Kampf gegen Rechts bzw. Links

Show notes

Neben aktuellen Themen des Online-Wochenmagazins libratus.online gibt es eine ausführliche Vorschau auf die zweite gedruckte Ausgabe des Libratus. Chefredakteurin und Herausgeberin Gudula Walterskirchen spricht mit Radio-Chefredakteur Christoph Wellner über den "Kampf gegen Rechts bzw. Links": Sind "links" und "rechts" überholte politische Begriffe? Will noch jemand "rechts" sein? Wie kam es zu den Umdeutungen? Gibt es einen Trend zum Totalitären? In der gedruckten Ausgabe des LIBRATUS-Magazins wird auf 92 Seiten dieser die aktuellen Debatten bestimmenden Schwerpunkt ausführlich behandelt.

Show transcript

00:00:02: Grüß Gott und herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe Libratus On Air, das Magazin in Kooperation mit Libratius Online.

00:00:19: Das ist ein Wochenmagazin herausgegeben und unter der Chefredaktion von Gudula Waldeskirchen, die ich auch wieder herzlich bei uns im Studium begrüße.

00:00:31: Seit gestern gibt es im Internet die aktuellste Ausgabe des Libratus Online, aber es gibt auch die zweite Ausgaben von Libratous das Magazin.

00:00:41: Ein Printprodukt – das wollen wir heute gemeinsam besprechen – sowohl die Themen, die im gedruckten Magazin sind wie auch die wichtigsten Themen der Online-Ausgabe.

00:00:52: und da stoße ich sofort auf eine sehr Provokante Überschrift wird der Suizid für ältere Menschen zur sozialen Pflicht.

00:01:07: Nicht so ein heiß diskutiertes Thema wie in anderen Ländern, aber bei uns ja auch mittlerweile der assistierte Suizid.

00:01:13: Das heißt eigentlich jemand hilft mir bei meinem Sterbewunsch.

00:01:17: also ich mache das nicht mal ganz alleine denn wenn sich jemand suizidieren will dann konnte er das schon ein bisschen machen so traurig dass es auch ist sondern das ist jetzt gesetzlich geregelt.

00:01:26: da gibt's genau Vorschriften unter welchen Prämissen dieses Gift verabreicht werden darf.

00:01:31: das klingt jetzt sehr makaber war.

00:01:32: genauso ist es Und in anderen Ländern ist man schon viel weiter.

00:01:36: Wir haben da eine sehr kundige Gastautorin gewinnen können, Susanne Kummer vom Imabe-Institut, die sie seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt und die in ihrem Kommentar da wirklich auf die Auswüchse bzw einfach auf die logischen Konsequenzen hinweist – nämlich was das in anderen Ländern schon gemacht hat!

00:01:56: Nicht nur mit der einzelnen Person sondern auch mit der Gesellschaft an sich

00:01:59: Im Mabe-Institut.

00:02:00: ganz kurz ist medizinische Anthropologie und Bioethik.

00:02:04: Genau, richtig!

00:02:04: Das werde ich hier verordnet

00:02:06: haben.

00:02:08: Also das heißt, die beschäftigt sich als wissenschaftlicher Sicht damit und beobachtet ihm auch die internationalen Entwicklungen.

00:02:14: Und da kann es nur zwei oder drei Punkte herausgreifen – das ist ein sehr dichter Text also wirklich absolut empfehlenswert wenn man sich diesen Thema einlesen will.

00:02:24: Zum Beispiel zeigt sie auf, dass es so ist das Studien zum Beispiel aus Kanada aber auch aus anderen Ländern Niederlanden zum Beispiel ergeben.

00:02:34: Dass es nicht so ist wie man uns auch immer wieder erklärt, dass das jetzt fast ausschließlich schwerkrebskranke Personen sind die unter unerträglichen Schmerzen leiden und sage ich halt das nicht mehr aus sondern in nennen Ländern, wo es schon länger diese Form des Suizids gibt.

00:02:49: Das assistierten Suizid des Tötens auch verlangen und das ist dann noch ein weiterer Schritt kann man feststellen dass das eigentlich mehrheitlich oder zumindest zur Hälfte Menschen sind die angeben oder angegeben haben bei ihrer verfügung.

00:03:05: sie führten sich für autonomieverlust sie sind einfach alt ja in manchen ländern ist sogar das all sein an sich schon quasi einen ein Grund, dass man diesen Fizit beantragen kann.

