sprechen kann.
00:26:19: Dann hat er gesagt, wer sagt denn dass du mit Wortem beten musst?
00:26:24: Was tust du denn gerne?
00:26:25: Ich sage, ich gehe gern mit meinem Hund spazieren.
00:26:30: tue ich eigentlich bewusst eigentlich eher nicht denken wollen, sondern eher nur wahrnehmen wollen.
00:26:34: Dann hat er gesagt ja und was glaubst du was das ist?
00:26:38: Und jetzt hör mir auf!
00:26:40: Er sagt sich Ja wir mögen das Wort halt beten nicht mehr.
00:26:42: Wir wollen sagen dann halt meditieren dazu aber es ist dasselbe.
00:26:47: Aha und so in diesem Austausch mit ihm und auch dem Austausche als ich dann... Es ist ein Krebs wo die Behandlung erst beginnt.
00:27:01: Ich dachte jetzt immer einmal öffentlich, es ist nicht Leukämie.
00:27:05: Es ist ein etwas unbekannterer Krebs.
00:27:08: Multiples Myelom heißt das der Leonhard Kohnes an diesem Krebs verstorben aber also um mal einen Bekannten zu nennen ist normalerweise ein Krebs den man erst im Alter bekommt.
00:27:20: Achtzig rum und dann kann man ganz gut noch den behandeln und noch ganz gut leben.
00:27:25: So, und jetzt musste ich aber schon eine Behandlung machen.
00:27:28: Und das war ne krasse Behandelung einschließlich einer Stammzellentransplantation.
00:27:33: Auch da wieder... Da konnte ich dann nicht mehr direkt in Kontakt treten mit dem Bruder David, sondern ich musste dann sozusagen online machen.
00:27:45: Dann haben wir ein Interview geführt und ich konnte gar nicht mehr richtig denken oder sprechen.
00:27:50: Mein Mann hat gesagt es ist doch nicht schlimm!
00:27:52: Die Fragen hast du aufgeschrieben.
00:27:54: Ich unterstütze dich, ob ich das jetzt vorlese oder du.
00:27:57: Das ist doch egal.
00:27:58: und so ist unser Projekt entstanden lebendig bleiben mit Bruder David.
00:28:05: Und ich muss wirklich sagen, ich wollte es erst nicht tun weil ich einfach gemerkt habe dass mich die ganze Behandlung so anstrengt.
00:28:12: Also man macht vor der stammenden Transplantationen macht man auch eine halbjährige Behandlungen sehr vielen Chemus.
00:28:21: Das geht sehr auch auf das Gehirn und das Gottzeitgedächtnis.
00:28:24: Und man ist ja müde, das kennen viele.
00:28:28: Und irgendwie habe ich dann aber gedacht ... Jetzt ist er eh schon wurscht!
00:28:34: Also jetzt hab' ich die Haare nicht mehr?
00:28:37: D.h.,
00:28:38: die Menschen sehen ja, dass ich ... Ich könnte eine Perücke tragen, ja.
00:28:43: Das habe ich am Anfang versucht.
00:28:45: Das fand ich dann albern weil ich vom Theater bin und eh schon perücken mein Leben lang getragen hatte und dachte ne, brauche ich auch nicht habe ich dann halt Hauben getragen.
00:28:55: Und deswegen versuche ich das so zu erzählen, es ist ein langwieriger Prozess in dem man sich entscheidet das öffentlich zu machen.
00:29:05: Das macht man nicht leichtfertig weil man weiß ab dem Moment ruft jetzt nicht unbedingt mehr ein Theater an und stellt einen an.
00:29:12: Es ist einfach so.
00:29:14: Leute da draußen, ich sage es einmal auch Menschen mit einer Krebserkrankung können und wollen arbeiten Und das ist furchtbar wenn sie dann gar nicht mehr gefragt werden weil man gar nicht in den Austausch geht mit diesen Menschen.
00:29:31: Diese Entscheidung habe ich getroffen.
00:29:33: Ich hab dieses Projekt gemacht und damit habe ich es veröffentlicht.
00:29:38: Meine Idee war auch nicht uninteressant, meine eigene Krebserkrankung sozusagen in der Öffentlichkeit auszuwälzen.
00:29:47: Sondern es war nur die Idee.
