per- 260223#Kirchenspaziergang_Michaelerkirche
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00:00:06: Hier ist Bernadette Spitzer und ich freue mich, dass Sie mich auf einen weiteren Kirchenspaziergang begleiten.
00:00:13: Es geht in eine sehr bekannte und doch irgendwie geheimnisvolle Kirche in der Wiener Innenstadt die in den Sizi Filmen als Augustiner Kirche verkauft wird – in Wirklichkeit aber die Michaela-Kirche E-R am Schluss nicht mit A, denn sie ist nicht einer heiligen Michaelah geweiht sondern dem Erzengel Michael.
00:00:37: Der prankt gut sichtbar gleich oberhalb des Portals.
00:00:51: Die Kirche steht auf dem nach ihr benannten Platz und zählt zu jenen Gebäuden die informen.
00:00:57: Sie ist eingebettet oder eingekwetscht wie man es nimmt in zwei Häuser dem Großen und dem kleinen Michaela Haus.
00:01:05: Das linke, große ist besonders interessant denn dort wohnten unter anderem Josef Hayden und der berühmte barocktichter Pietro Metastasio.
00:01:15: Gedenktafeln erinnern an sie.
00:01:23: Die Musik die sie durch den Spaziergang begleiten wird Stammt von einer Lokalmatadorin.
00:01:28: Mariana Martinez war Schülerin von Josef Hayden und komponierte eine Messe, die in der Michaela-Kirche Uhr aufgeführt wurde.
00:01:39: Danach war Jahrhunderte lang stille und im September zwanzig fünfundzwanzig gab es einen Revival!
00:01:51: Die letzte berühmte Bewohnerin des großen Michaela Hauses links von der Kirche war die Schauspielerin Elfride Ott.
00:01:59: Sie war dort, sixundachtzig ihrer dreieinneunzig Lebensjahre zu Hause.
00:02:09: Rechts von der Kirche ist das kleine Michaela-Haus mit einem Durchgang zur Habsburger Gasse, der Michaela Platz pulsiert.
00:02:18: Neben Menschen die hier arbeiten welzen sich Touristengruppen vorbei und im Minutentakt durch die Kirche.
00:02:27: Die Michaela-Kirche zählt zu den Ältesten der Stadt.
00:02:31: Sie wurde vermutlich um zwölfhundertundzwanzig errichtet, also vor gut achthundert Jahren und ist seit zwölfundachtundachzig Pfarrkirche.
00:02:40: Zu der Zeit war sie eine von drei neben der Steffans Kirche und der Schottenkirchen.
00:02:45: Somit isst sie einer Gründung aus der Zeit der Babenbergerer.
00:02:49: Die residierten am Hof, also an heutigen Platz am Hof der so heißt weil eben dort der Hof der Babenberger war.
00:02:58: Allerdings gehörte die Michaela Kirche weder den Babenbergern noch einem Orden oder der Diözese sondern der Stadt Wien, die daher alle Kosten zu tragen hatte.
00:03:09: Die Harpsburger, die später ganz in der Nähe der Michaela-Kirche ihre Burg, die Hofburg ausbauten fanden das sehr praktisch und machten sie zu einer Hofkirche.
00:03:21: Bis siebzehnvierundachtzig blieb sie das.
00:03:24: Durch einige Umbauten im Laufe der Jahrhunderte ist die Michaela-Kirche vor allem von außen nicht in ihrem romanischen Kern erkennbar.
00:03:34: In der Kirche empfängt mich einer Derkenner, der Salvatorianer und frühere Pfarrer Pater Peter van Meyl unüberhörbar ein gebürtiger Niederländer.
00:03:45: was im Raum sofort auffällt ist unter anderem, dass man bis zum Altar gehen kann ohne durch ein Gitter oder einen Ticketschalter zum Kauf einer Eintrittskarte aufgehalten zu werden.
00:03:57: Das war eine bewusste Entscheidung, sagt Pater Peter.
00:04:02: Die Kirche ist eigentlich die beste Wärmung der Persönlichkeit des jeweiligen Verantwortlichen Wenn ich an eine Tankstelle komme und ich brauche Sprit für mein Auto, und die Tankstell ist geschlossen.