00:03:18: Das heißt Einsamkeit – alle diese Dinge, die man auf den ersten Blick nicht vermuten würde, dass das ein Grund wäre.

00:03:25: und der zweite wichtige Punkt, der mir auch besonders aufgefallen ist in Ländern, in Belgien zum Beispiel, es gibt es jetzt noch schon länger, in den Niederlanden gibts ich schon seit Jahrzehnts sechstens sechs oder zweites Jahrzehn zwei.

00:03:39: Da ist es jetzt so, da schon die Krankenkassen aufspringen Und ein Direktor in der Krankenkasse, den sie zitiert, sagt also jeder, der sich alte Mensch hochbedagte, vulnerable oder auch multimorbide ohne jetzt einen konkreten Schmerzensproblem zu haben.

00:03:58: Also jeder, die es sich zu zitieren lässt oder so zitiert... spart im System Millionen.

00:04:03: Und hier müssten die Alarmglocken läuten, weil damit haben wir einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel zu sagen erstens einmal der Wert des Menschenlebens ist nicht mehr unverhandelbar und zweitens er hat schon einen Preis.

00:04:16: Wenn man sich diese Dinge logisch zur Ende denkt dass man mit kleinen engen Rahmen beginnt und das dann immer mehr ausweitet bis dann ein gesellschaftlicher Druck entsteht.

00:04:27: Manche Patienten geben auch an Sie haben deswegen einen Sterbewunsch geäußert, weil sie niemanden zur Last fallen wollen.

00:04:34: Also das sind alles Dinge die Alarmglocken schreien lassen sollte in einer Gesellschaft, die angeblich so auf Solidarität bedacht ist und dann ja einen Wechsel dazu macht.

00:04:46: es sagt Ja jetzt geht nicht mehr darum dass man das Leben solange wie möglich lebenswert macht durch palliativ Versorgung durch Schmerzlinderung sondern dass man sagt Das Töten isst eine Therapie Und das ist dann gefährlich.

00:05:00: Ich habe eine berührende Dokumentation gesehen, wo es auch darum gegangen ist noch gar nicht um einen assistierten Suizid sondern einfach um das Faktum eines Menschen mit schwerer Demenz.

00:05:10: Sein wichtigster Gedanke war ich möchte niemanden zur Last fallen.

00:05:13: Das war gar nicht so sehr ich verliere mich, sondern ich möchte jemandem zu last fallen.

00:05:17: und das ist ja glaube ich auch etwas... was hier sehr stark mitspielt und wird in diesem Kommentar von Susanne Kummer auch, sie haben jetzt zweimal gesagt es schrillen Alarmglocken.

00:05:28: Aber gibt es auch Beispiele wie man dem geben wirken kann?

00:05:32: Also im westlichen Ländern ist der Trend nicht so sondern den westlichen Ländern geht der Trend überall hin in Richtung Ausweiten ausweiten der Möglichkeiten eben unter diesen Titel Autonomie.

00:05:45: Und es gibt eigentlich hier zumindest keines erwähnt und ich kenne jetzt auch kein Beispiel von westlichen Ländern, die sagen wir müssen hier eine ganz strenge Grenze einziehen.

00:05:56: Und das wäre eigentlich aber auch der Gesetzgeber bzw.

00:05:59: die Gesellschaft gefordert und das ist ihm das Problem, wenn man zwar ständig von Werten spricht, aber sie eigentlich erodieren.

00:06:07: Das heißt unter Grundwert wäre eigentlich für eine Gesellschaft, vor allem wenn es sich christlich nennt, aber auch darüber hinaus – wenn man sich nur die Menschenrechte anschaut -, dass der Wert des Lebens vom Beginn zum Ende eigentlich unverhandelbar sein sollte.

00:06:19: Und wenn man da beginnt und sagt, naja es ist ja die Autonomie und der Selbstbestimmung.

00:06:23: Es heißt unter dem vermeintlich guten wer will nicht autonom sein?

00:06:27: aber der Mensch an sich ist halt einmal nicht völlig autonom.

00:06:31: ich kann als mensch nicht völlig alleine existieren weder wenn ich ein kleinkind bin aber auch nicht als gesunder vitaler mensch und schon gar nicht im alter.

00:06:41: das heisst dass aufeinander angewiesen seien das hilfe brauche.

00:06:44: den anspruch nehmen ist eigentlich was positives.