00:29:50: wie kann ich anhand meiner eigenen Situation zeigen?
00:29:54: Wie man als Mensch in der heutigen Zeit nicht den Mut verliert?
00:30:01: weil man kann schon wenn man morgens aufwacht das vielleicht zu früh das Handy macht die Nachrichten anschaut kann man schon den mut verlieren heute zu tragen.
00:30:09: und Was für Kulturtechniken wir auch haben unter anderem, ich sage jetzt das unbeliebte Wort Beten.
00:30:16: Was für Kulturtechniken wie auch haben aus diesem Sumpf der Abwärtsspirale und des negativen Denken herauszukommen und dem Leben was Positives ist und dem leben auch etwas Lebenswertes abzugewinnen?
00:30:31: Und dass jeden Tag... Die Arbeit muss sich jeden Tag machen!
00:30:34: Ich denke jeden Tag an den depperten Krebs.
00:30:38: Das ist nicht ein Tag, wo ich nicht aufwache und denke, könnte es nicht einfach nicht sein?
00:30:43: Vergisst man auch nie.
00:30:44: Aber umgedreht kannst du auch jeden Tag sagen, das ist heute nicht ganz so ein guter Tag aber wie kann ich ihn schaffen dass es ein bisschen besser wird?
00:30:52: der tag Heute ja und ich habe gelernt Dass nur ich das kann das macht Nicht meine Umgebung sondern das mache Ich mit meiner umgebung.
00:31:02: also ich muss entscheiden dass ich mich nicht von diesem ganzen negativen runterziehen und überfluten lassen, sondern dass ich bewusst sage nein.
00:31:12: Ich verweigere mich auch zum Teil dem Ausmaß dieser negativen Energie weil es nicht wenn wir den Mut haben diese andere Energie in die Welt zu bringen dann frisst die negative energie uns Und dann passieren all die Dinge die wir jetzt befürchten.
00:31:40: Johann Sebastian Bach ist mein absoluter Hero.
00:31:42: also da Klavierkonzert f-mol.
00:31:47: zweiter Satz der langsame.
00:32:29: Wenn es mir nicht gut geht, dann lege ich mich zum Beispiel mit meiner Hündin.
00:32:33: Das ist eine Windhund-Wippet-Hündin, leg ich mich einfach ein paar Minuten aufs Sofa und kuscheln mit der, weil die Tiere uns das voraus haben was wir so schwer immer wieder erlernen müssen.
00:32:45: Die sind einfach immer im Hier und Jetzt.
00:32:48: Und das ist zum Beispiel so einen Punkt wo ich merke, wo ich so depressiven Verstimmungen Einheit geben kann, was mir hilft is'.
00:32:59: spazieren gehen, lange Spaziergänge.
00:33:05: Was mir hilft ist handwerklich arbeiten?
00:33:11: Wir machen jetzt gerade das Interview in einem Vintage-Wohnzimmer meiner Schwiegereltern die eine Tischlerei hatten und da weiß ich halt ... an jedem Stück hab' ich Stunden verbracht.
00:33:24: jede Wand, da habe ich drei Tapeten abgemacht der Boden den habe mit abgeschliffen usw.
00:33:30: Das hilft ins tun kommen, ins machen kommen und sehr aufmerksam in Beziehungen sein hilft.
00:33:45: Dass man in Kontakt geht zu anderen, fragt wie es denen geht weil meine Erfahrung ist wenn man nur um sich selbst
00:33:56: kreist
00:33:58: führt das eher zur Verstärkung von so depressiven Verstimmungen aber sich in einem gesunden Rahmen um andere kümmert.
00:34:05: Also da ist auch wieder wichtig, dass man sich nicht nur um andere kümmern, sondern dass das einfach ein gutes Gleichgewicht ist und... Das hilft?
00:34:18: Ja!
00:34:18: Auch die Bibel lesen hilft.
00:34:21: Sich mit Sachen... also ich bin ja totaler Jesus-Fan, also einfach nachzulesen wie er gewisse Situationen gemeistert hat, indem man eigentlich einen Hut drauf hauen möchte und ja kann man... das kann man auch mal tun.
00:34:37: Na ja, ich mag einfach so diese Gleichnis und diese Situationen oder wenn er einfach Dämonen.
00:34:46: Und Dämonen waren ja im Grunde genommen Sinnbild für psychische Erkrankungen.