00:04:16: Dann werden die Leute zurecht böse.
00:04:19: Wenn die Leute in den Kirchen gehen kommen vor einer geschlossenen Tür dann wären sie zu recht
00:04:25: böse.".
00:04:26: Pater Peter ist ein großer Fan seiner Kirche.
00:04:29: Seine Begeisterung ist unüberhörbar.
00:04:32: Immer wenn ich Führungen gebe, wenn Sie in die Michaela kommen, wissen Sie gar nicht wo Sie hinschauen sollen?
00:04:38: Sollen Sie sich hinaufschauen, links und rechts?
00:04:41: Oder wo sollen sie hinschauen.
00:04:43: Und dann fangen wir an mit kleinen Orten zu erklären zum Beispiel.
00:04:49: Hier links von mir
00:04:50: das
00:04:51: Eckengewinn...
00:04:55: Ist das eine zugemauerte Tür oder sieht es schlecht?
00:05:00: Die Leute müssen bei mir immer selbst zu der Entdecken kommen und selbst fragen, was ist das?
00:05:07: Die fragen
00:05:08: z.B.,
00:05:09: was ist hinter dieser Tür?
00:05:11: Dann sage ich Ihnen, hinter diese Tür steht jetzt das große Michaelahaus können Sie gar nicht sehen!
00:05:17: Aber was war im Jahre twelvehundertzwanzig hinter dieser romanische Pforte?
00:05:27: Da war der Eingang der Kirche.
00:05:29: Also die Leute sind hier durch dieses romanische Portal in die Romanische Kirche gekommen.
00:05:38: Und ist jetzt zu, warum ist sie zu?
00:05:40: Die ist zugemacht worden damals als man das große Michaela-Haus gebaut hatte.
00:05:46: Aber diese Leute sind so interessiert, die gehen dahin.
00:05:49: kommen Sie mal mit und was tun Sie?
00:05:53: Das können wir auch feststellen... Wie die klare Mauer in Jerusalem.
00:06:00: Das heißt, sie nehmen kleine Zettelchen und stecken die hier hin.
00:06:05: Auch das gibt
00:06:05: es.".
00:06:07: Vom Eingang aus links sieht man das Portal unter hinter dem Mauer aus dem achzehnten Jahrhundert.
00:06:26: dass die Kirche gebaut wurde als romanische Kirche.
00:06:32: Was heißt das?
00:06:33: Dann sage ich, man kann die Kirchen eigentlich nur gut verstehen wenn man die Bibel gut versteht.
00:06:40: In Buch der Offenbarung steht, dass der Ort Gottes, die Bleibe Gottes bei den Menschen im neuen Jerusalem ist.
00:06:50: gebaut auf zwölf Säulen.
00:06:54: und wenn sie mit mir... Zählen, sehen Sie auf der linken Seite Sechsäule und auf der rechten Seite Sechsäule.
00:07:01: Und Hoppla sind wir im Buch der
00:07:03: Offenbarung.".
00:07:05: Okay das heißt diese Säulen können die noch zum romanischen
00:07:10: Bestand?
00:07:11: Das ist das Grundwerk der Romanische Kirche.
00:07:15: Im Mittelschiff der Kirche sieht man Stil-Elemente aus der Zeit etwa Kapitelle mit Verschlungen gewachsen.
00:07:22: In der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts wurde das Langhaus gebaut, dass sich bis heute in seiner damaligen Form erhalten hat.
00:07:31: Genau da Tieren kann man das Mittelschiffgewölbe, das nach dem großen Stadtbrand zwölf siebzig erbaut wurde.
00:07:38: Na gut dann wandern wir weiter
00:07:44: in die Gotik?
00:07:45: Ist die Kirche jemals architektonisch!
00:07:55: Ich sage, unsere Kirche ist ein Petschwerk-Kirche.
00:08:00: Die Leute sollen sich nicht wundern oder ärgern, dass wir von Petschwörbfamilien sind.