00:06:48: Und mit diesen Diskussionen und mit den gesetzlichen Möglichkeiten, die jetzt eröffnet wurden – das war sicher gut gemeint.

00:06:54: Aber nicht fertig gedacht!

00:06:56: Und das ist leider wirklich ein Trend.

00:06:58: Sie waren dann auch der Fernseher, wohingeht Europa?

00:07:01: Wenn nämlich dann die Dystopie der Selbstentzorgung, womöglich aus finanziellen Gründen noch,

00:07:07: d.h.,

00:07:09: die Marktwirtschaft oder so, dass in Ötslichkeitsdenken der Utdiliterismus hier auch noch greift für den menschlichen Leben Das hat dann eigentlich keine objektiven Kriterien mehr, weil das ist eine rein subjektive Frage.

00:07:22: Jemand der hier etwas zu sagen hat es auch tut aber leider nicht gehört wird ist die Kirche oder?

00:07:28: Ja, also die katholische Kirche oder christlichen Kirchen haben hier ja ein klares Statement.

00:07:35: Das haben sie seit zweitausend Jahren und darüber hinaus.

00:07:39: aber das Tötungsverbot hat einen Sinn und auch das Verbot der Selbsttötung.

00:07:45: Das ist ja heutzutage wird es jetzt nicht mehr so streng genommen wie früher wo man diese Menschen ja nicht immer mal ein kirchliches Begräbnis gestartet hat.

00:07:53: Aber als Prinzip So tragisch die Einzelfälle sind, aber es Prinzip hat es einen Sinn.

00:07:58: Weil eben genau diese Fragen damit vermieden werden, vor denen wir heute stehen.

00:08:03: und letztlich stellt sich dann die Frage – und das ist für mich als Historikerin eine grauenhafte Frage nämlich über den Wert des Lebens!

00:08:10: Was is dein wertvolles Leben?

00:08:12: Und was is dein lebensunwertes

00:08:13: Leben?!

00:08:14: Und da kommen wir schnell von der Selbstbestimmung zur Fremdbestimmung vor allem wenn dann die Kassen Defizite haben und die wirtschaftliche Lage schlechter wird.

00:08:24: Und er sagt, na ja wieso wird?

00:08:26: Das gibt es in manchen Ländern schon.

00:08:27: Wieso wird ein Hochbedachter den überhaupt noch einer komplizierten Operation unterzogen?

00:08:32: Wieso fällt uns der noch zur Last?

00:08:34: Nämlich nicht nur im Sinne von Arbeitpflege-Wankelhaben wie am Personal.

00:08:39: also das sind alles Dinge die dann in diesem Zusammenhang rasch ein Thema werden.

00:08:45: Die schrillenden Alarmglocken wurden schon mehrfach hier erwähnt.

00:08:48: allein, dass wir in diesem Gespräch schon wieder über unwertes Leben sprechen müssen.

00:08:54: Sollte noch einmal zum Schrillen auffordern!

00:08:58: In der neuen aktuellen Ausgabe von Libratus Online, Sie hören hier eine Sendung auf Radio Klassik Stefans Domite herausgeberin und Chefredakteurin Gudula Walterskirchen gibt es einen sehr umfangreichen Artikel über die Neuerfindung des linken Antisemitismus.

00:09:15: Ein Thema das uns auch ziemlich beschäftigt leider wie man sagen muss.

00:09:20: Ja das ist auch ein sehr erstaunliches Phänomen in den Gerade in den letzten Jahren.

00:09:24: Wir hätten eigentlich nicht gedacht, wir sind aufgewachsener Zeit, wo das ganz klar war, dass Antisemitismus was Furchtbares ist und wie auch erlebt haben oder leben mussten wohin das führt oder führen kann, dass man jetzt plötzlich unter anderen Vorzeichen muss natürlich auch sagen wieder in diesen antisemitischen Kontext beziehungsweise diese Muster verfällt es doch recht erstaunlich Und unser Autor Stefan Beik hat sich das ganz genau angesehen und ist auch in dieser Materie sehr kundig.

00:09:57: Das Interessante ist, dass der jetzt unter einem anderen Aufhänger kommt.

00:10:01: Das ist für uns Österreicher etwas seltsam, weil nicht dieser Begriff des Antikolonialismus mit dem können wir jetzt nicht viel anfangen.

00:10:08: Österreich hatte nie Kolonien aber das ist ein Trend, das Amerika kommt und sehr stark von der politischen Linken besetzt ist es schon seit Jahrzehnten dort teilweise auch zu Recht, wenn man denkt Ureinwohner.