00:34:50: und dass solche Geschichten die Dämen in die Schweine herhat oder sowas... Also ich finde das einfach cool!
00:34:59: Ich habe jetzt das Glück, dass wir durch unseren neues Projekt dass ich mit meiner Theatergruppe mache Erotik im Hause des Herrn, Sex in der Bibel.
00:35:10: Dass wir uns da sozusagen also nochmal explizit mit Geschichten, in dem Falle erotischen Geschichten beschäftigen können.
00:35:17: Also wie weit waren die damals schon und wie weit ist das alte Testament auch?
00:35:21: Und was haben wir oft vergessen?
00:35:25: Diese Beschäftigung gibt einen so ein bisschen Blick auf.
00:35:31: Wir sind so ein kleiner Teil der Geschichte.
00:35:34: Und das kann man so ein bisschen gucken, weil die Bibel ist ja von Menschen festgehaltene mythisch verfasste Geschichte.
00:35:41: Schauspielerin Bettina Buchholz heute in der Sendung Passionswege Auch die von ihr schon gespielte Etti Hillesüm hat sich mit Glaube und Religion auseinandergesetzt vielmehr darum gerungen und ihren Weg gesucht.
00:35:56: Also die Etti-Hillesüm, die hat ja versucht Also geborene ateistische Jüdin, dann mit dem Christentum in Kontakt gekommen hat sich aber sozusagen verweigert da es einer Zuordnung.
00:36:12: Hat sich auch mit dem Buddhismus beschäftigt, dem Islam hatte den Koran die Bibel und also hatte das auch mit in Auschwitz Und die hat mal, also das Wichtigste von ihr ist dieser Gedanke.
00:36:30: Also beschreibt sie in mir ist ein tiefer Brunnen und darin ist Gott.
00:36:35: Manchmal ist er für mich erreichbar aber oft ist Steine und Geröll auf dem Brunn und dann ist Gott begraben und dann muss er wieder ausgegraben werden.
00:36:46: Und diese Beschreibung von den göttlichen in uns selbst, die trifft sich mit meinem Gefühl Das ist für mich stimmig, dass das ein Prozess ist und immer wieder ein Aneignungsprozess.
00:37:02: Und ich habe das große Glück, dass ich eben Religion, also wie wir es hier in Österreich leben... Also ich komme sozusagen aus einem atheistischen Kontext, da war Atheismus die Religion, Marxismus, wie immer die Istmus sagen.
00:37:18: Aber ich habe das große Glück, dass ich dadurch frei bin.
00:37:21: Ich kann in die katholische Kirche gehen und ich bin frei!
00:37:24: Ich habe nicht diese Probleme oder Belastungen, sondern ich kann einfach da reingehen und das Gute daran nehmen.
00:37:31: Und ich kann gehen wenn es mir zu eng wird.
00:37:35: Ich finde komplett sinnlos die Idee, dass wir von Männer geführt werden.
00:37:42: Das Göttliche darf wirklich... Also das liebe ich am Judentum zum Beispiel Gerade deswegen ja Gott nicht mit Wort beschreiben möchte, nicht aussprechen möchte.
00:37:53: Weil jeder sich seinen eigenen, wenn du so willst sein eigenes Göttliches macht.
00:37:58: und natürlich ist es über die Jahrtausende war das ein patriarchales System und ist männlich gedacht.
00:38:06: aber ich könnte soweit gehen und sagen Jesus könnte heute auch weiblich sein Und Ich finde dass es das Weibliche und das Männliche nur zusammen sein kann Und wir haben einfach geholfen, also ich kann meine Situation die zwischen Leben und Tod war nicht vergleichen mit der Situation einer jungen Frau.
00:38:29: Mit achtundzwanzig Jahren der Eti Hillisym, die von Westerburg nach Auschwitz deportiert wurden.
00:38:36: Ich kann es mir einfach nicht vorstellen und ich werde das auch nicht tun weil es aus meiner Sicht anmaßend ist.
00:38:41: aber ich kann so ein Stück weit was von dem Ausmaß der Angst verstehen.
00:38:48: Und als ich diese Behandlung machen musste, habe ich ja auch gemerkt.
00:38:54: Ich hab Kinder und ich wollte für die Kinder überleben – gleichzeitig wusste ich irgendwann mal das habe ich nicht selbst in der Hand!