00:08:06: Die Kirche das beste Beispiel und alles passt so schön zusammen!
00:08:18: Und das war ursprünglich schon in der Romanik
00:08:21: so?
00:08:22: In der Romanic noch nicht.
00:08:24: Das Saiten-Schiff, die Kapelle sind in der Barockzeit angebaut
00:08:32: worden
00:08:33: hier auch.
00:08:36: Der Korraum ist auch weiter angebaut.
00:08:41: Das können Sie.
00:08:42: wenn wir ein paar Schritte
00:08:44: weitergehen
00:08:46: sieht man dass Eigentlich sehr deutlich diese Fenster, das scheint barockisiert zu sein.
00:08:58: Denken Sie das weg!
00:09:00: Dann haben sie eine schöne romanische Bogen und auf der linke Seite sehen Sie es auch.
00:09:11: hier fängt irgendwie ein Vorraum an.
00:09:15: Nun führt mich Pater Peter in einen öffentlich nicht zugänglichen Seitenraum, wo eine weitere Entdeckung gemacht worden ist.
00:09:23: Ein zweiter romanischer Eingang – allerdings wurde er nicht durch Zufall entdeckt sondern anhand eines alten Plans.
00:09:41: Die Fernsehleute sieht natürlich alle geil, wenn sie das filmen können.
00:09:47: Hierüber kann man ein bisschen erzählen indem man sagt zum Beispiel diese zwei Kronen Das waren zwei Originalkronen die früher auf der Maria Candia.
00:10:01: Das ist der schöne attraktive Bild dass wir im Priester Raum im Korraum haben wo diese zwei ursprünglich original waren.
00:10:11: Wenn wichtige Leute hier beerdigt wurden, bekam man die natürlich alle eine Krone.
00:10:20: Ein Priester bekommt seinen Kälch, ein Herrscher bekommt seine Krone auf dem Sarg oder auf dem Kartoffalk und wir hatten sie oben in unseren ... sagen wir es mal, deftig Abstellraum oder kleines Museumchen.
00:10:40: Und dann habe ich gesagt das ist etwas was die Leute sehen müssen.
00:10:45: Sehen und nicht behören.
00:10:48: Das ist so etwas man zeigen
00:10:50: kann.".
00:10:52: Zu sehen sind die goldenen Kronen und die Paptiare, die nicht aus Metall sondern aus Holz gefertigt sind.
00:10:58: im Rahmen von Sonderführungen Zurück im Kirchenraum hört man ätherische Klänge, ruhige spirituelle Musik die beruhigend wirken soll und es riecht dezent nach Weihrauch.
00:11:11: Und nun stehen wir vor dem Hochalltag aus dem Jahr siebzehn-einundachtzig.
00:11:30: aus diesem Fenster einen barocken Himmel gebaut mit dem sympathischem Allge Gottes, nicht strenger Allge-Gottes sondern mit dem Sympathischen Allge Gottes das auf die Menschen hinschaut.
00:11:49: So sind wir jetzt hier in diesem Koram.
00:11:52: Sehen Sie?
00:11:54: Ich erzähle Ihnen nachher warum das so ist.
00:11:58: Patapeter lenkt meinen Blick auf einen Heiligen, der mir bekannt und wieder unbekannt vorkommt.
00:12:04: Er hält einen
00:12:23: Pfeil in der
00:12:24: Hand.".
00:12:29: Dann frage ich die Leute, wo weißt dieser Pfeil
00:12:33: hin?
00:12:35: Auf den Altar.
00:12:37: Richtung Tabernakel.
00:12:39: Da stimmt das!
00:12:44: Ich sage das ganz ehrlich... Ich habe noch nie so eine korrekte erste Antwort bekommen.
00:12:53: Noch nie.
00:12:55: Glück gehabt Pater Peter erklärt mir den Hintergrund.
00:12:59: Es hat zu tun mit den Barnabitten, die bis vor einhundert Jahren die Kirche betreuten.
00:13:05: Als die Barnabiten, die nach Wien kamen, war die Stadt Wien für achtzig Prozent evangelisch.