00:10:20: Wenn man denkt auch andere europäische Länder die sehr wohl Kolonien ausgebeutet haben.

00:10:25: also am Prinzip ja auch eine berechtigte Kritik aber dieser sogenannte Antekolonialismus bei dem jetzt alles aufkängt wird bis zudem dass man nicht mein Diana sagen darf der hat jetzt dermaßige Blüten und zwar unschöne Blüte getrieben.

00:10:41: das ist darum vermischt mit Anti-Israel und aber auch wirklich Antizionismus und auch antisemitische Ausfälle provoziert.

00:10:52: Und das Denkmuster ist ein ganzes verqueres, aber irgendwie in sich wiederum Logisches nämlich zu sagen naja wir solidarisieren uns mit den Opfern.

00:11:01: also alle die kolonialisiert wurden sind Opfer und jemand und diese Opfer sind meistens dunkel heutig und die sind unterprivilegiert.

00:11:12: Im Umkehrschluss heißt das, alle die weiß sind und privilegiert mit denen begegnet er schon mal Skepsis.

00:11:19: und da Juden nach deren Definition ja weiß sind oder privilegert können sie keine Opfer sein.

00:11:26: und dann kommt noch die Rassismus Theorie dazu und damit werden Sie dann so den Tätern.

00:11:32: Das ist in diesem Feld, wenn man sich den Gaserkonflikt anschaut, natürlich hochkomplex.

00:11:36: Natürlich gibt es hier Opfer im Gaserstreifen aber es gibt auch auf der anderen Seite auch Opfer.

00:11:42: und das ganze jetzt Rassismuskritik aufzuladen ist halt hochproblematisch und er setziert das sehr gut anhand von Aussagen einzelner Protagonisten dieser Szene die ihm wie gesagt meistens aus dem angloamerikanischen Raum kommen dass das ein ganz gefährlicher Trend ist weil durch diese antikolonialistische Theorie den Antisemitismus wieder salonfähig gemacht hat.

00:12:07: Wir haben jetzt erst vor kurzem gesehen bei der Berlinale dieses Skandal von dem Regisseur, der dann die Bühne eines Kunst- und Kulturevents benutzt hat wie seit heute leider zu oft der Fall ist um hier politische Thesen und auch teilweise wirklich antisemitische Parole loszuwerden und beklatscht wurde, dann auch noch den Preis gekriegt hat.

00:12:30: Hier merkt man hier ist etwas im Gange.

00:12:33: Man hat natürlich dahin gehandelt wirklich reagiert was die Festivalleitung betrifft aber trotzdem es zeigte dass das was vor zehn fünfzehn Jahren noch undenkbar war jetzt eigentlich ja teilt ist und der Anführungszeichen normalen Diskurses geworden ist.

00:12:51: Wir befinden uns in einer wirklich seltsamen Zeit.

00:12:54: So wie Sie das auch vorhin gesagt haben, dass die eigentlich Kritik am Kolonialismus ja eigentlich etwas Berechtigtes, etwas Gutes ist sowie viele Dinge, das woraus dieser ganze Vokismus entstanden ist waren ja auch Dinge, die auf Missstände aufmerksam gemacht haben.

00:13:08: aber momentan scheinen wir alles überzeichnen zu müssen.

00:13:14: Ja, das ist immer das Problem, dass oft das Schlechte oder auch das Böse unter dem Deckmantel des vermeintlich Guten daherkommt.

00:13:23: Und man muss halt immer das rechte Maß halten.

00:13:25: Das ist so wie bei diesen ganzen Gender-Theorien.

00:13:28: Natürlich ist es nicht so – da sage ich jetzt auch als Frau -, dass man so wie früher konfrontiert war, ja Frauen können nicht logisch denken.

00:13:35: So zu meiner Zeit in der Schule noch bei manchen Lehrern zu hören hat mich immer sehr geärgert!

00:13:41: Jetzt übertreiben wir es ins Gegenteil, dass wir jetzt sagen ja das ist jetzt alles auch gleichzusetzen mit dem biologischen Geschlecht und das Ende jeden Tag.

00:13:48: Und darüber hinaus kann ich auch schon verlangen, dass ich eine Katze bin und auch als Katze behandelt werden muss weil es macht sich dann der andere strafbar.