00:39:02: Wenn ich jetzt nicht aufhöre, dass kontrollieren zu wollen und irgendwas richtig machen zu wollen... ...ich muss jetzt einfach den Ärzten vertrauen, dass sie das Richtige tun, weil ich bin dafür Einfach, ich kann das gar nicht überschauen und ich will es auch gar nicht.
00:39:20: Ich will mich auch gar in dem Ausmaße mit meiner Krankheit medizinisch auseinandersetzen weil es mir nichts hilft.
00:39:29: Und irgendwann war ich da an einem Prozess wo ich auch nicht mehr denken konnte Weil die Behandlung so krass ist dass du Also das wären Menschen, die nach Corona diese Fatigerkrankungen haben.
00:39:45: Die man jetzt als langsam entdeckt, die werden mir da recht geben... Du kannst wieder Musik hören!
00:39:50: Du kannst nichts lesen!
00:39:52: Du vegetierst nur so dahin und hast irgendwie die Hoffnung, dass du viel schläfst?
00:39:56: Nur schlebst du teilweise nicht weil du nicht schlafen
00:39:58: kannst?!
00:39:59: Und du bist so dankbar über jeden Menschen der dir zugewandt ist und was ich da erlebt habe an Menschlichkeit von Krankenpflegern, Krankenschwestern die einfach mit kleinen Aufmerksamkeiten.
00:40:13: Du liegst da in einem Zimmer abgeschirmt von der Welt.
00:40:16: Sie müssen sich jedes mal wenn du nach ihnen rufst komplett in was ein Also in so eine Montur dass sie eben dich schützen damit sie nicht ihre Keime dir also dass du nicht Ihre Keime bekommst müssen sich Jedes Mal ne Viertelstunde umziehen und dann sind sie aber so liebenswert und sagen, nein wir dürfen ihnen jetzt nicht dies.
00:40:35: Und dieses Medikament das wäre zu gefährlich.
00:40:38: aber wissen Sie ich habe da so ein kleines Lavendelsäckchen und ich mache dann ein paar Tröpfchen drauf und das könnte ich Ihnen aufhängen.
00:40:44: und also solche Winzigkeiten die berühren einen dann so zutiefst und die vergisst du auch nie!
00:40:53: Du kannst doch nichts mehr essen und du bist so dankbar dass sie dich künstlich ernähren und sagst, was für ein Glück das das möglich ist.
00:41:02: Ich muss jetzt nichts mehr
00:41:03: essen.".
00:41:05: Und dann kommen sie aber und bringen dir da gibt es so kleine Gefäße wo man eigentlich normalerweise Urin abzieht und in die haben die dann Kappi dieses orange Getränk, haben die denn eingefroren?
00:41:17: Dann lutscht du an einem kleinen Stift gefrorenem Kappie und bist einfach nur glücklich!
00:41:28: Und dann habe ich auch gesagt, wir werden da psychologische Betreuung auch angeboten.
00:41:32: Das nennt sich dann Psycho-Onkologie und ich hab dann gesagt das bringt mir jetzt alles nix.
00:41:36: aber jeder der zu mir beten kommt oder der mit mir betet ist herzlich willkommen es mir egal.
00:41:42: und dann kam mal wirklich die evangelische Seelsorgerin, eine katholische Seelsoge.
00:41:47: ja weil ich gemerkt habe psychologisch Seelsorge kann zu einem anderen Zeitpunkt auch sehr, sehr gut sein und sinnvoll.
00:41:56: Aber in dem Moment wo man zwischen Leben und Tod, da brauchst du einfach nur dass jemand dir die Hand hält und den Mut macht das es noch etwas gibt was größer ist als du selbst.
00:42:10: Und da hat mir auch der Bruder David was mit auf den Weg gegeben das er gesagt hat.
00:42:15: Die meisten Menschen kommen eigentlich an Spiritualität erst dran wenn sie im Anblick des Todes sind Aber spätestens dann kommen alle dahin.
00:42:22: Und da ist was dran!
00:42:24: Also, das sagt man in meiner Erfahrung und es spricht hier nicht jemand der jetzt immer schon dem Glauben so nahe.