00:13:16: Also die Barnabyten mussten wir regatodizieren und das haben sich gesagt, Moment mal eine Kirche muss einen Mittelpunkt haben Und wenn wir uns jetzt umdrehen, dann sehen wir wie die Leute auf dem Michaelerplatz vorbei hopsen.
00:13:38: Abends ist es draußen dunkel.
00:13:41: Hier ist das Licht.
00:13:43: Unser Ekonen wird angestrahlt und die Leute kommen wie im Hotter zum Licht – und fühlen sie sich hier wohl!
00:13:52: Das heißt diese Linie ist ganz wichtig inhaltlich Weil ich hab hier den Altar, ich habe hier die Musik und ich hab die Menschen, die draußen sind.
00:14:03: Was wollen sie noch mehr?
00:14:06: Nun fällt etwas auf!
00:14:08: Die Kirche ist dem Erzengel Michael-Gewald aber auf dem Hochaltar findet man ihn nicht.
00:14:14: Man sieht in der Hinter an der Wand auf einem prächtigen Alabaster Relief aus Stuck wo er die bösen Engel aus dem Himmel stürzt.
00:14:23: Und doch war es ein Thema, wer vorne und wer hinten sein darf.
00:14:27: Ein Wunderpunkt
00:14:28: sozusagen.".
00:14:38: Was ist die Lösung wie heutzutage, wenn du ein Problem hast?
00:14:42: Mach die Bibel auf und versuch die Bibels zu verstehen.
00:14:44: Sie haben eine Bibel aufgemacht, Buch der Offenbarung gelesen.
00:14:48: Kapitel zwölf – Am Himmel war ein großes Zeichen.
00:14:51: Eine Frau erscheint mit einem Kind, das Kind wird geboren.
00:14:55: Auf der anderen Seite entsteht ein großer Drache Versucht dieses Kind und dem Mutter zu zerstören Und in dem Moment kommt Michael und rettet die Frau.
00:15:08: Dieser fotografische Moment ist festgelegt.
00:15:13: Der Michael mit seinen Jungs schmeißt die Engel auf die Erde und kommt Maria zur
00:15:23: Hilfe.".
00:15:25: Fast könnte man das als österreichische Lösung bezeichnen.
00:15:30: Auf dem Hochaltab rangt ein Marien-Gemälde, Mutter und Kind genannt Maria Krandia.
00:15:36: Krandi war eines der Name von Heraklion in der Hauptstadt von Greta.
00:15:40: Die Figur ist im Zuge einer osmanischen Belagerung, in den Kaiserhof in Wien gelangt und in die Michaela-Kirche gebracht worden.
00:16:12: Hier ist er und die Madonna.
00:16:14: Und wenn Sie es noch genau wissen wollen, auf der anderen Seite haben wir die Madonna, die Schlange zertritt.
00:16:24: All-inklusive könnte man sagen.
00:16:27: Also für die Innenseite könnte man wirklich eine Bibellesen durch die Kirche machen angefangen mit dem romanischen Struktur.
00:16:40: Wirklich!
00:16:43: Teil des Hochhaltars ist eine Mauer, und auf dieser sind die vier Evangelisten.
00:16:49: Ähnlich wie griechische Philosophen als lebensgroße Figuren auf einer Mauer sitzen, die Beine baumeln lassen und sie lesen Bücher – teilweise tun Sie so, als hätten sie mit den beiden lebensgrosen Englern, die das Marienbild Maria kann, die erhalten nichts zu tun!
00:17:06: Sehr originell!
00:17:08: Man möchte sich zu den Evangelisten auf die Mauer dazusetzen und mit ihnen plaudern, denke ich mir.
00:17:15: Dreht man sich vor dem Altarraum um fällt der Blick zum einen durch den Haupteingang hinaus auf den geschäftigen Michaela-Platz Zum anderen fällt er hinauf auf den Chor Und ein großes Fenster.
00:17:29: Doch was ist das?
00:17:32: Sängst du es als Vorhang?
00:17:34: Ja So haben sie da einen Vorhang.
00:17:37: Die Leute fragen, erzählen Sie was über die Pfeife?