00:13:57: Und da merkt man relativ einfach an diesem Beispiel, dass Dinge die einmal ursprünglich einen guten oder einen berechtigten, sagen wir mal wertfreien und berechtigten Kern hatten.

00:14:07: Einfach eine Missstand auf eine falsche Denkschule hinzuweisen oder auch soziale Missstände dann ins übertrieben irgendwann einmal pervertieren und sich nicht mehr zum Guten sondern zum Schlechten eigentlich werden weil sie gegen den Menschen sind, gegen dem was dem Menschen gut tut.

00:14:24: Auf dieses Thema werden wir vielleicht im Laufe dieser Sendung noch zurückkommen.

00:14:27: Da gibt es nämlich einen Artikel dazu, im Libratus das Magazin in der Print-Ausgabe.

00:14:33: auf einem Artikel möchte ich noch ganz kurz online zu sprechen kommen den Sie geschrieben haben Schlager ist Wir tun so als wären wir NATO Mitglied.

00:14:42: Tun wir das wirklich und wer tut das?

00:14:44: Und was sind die Konsequenzen daraus?

00:14:46: Ja da gab's einen sehr spannenden Vortrag vom Generaltruppenspektor Stridinger, der ja der Oberste im Bundesheer ist und auch enger Berater der Bundesregierung bzw.

00:14:58: der Bundesministerin für Landesverteidigung.

00:15:01: Und das war in einem etwas kleineren Rahmen gehalten – und das ist natürlich sehr fein wenn jemand einmal so offen spricht!

00:15:09: Und Stridinger hat das sehr klar in diesem Rahmen ausgesprochen, dass wir als österreichisches Bundesheer, ein neutrales Land, eigentlich de facto auch militärisch nicht mehr neutral agieren.

00:15:22: Weil wir bei Übungen... auch durch die Mitgliedschaft in der EU bzw.

00:15:26: den Vertrag von Lissabon und bei allem, was so passiert eigentlich schon in der NATO-Befälsstruktur sind.

00:15:33: Also er hat eine Gleichsetzung auch dahingehend gemacht militärisch weil eben die Verteidigung de facto Europas beziehungsweise der EU-Länder nicht durch die eine EU-Armee basiert, die gibt es ja nicht sondern doch die NATO – auch für die die Nicht-NATO Mitglieder sind und da sind noch mal ganz wenige.

00:15:49: Das ist die große Differenzierung, die immer stattgefunden hat.

00:15:53: Wir sind zwar bei der EU und haben eine militärische Beistandsverpflichtung, über die man herumdiskutiert, wie weit es geht.

00:16:01: Ist das ja eine Klarstellung?

00:16:03: Eigentlich ist es den NATO.

00:16:05: Aber das ist einmal das Eine, was sehr hellend war zu hören.

00:16:08: Und das Zweite ist, dass in diesem ... diese Aussagen, wenn zum Beispiel jetzt ein Land angegriffen würde oder wenn es einen Bündnisfall gäbe.

00:16:20: Ein EU-Land ruft den Bündnisfall ab aus dann wäre auch Österreich nach Strettingers Ansicht selbstverständlich für eine militärische Beistand verpflichtet bzw kann man sich dem nicht entziehen.

00:16:34: Da gibt es diesen Streit, um die so genau die irische Klausel im Vertrag von Lissabon.

00:16:38: Weil als wir zur EU-Bahl getreten sind war ja das überhaupt doch kein Thema, dass das auch was mit Militär zu tun hat.

00:16:43: Damals hat man gesagt, das hat nur etwas mit Wirtschaft, Wohlstand und Freiheit zu tun.

00:16:47: Das kam erst nachher und da wurden ja aber explizit neutrale Länder ausgenommen weil sonst hätten wir den niemals unterschreiben können.

00:16:53: War ja damals schon eine große Diskussion!

00:16:56: Und hier hat man dann den Eindruck dass die normative Kraft des Faktischen, jeglichen politischen Entscheidungsfindungsprozess umgeht bzw.

00:17:07: sogar jetzt – das ist auch eine Verfassungsbestimmung – den Neutralitäten der Verfassung steht.

00:17:12: Das heißt bei den ganzen Diskussionen ob man jetzt das Bundesheer für die Grundwertdiener um zwei Monate verlängert oder nicht – ich halte das für ein bisschen Ablenkungsmanöver – diskutiert man nicht mehr die Grundfragen?

00:17:25: Weil es wurde nie im Parlament diskutiert, ob wir das so machen wollen.