00:42:30: Ich war immer sehr kritisch und ich habe es auch jahrelang abgelehnt und hab mit meinem Mann gestritten
00:42:37: usw.,
00:42:38: also ich bin kein Mensch, der jeden Zweifel kennt.
00:42:42: aber im Anbetracht dessen du hilflos bist was man dann bei der eti und der malo geholfen hat, kannst du dich entscheiden für die hilflosigkeit oder du entscheidest dich gegen die hilflosigkeit?
00:42:58: Und für die annahme und für Ja Dass du das jetzt auch nicht mehr in der hand hast ja und es macht einen so Das macht ein so frei.
00:43:12: Das kann man jetzt nicht vorstellen.
00:43:13: also dass man in dem moment wo man nicht mehr irgendwas richtig machen muss geht auf sowas wie so ein tour in einem auf und Das hat auch nichts Esoterisches.
00:43:24: Ich möchte mich da nicht missverstanden wissen, das hat überhaupt nichts Esotärisches aber es ist dann wirklich so.
00:43:32: nach der Behandlung hat das ja ein halbes bis ein Jahr gebraucht bis man wieder ins Leben zurückkommt.
00:43:38: und es ist wirklich so du siehst grün anders von den Bäumen, du siehst jede Blume Jedes Mitwesen, also auf einmal denkst du ich kann kein Fleisch mehr essen obwohl das gesund wäre Fleisch zu essen weil da so viel Proteine drin sind.
00:43:55: aber das kann nicht mehr tun.
00:43:57: Also du hast plötzlich einen anderen Zugang zu allem was dich umgibt.
00:44:00: und das schrägste was mir dann passiert ist Ich habe dann zu meinem Mann irgendwann mal gesagt Du schattest jetzt es soweit dass ich sogar denke dass Bäume kommunizieren und dann sagte wieso?
00:44:13: Ja also sowei geht das ja dass man dann denkt Die haben uns auch was mitzuteilen auf ihre Art.
00:44:19: Und ja, so früh den Tod zu nah
00:44:25: hat ...
00:44:26: Den Nachteil der Todesangst das es mit einem bringt und hat aber den Vorteil, dass man wirklich auch weiß, was man am Leben jeden Tag hat.
00:44:41: Auch ich hatte Todes angst wie jede andere.
00:44:50: Aber ich erkannte, Schlimmste Übel, die Furcht vor dem Ungewissen ist.
00:44:56: Ja diese Furchte vor dem ungewissen treibt uns in die vollkommene Lähmung nicht die Todesangst!
00:45:03: Deshalb versuchte ich das Gegenteil zu entwickeln nämlich Mut.
00:45:11: Sobald es mir gelang ein ganz klein wenig Mut zu fassen entdeckte ich immer einen kleinen Ausweg, einen kleinen Handlungsspielraum.
00:45:21: diesen wollte ich nutzen um mir und anderen zu helfen
00:45:25: Bettina Buchholz hier als Maler-Zimmertbaum in der Tribüne Linz.
00:45:31: Die Judin Mahler und der Christ, Edek Galinski haben sich im KZ Auschwitz kennengelernt und ineinander verliebt.
00:45:38: Abends, wenn ich auf meiner Britsche saß, musste ich ständig an Edek denken!
00:45:48: Mir wurde dabei innerlich ganz warm.
00:45:51: Zum ersten mal verspürte ich hier in Auschwiz tiefe Zuneigung.
00:45:57: Gleichzeitig sagte ich laut zu mir selbst Maler,
00:46:01: du kannst ja nicht
00:46:02: die Verrückte spielen und dich in einen Mann verknallen.
00:46:05: Das geht nicht!
00:46:06: Liebe hat hier im Auschwitz kein Platz.
00:46:12: Aber jede Nacht besuchte mich Edek im Traum.
00:46:18: Wir waren uns ganz nahe und das fühlte sich so
00:46:22: echt
00:46:22: an.".
00:46:23: Maler und Edek nutzten ihre Stellung im Lager um sich für den Widerstand und vor allem für ihre Mietheftlinge einzusetzen.
00:46:31: Maler wird von einer Mitgefangenen so beschrieben.
00:46:35: Das war eine außergewöhnliche Persönlichkeit dieser junge Frau.
00:46:39: Sie hatte einen guten Posten und im Gegensatz zu den anderen, die diese Macht ausübten – was sie gut mitleidig hat immer allen geholfen.