00:17:41: Warum ist dieses schäbige Vorhang?
00:17:42: Das
00:17:43: habe ich nicht
00:17:45: gesagt!
00:17:46: Macht das ein bisschen Plastisch.
00:17:48: Ganz einfach.
00:17:49: Ich habe Ihnen erzählt gegen die Uhr der Sechzehn kommt das helle warme Sonnlicht in den Kirchen und unser Organist leidet schon wenn er sieht dass das Holz.
00:18:04: Das Holz ist hundert Jahre älter als die Orgel und die Orgel ist dreihundert Jahre alt.
00:18:10: Das heißt, das Holz ist vierhundert Jahre old wenn die Sonne in ihr alle ihre Kraft auf die Pfeife und auf das Holz scheint.
00:18:20: Das ist erstens.
00:18:21: Zweitens früher war es kein Problem weil der Priester mit seinem dicken Rücken stand zu dem Volk.
00:18:28: hier hat alles geschehen.
00:18:30: heutzutage muss Die Fahrer müssen sich präsentieren und sagen Hallo, schön dass ihr alle da seid.
00:18:39: Aber wenn dort kein Vorhang ist, halten sie das nicht
00:18:45: aus.".
00:18:45: Also das ist wirklich gegen die Sonnen-Einstrahlung dagegen?
00:18:49: Und dass eben das Holz nicht zerstört
00:18:51: wird?
00:18:51: Ja.
00:18:54: Hinter dem Hochaltar verbirgt sich übrigens ein Relikt aus der Zeit der Vorgänger der Salesianer der Barna bieten.
00:19:00: Sie waren Mönche und beteten daher gemeinsam das Chorgebet.
00:19:05: Das Chorgestühl ist noch vorhanden, eben hinter dem Hochaltar.
00:19:09: Doch was stand da vor dem aktuellen Barrocken?
00:19:13: Dazu später mehr!
00:19:15: Pater Peter gehört im Orden der Salvatorianer an – sie haben die Kirche neunzigundzwanzig übernommen, da die Bannerbieten ausstarben.
00:19:23: Das ist auch schon wieder mehr als einhundert Jahre her….
00:19:27: Mit dem italienischen Orden, der im siebzehnten Jahrhundert von Kaiser Pferde nannte im Ersten nach Wien geholt wurde, zog das Barock ein.
00:19:35: Dabei wurde aber nicht alles Alte zerstört wie man das im Barock gerne machte.
00:19:40: Ganz vorne rechts ist eine weitere Kapelle die gotische Kreuzkapelle.
00:19:46: Peter zeigt mir einen steinernen Hund an der Mauer – nicht ganz ohne Schmunzeln!
00:20:14: Nun führt mich Patapete zur Kapelle auf der gegenüberliegenden Seite, also links vom Hochaltar.
00:20:20: Auf dem Altar steht der alte Tabanakel, ein wunderschönes Stück gut platziert aber im Vergleich zum aktuellen im Hochaltar sehr bescheiden.
00:20:29: Er ist aus Ebenholz, Schildpad, Silber und Messing.
00:20:33: Sechzehn-Zweiundvierzig erworben stand er bis siebzehneinundachzig auf dem Hochaltat.
00:20:39: Die Panabiten sind aus Mailand gekommen, sechzehundertsechsundzwanzig Und wollte natürlich auch unterstreichen Katholisch, Eucharistie ist the best of the best!
00:20:48: Der Altar ist natürlich der Best of the best mit den Säulen,
00:20:59: also
00:21:00: Elfenbein Schildkröte und dann Reliquiarien.
00:21:08: Also immer die Bezug zu den Märterer, zu den Heiligen, die wir hier haben und an die Mutter Gottes.
00:21:16: Also eigentlich um es in einem zu sagen, das typische katholische die Relikion als Beziehung zu den Heiligen.
00:21:26: Die Mutter Gottes, die hier verehrt wird und dann das Brothäuschen der Tabernakel wo das Allerheiligste, das Gesegnete, das Verwandelte Brot aufbewahrt wird Und das war früher auf dem Hauptaltar.