00:17:29: Es wurde auch nie die Bevölkerung befragt, ob er da so recht ist.

00:17:33: Im Gegenteil, der österreichischen Bevölkerung ist ungefähr in der Achtzig-Prozent für die Neutralität.

00:17:38: Und das heißt, es war für mich sehr spannend zu sehen dass hier im Bundesherr selber und auch offensichtlich in der Regierung, Herr Stredinger wird das jetzt nicht nur als Privatperson sagen.

00:17:51: Der wird sich da schon abstimmen nämlich alle ist ein Profi und auch verpflichtet seinen Dienstgebern Dass das eigentlich eine völlig andere Diskussion mittlerweile schön ist bzw.

00:18:01: gar keine Diskussion mehr, sondern dass wir von der Befehlskette her – was ja auch nur logisch Sinn macht – ein Teil schon in den Natostrukturen sind und zum Beispiel durch Sky Shield würde sich das dann noch... verstärken, weil wenn das das Konzept zu kommen wird oder ich meine es gefällt das Geld dafür aber soll das so kommen dann kann ich ja nicht das kleines Land erst einmal reagieren.

00:18:23: Wenn dann schon irgendwo was los geschickt wurde sondern braucht natürlich eine abgestimmte Vorgangsweise und das bestätigt das was viele Kritiker eigentlich schon lange monieren dass es eine de facto Abschaffung der Neutralität gibt oder zumindest einen die man nicht mehr beachtet.

00:18:40: Das sollte man halt schon öffentlich diskutieren und darum auch der Antrieb, das durch diesen Artikel auch in die zur Diskussion zu stellen.

00:18:49: Da liegt viel Zündstoff in dieser Aussage an diesem Artikel ein kompletter Richtungswechsel, der vollzogen wurde ohne dass wir ihn gemerkt haben.

00:18:58: Das war Gudula Walterskirchen.

00:19:00: Sie ist Chefredakteurin und Herausgeberin von Libratus Online aber auch vom Libratius des Magazins.

00:19:07: Zweite Teil unserer Sendung beschäftigt sich jetzt mit der Print-Version, das ist Heft Nummer zwei.

00:19:14: Es steht hier zwar Heft Nr.

00:19:15: Eins drauf weil das erste eine Nullnummer

00:19:17: war?

00:19:18: Na ja es ist so.

00:19:18: wir rechnen immer im Jahreszyklus.

00:19:21: also es gibt vier Ausgaben pro Jahr und das erste Heft die Erstausgabe ist im Herbst zweifemundzwanzig erschienen und darum fangen sie wieder von vorne zu sehen.

00:19:31: wie haben zwei erstlinge da hingehen?

00:19:34: Links gegen rechts ist das Motto, da ist sehr viel unter diesen wenigen Worten zu subsumieren.

00:19:43: Ja also wir versuchen bei diesem... Printheften, das hat fast hundert Seiten.

00:19:48: Das ist schon ein ordentlicher Umfang immer bewusst Schwerpunkte zu setzen um gewisse Themen noch zu vertiefen.

00:19:55: Also das ist nicht nur ein Best-of von den Online Ausgaben sondern es ist eine eigene Ausgabe mit eigenen speziellen Inhalten für Print.

00:20:05: Und in diesen Heften wollen wir besonders präsente Themen der Zeit aufgreifen, die aber oft noch sehr oberflächlich und schlagwartartig behandelt werden.

00:20:13: Und links gegen rechts, das heißt diese ganze Kampf, der da jetzt passiert ist ja kein Nebenschauplatz sondern das ist einer der Hauptschauplätze derzeit.

00:20:22: Und gleichzeitig haben wir aber wenn man sich ansieht, dass das Wahlverhalten der Bevölkerung eigentlich eine Auflösung von Ideologien bzw.

00:20:30: von diesen Zugehörigkeiten.

00:20:32: Das hat es von oben wird versucht zu spalten oder es klar zu definieren, was ist links?

00:20:38: Was ist rechts?

00:20:39: Gleichzeitig.

00:20:40: Was ist gut und was ist böse?

00:20:41: Das ist jetzt die andere Dimension.

00:20:44: Aber im Wahlverhalten haben wir noch nie so viele Wechselwähler gehabt, wie heutzutage.

00:20:48: Und das betrifft nicht nur Österreich sondern es ist in allen Ländern zumindest in Europa ganz klar zu sehen Es gibt eine Vielzahl von Parteien die verschwinden, die neu gegründet werden.