00:46:49: Durch ihre Stellung war es Maler & Eddick aber auch möglich einander regelmäßig zu treffen und so wurde ihre Liebe selbst zum Akt der
00:46:58: Revolte.".
00:46:59: Also den Zuhörern müssen wir dazu erklären, dass Mala und Edek sozusagen sich getroffen haben im Block dreißig wo unter tags bis sechzehn Uhr der Dr.
00:47:09: Mengele und der Dr.
00:47:11: Schumann seine Experimente an Kindern und Frauen gemacht haben und die haben sich ihrer Liebe hingegeben auf dem Sitziertisch des Dr.Mengele denen sie Dr.
00:47:22: Tod nannten.
00:47:23: also was das für ein widerständiger Akt ist?
00:47:27: Das ist schon unvorstellbar.
00:47:30: Also mir hat man Jesuit gesagt, der im KZ Dachau war.
00:47:39: Dass er da eigentlich erst zum Glauben gekommen ist weil es normalerweise so ist dass jeder sozusagen nur an sich denkt in so einer Situation das er selbst überlebt.
00:47:52: wir wären dann Tiere.
00:47:54: aber dann gibt es den einen oder anderen Menschen der teilt sein Stück Brot wissentlich dass er dann stirbt damit ein anderer, in dem Fall ein Familienvater überlebt und seine Kinder vielleicht überleben.
00:48:12: Oder da gibt es Menschen... Da wird ein Mensch in einer diktatorischen Situation sozusagen öffentlich gedemütigt und geschlagen und er tritt einen Mensch hervor und sagt Schlag mich statt ihm!
00:48:27: Wieso gibt es das?
00:48:29: Und diese Jesuit hat mir damals gesagt, da ist er zum Glauben gekommen und in dieser Situation verlieren die meisten ihren Glauben.
00:48:39: Und das Große an Ethi, ich will jetzt bei der Maler gar nicht sagen dass sie geglaubt hat aber sie hat dann die Liebe geglaubт und es ist die größte Macht.
00:48:52: da gibt's einfach Menschen die sich einfach wären sich als menschen aufzugeben und das ist an sich schon eine unvorstellbare Leistung.
00:49:03: Aber das ist das Eine, aber das andere ist wie viele Menschen sich damit eben berührt haben, dass sie gesagt haben.
00:49:11: Also im Falle von der Mala hat sozusagen am Ende ihres Lebens mit Blut überströmten... Sie hat sich selbst die Schlagadern nicht die Pulsadern sondern die Schlaghadern, das ist im Elmbogen aufgeschnitten weil sie nicht wollte, dass die Nazis sie auffängen, sondern dass sie selbst entscheidet wie sie stirbt.
00:49:36: und hat am Ende Ihres Lebens Das ist jetzt harter Stoff, dem SS-Mann mehrfach ins Gesicht geschlagen und der war blutüberströmt.
00:49:47: Und es mussten ganz viele Frauen diesen Bei wohnen?
00:49:52: Sie haben gesagt das hat sie gerettet.
00:49:56: deswegen haben sie überlebt dass im Anbetracht des Wahnsinns einer aufsteht.
00:50:03: Wir haben das.
00:50:04: jetzt sage ich einmal dieses Wort wir haben es ja beim Trump seiner Amts einführung dieser Pastorin erlebt, kein Mensch hätte damit gerechnet dass sie einfach eine Rede führt und sagt Seien Sie menschlich.
00:50:20: Und diese Menschen gibt es immer wieder und diese Menschen finde ich.
00:50:24: das sollte mir auch noch viel mehr verstärken auf die zu schauen und die zu unterstützen weil die letzten Endes uns am Leben halten und nicht diese Kasparl die nur um sich selbst kreisen und alles kaputt machen wie kleine Kinder.
00:51:57: Spiritualität hat bei mir mit Leonard Kuhn begonnen.
00:51:59: Weil mit diesem sagten Jens, habe ich Leonard Kohn eine Platte, gab es in der DDR Greatest Hits und wir haben den hoch- und runtergehört.
00:52:08: Wir haben dazu gleichzeitig natürlich uns auch ein bisschen erotisch sozusagen aufgeladen aber wir sind befreundet geblieben und haben dieses nie geteilt was uns jetzt noch die Freundschaft erhalten hat Aber es war sozusagen der Mittler.