00:20:58: Das ist eigentlich eine Zersplitterung der alten Klar getrennten ideologischen Lager.

00:21:03: Die hat meistens eine Linke und eine Rechte war Dieser Gegentrend, dass es die Bevölkerung steht eigentlich ganz woanders sind sehr Themen orientiert.

00:21:12: Das sieht man ganz immer auch klar bei den Wahlanalysen.

00:21:15: Die Probleme, die die Menschen haben, schauen sie dann wer bietet mir da die besten Lösungen an und der wird dann gewählt?

00:21:22: Die Ideologien dahinter sind offenbar zweitrangig.

00:21:25: Im Gegenteil ist aber dann die politische Inszenierung und auch die mediale Berichterstattung muss man dazu sagen.

00:21:31: Hier wird immer noch ganz klar zugeordnet und zwar oft dass sich die betroffenen Wunden, warum sie in so einer Zuordnung vorkommen, die mit des abgeschafft.

00:21:41: Und eigentlich befindet sich aber der Großteil der Bürger, genau in dieser Mitte.

00:21:44: Zumindest nach einer eigenen Definition und das ist ja auch gut, dass extreme wenig Zuspruch finden.

00:21:51: Aber diese Spannungsbogen allein, der ist schon eine Analyse wert.

00:21:58: Das Zweite was wir auch machen wollten in diesem Heft, dass wir zeigen wohin solche theoretischen Konstrukte oder auch so ideologische Spaltungsversuche passiert ja auch, indem man zum Beispiel was er sich bei deinen verbieten will.

00:22:11: Wenn sie sagen die sind rechts und die müssen verboten werden aber wohin auch letztlich Spaltungen in Gesellschaften führen?

00:22:18: Und da haben wir einen sehr spannenden Artikel einer Kollegin die viele Jahre in Irland gelebt hat und auch mit einem Ihren verheiratet ist.

00:22:27: Und wir wissen ja, Nordirland ist ja uns allen noch sehr präsent diese gewalttätigen Auseinandersetzungen der Terror, der da passiert ist – die vielen Toten!

00:22:37: Wenn man ihren Bericht liest merkt man das hat sich eigentlich außer dass man nicht beständig aufeinander schießt bis heute nicht geändert.

00:22:44: Das heißt, diese Frontstellungen, diese Emotionalen auch sogar räumlichen.

00:22:49: Da gibt es Dörfer wo nur Katholiken wohnen und Dörfe wo nur Protestanten wohnn.

00:22:54: Also die miteinander eigentlich nichts zu tun haben wollen oder auch wenn sie's versuchen keine Chance haben aufeinander zuzugehen.

00:23:01: also ganz schwierig!

00:23:03: Und das Ganze ist Jahrzehnte her.

00:23:05: Das bedeutet auch dass man vielleicht ein bisschen nachdenkt bevor man agitiert gegeneinander wohin das führen kann und welche weitreichende und langfristigen Konsequenzen das haben kann.

00:23:17: Und die andere Dimension, die wir uns sehr genau angesehen haben war natürlich auch im internationalen Vergleich – also wir haben aus verschiedenen Ländern Beispiele aus Polen zum Beispiel was die kommunistische Vergangenheit mit der Gesellschaft dort gemacht hat aber auch in Bereichen wie z.B.

00:23:32: der Wissenschaft oder der Wirtschaft.

00:23:34: Überall spielen diese Ideologien hinein, beziehungsweise Denkschulen.

00:23:38: Manchmal ist es auch gut weil dann kann der Bürger sagen Gut ich bin mehr so in die liberale Ecke und dann wechseln wir wenn das Konzept nicht hin hat halt wieder auf das andere.

00:23:47: Das ist eigentlich die Grunde der Demokratie.

00:23:50: Aber das Problem ist Wenn ich jetzt einen Bereich Und heutzutage ist es der rechte Bereich also alles was als rechts definiert wird Was auch oft fragwürdig ist Wenn man das jetzt noch moralisch aufleht Dann sagt das eine ist gut und das anderes böse dann hebelt es eigentlich die demokratischen Prozesse aus, weil dann habe ich nämlich keine Wahl mehr.

00:24:08: Und das zu hinterfragen und zu beleuchten und in die Tiefe zu gehen – das ist der Ansporn- und Anspruch dieses Heftes.