00:52:21: Das heißt, wir haben gleichzeitig so als vierzehnjährige Kinder Lennart Kohn auf der Ebene wahrgenommen und gleichzeitig auch auf der spirituellen Ebene.
00:52:30: Aber was mich dann natürlich in Ermangelung – ich habe ja russisch gelernt und vielleicht Englisch am Anfang umgehauen hat war das Wissen von meinem Mann über Lernhard Kohn.
00:52:41: Halleluja!
00:52:42: Die Texte binde mich auf einen Küchenstuhl fest.
00:52:47: Also wir verwenden es für Hochzeiten und
00:52:50: etc.,
00:52:51: aber fast nur vor Texten sind.
00:52:54: Und dasselbe eben auch in dem Text, den war bei Malar verwendet werden, der ist ja auch auf Hochzeite gerne genommen wird.
00:53:01: Dance me!
00:53:02: Und ihm nicht dancing sondern dance me to the end of dark.
00:53:06: Tanz mich?
00:53:07: Ist ein Unterschied zu The End Of Love, Nicht End Of Dark.
00:53:36: So was eignen wird es nur, wenn du entscheidest dass es zu deinem eigenen wird.
00:55:25: Da ich mit meinem Mann zusammen nur noch Projekte mache und er mir nur Sachen auch auf den Leib schreibt die ich sozusagen zu hundert Prozent vertreten kann habe ich natürlich das Glück!
00:55:39: Ich hab einen sehr körperlichen Beruf.
00:55:41: selbst wenn mein beruf die Sprache ist funktioniert es nur wenn ich jetzt durch den ganzen Körper lasse.
00:55:48: Auch wenn es Sprache ist, muss sie körperlich werden.
00:55:50: Und natürlich, wenn ich dann diese Sprache... Diese Personen die ich jetzt vertrete und deren Geschichte ich erzähle durch mich durchlasse, da kommt oft vom Zuschauer die Frage wie können Sie das alles ertragen?
00:56:06: Das ist doch alles so grausam!
00:56:07: Da muss ich wirklich sagen dass es nicht das Problem.
00:56:11: Die haben viel Schlimmeres erlebt.
00:56:14: Ich erzähle hier nur von Ihnen Aber ich habe die große Chance, diese wahnsinnige Kraft auch in einer idealisierten Form durch mich durchzulassen.
00:56:28: Das heißt also anderthalb Stunden tue ich auch mir den Gefallen.
00:56:33: mit diesen Texten von der Etti oder dieser Geschichte von der Mala und Jehohr großen Liebe zu Edik, tue Ich mir selbst den Gefallen auch selber Mut zu machen und mir Selbstkraft zu spenden die krasse Situationen, in der sie sich befinden.
00:56:52: Die ist durchaus anstrengend aber die macht mich nicht platt.
00:56:56: ich gehe jedes mal aus so einer Vorstellung selber auch mit einem ganz großen Kraft raus und trotz all der Erschöpfung die natürlich diese Anstrengungen von so einer vorstellung beinhaltet ja und das ist was tolles dass zu entscheiden und als ich mit siebenundvierzig Jahren aus im sozusagen staatlichen Theater Draußen sagte mein Mann mit dem Satz, du hast keine Chance.
00:57:20: Also nutze
00:57:21: sie.".
00:57:22: Ich war so sauer auf ihn!
00:57:24: Ich habe auch fünf Jahre gebraucht um den Satz zu verstehen.
00:57:30: Du hast keine chance also nutze Sie.
00:57:32: Mach was aus deinem Leben und mach was was du dem Menschen geben kannst.
00:57:38: Und das ist dann egal
00:57:40: wie das andere finden.
00:57:50: Schauspielerin Bettina Buchholz.
00:57:52: in der Sendung Passionswege gestaltet
00:57:54: von Veronica Bonelli Am twenty-sechsten März
00:57:58: können Sie Bettina Buchholz
00:57:59: live erleben.
00:58:00: Sie liest Texte von Etti Hilles im Barbarer Friedhof
00:58:04: Linz,
00:58:04: Infos dazu und weitere Termine ebenso die Sendung zum Nachhören finden sie auf unserer Website radioklassik.at.
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