00:24:17: Das sagt Gudula Walterskirchen und hat damit tatsächlich zweite Artikel auf die ich zu sprechen kommen wollte, instinktiv herausgegriffen, nämlich nur an Irland und Polen.

00:24:28: Das Heft, Sie haben es schon erwähnt hat über neunzig Seiten ist aufgeteilt.

00:24:33: Auch das ist schon ein bisschen so durchgekungen in vier große Abteilungen Politik Wirtschaft Wissenschaft und als letzter Teil Gesellschaft Kultur und Religion.

00:24:44: Wie kommt man zu diesen Magazinen?

00:24:45: Zu der Printversion?

00:24:47: Also man kann es bei uns bestellen, beim AboService.at-Librators.online – also man muss noch auf die Website gehen – dann findet man das und seit gestern gibt es auch in allen großen Buchhandlungen auf allem Bahnhöfen Deutschsprachigen Raum ist natürlich auch in Österreich und speziellen Buchhandlungen auch das Hef zu kaufen.

00:25:08: Das heißt da können wir vorbei gehen!

00:25:09: Und wenn man sagt ich möchte es aber beim Trafikanten ums Eck kaufen, dann kann man's dort bestellen lassen,

00:25:15: d.h.,

00:25:15: es ist gelistet Und man kann einen Einzelheft günstiger, sage ich gleich.

00:25:19: Ist es das Abo zu nehmen?

00:25:21: Also da ist ein großer Vorteil, kriegt man's bequem ins Haus geschickt und spart sich den Weg.

00:25:26: aber man kann gesagt auch gerne mal hineinschauen, kann auch online ein bisschen hinein blättern.

00:25:31: also da gibt es auch eine Möglichkeit einen Link wo man ein bisschen einen Blick ins Heft machen kann.

00:25:37: und ja darum wollen wir das immer näher an den Bürger, an den Leser heranbringen Weil wir finden, dass sehr viele Dinge heutzutage sehr oberflächlich angehandelt werden und man zu wenig in die Tiefe geht.

00:25:51: Und da wir nur viermal pro Jahr erscheinen hat auch jeder der sich dafür interessiert genug Zeit sich dahinein zu vertiefen.

00:25:58: also die bewusste Entschleunigung und die bewusst auch eine Vertiefung im Gegenteil zum schnellen Oberflächlichen

00:26:06: Sagt Grudula Walterskirchen.

00:26:07: eine Abschlussfrage noch.

00:26:08: Wenn ich mir die Autorinnen und Autoren ansehe, dann gibt es natürlich ein paar Namen, die bekannt sind auch schon von der Online-Ausgabe aber es sind doch einige andere Namen auch dabei.

00:26:19: wie finden sie?

00:26:21: Die Damen und Herren für so einen Magazin?

00:26:25: Wir versuchen immer eine Mischung zu machen, also unseren Stammautoren natürlich.

00:26:28: Klarerweise sind die Tragende Säule aber auch um den Bogen etwas weiterzuspannen.

00:26:34: Immer wieder auch Gastautornfee der Ausgabe.

00:26:37: Die finden sich indem man Empfehlungen bekommt und ein interessantes Buch liest.

00:26:42: Irgendwann einen interessanten Beitrag, jemanden bei einer Veranstaltung als Vortragenden kennenlernt oder Menschen, wo wir immer schon gedacht haben.

00:26:51: Oder auch unsere Autoren sind sehr, sehr gut vernetzt.

00:26:55: Und denen fällt auch immer wieder jemand ein, immer ein interessanter Neuer der vielleicht oder die sonst nicht so zu Wort kommt.

00:27:02: also das ist uns auch ein großes Anliegen.

00:27:05: Personen.

00:27:06: es gibt so viele kluge Menschen mit so unglaublich viel Wissen und so interessanten Thesen Die sonst nicht sofort kommen in den üblichen Medien dem halt sonst zu konsumiert und denen normal Gehör zu verschaffen.

00:27:20: Das war Libratus on Air, das Talkmagazin auf Radio Kassick-Steffansdom in Kooperation mit LibratUS Online.

00:27:26: Danke an Gudula Wald des Kirchen für den Besuchen und die Expertise!

00:27:30: Ich

00:27:31: wünsche Ihnen noch viel Vergnügen mit dem weiteren Programm hier auf Radio Cassick-Stephansdom auf Wiederhörnsakt Christoph Wellner.

00:27:41: Das war LibratUs On Air – der monatliche Talk zum Zeitgeschehen.

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