00:21:44: Und wenn Sie das vergleichen mit dem Erdseln, dann ist es ein Pinuz.
00:21:49: Ja, das stimmt!
00:21:51: Nun lenkt Pater Peter meinen Blick auf etwas für eine österreichische Kirche Ungewöhnliches.
00:21:57: An der Seite ist eine lebensgroße Figurengruppe zu sehen – ganz in Weißgehalten.
00:22:03: Sie stellt die Grablegung Jesu dar, hergestellt in den letzten Jahren.
00:22:08: Vor allem südamerikanischen Touristen würden hier in die Knie gehen, sagt Pater
00:22:14: Und das ist eigentlich für die Touristen der eigentliche Renner.
00:22:18: Das heißt, Südamerikanern gehen alle da in den
00:22:22: Knie.".
00:22:24: Überall in der Kirche sind auf Bögen oder auf der Wand Reste alter Fresken zu sehen.
00:22:29: Blickt man auf die rechte Seite, so fällt eine Seitenkapelle auf, die besonders prächtig ausgestaltet ist!
00:22:43: Gerade gebaut in einer Zeit, wo dieser verdammte, dreißigjährige Krieg in Europa stattfand.
00:22:53: Oben steht Christus?
00:22:55: auf dem Berg Tabor mit den drei schlafenen
00:23:03: Aposteln.
00:23:05: Im Laufe der Zeit hat man von Jesus eine Maria gemacht.
00:23:09: Das ist natürlich Aber jetzt ist die Maria weg und es ist Jesus mit den Drei Aposteln.
00:23:17: Es ist die Erklärung Jesu auf dem Berg Tabor.
00:23:21: Die Figur des Jesus ist in der Tat seltsam, denn er trägt die für Maria typischen Farben rot und blau anstatt das für ihn typische Weiß.
00:23:30: Auf den ersten Blick würde man in daher für seine Mutter halten – ein Kuriosum so eine Art Trans-Jesus!
00:23:37: Ein weiteres Kuriosuum ist dass die Kirche den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden hat dass aber im Jahr fifteenhundertneunzig der Kirchturm einstürzte, aufgrund eines Erdbebens in Neulenkbach das immerhin fünfundvierzig Kilometer entfernt liegt.
00:24:00: Wir sind am Ende unseres Spaziergangs angekommen.
00:24:03: Ja vielen herzlichen Dank!
00:24:06: Das war jetzt toll.
00:24:07: Aber es gibt noch mehr zu sehen – bei Führungen kann man die berühmte Gruft besichtigen wo tausende Menschen bestattet worden sind und viele nicht verwesten sondern momifiziert.
00:24:18: Ebenso zugänglich mit Führung ist die Bibliothek.
00:24:22: Bis Fünfzehntundacht gab es um die Kirche herum einen Friedhof.
00:24:26: Zeugnis davon gibt heute noch ein Ölberg.
00:24:28: hoch Relief im Durchgang zur Habsburger Gasse.
00:24:32: Mit dem Verbot des Friedhofs verlagerte er sich in den Keller, in die Gruft aber natürlich nur für die Reichen.
00:24:39: Die Armen wurden außerhalb der Stadt Nauer beigesetzt.
00:24:42: Apropos Friedhof Nach dem Tod Mozart stiftete Emanuel Schikaneda, der Libertist der Zauberflöte in der Michaela-Kirche eine Messe exäqueren genannt.
00:24:53: Bei der vermutlich die fertigen Teile des Räquems uhr aufgeführt wurden.
00:24:58: Diese Messe war übrigens nicht billig – ein schöner Sarg kostete damals zwischen drei und siebzehn Gulden die Messe sechsundzwanzig.
00:25:06: Das macht deutlich welch hohen Stellenwert Mozart hatte!
00:25:11: Noch viel weiteres gibt es in der Michaela Kirche zu sehen.
00:25:15: Sie ist eben, wie es Pater Peter sagt eine Patchwork-Kirche zusammengesetzt im Achthundert Jahren.
00:25:21: Sie hat unter der Woche von sieben an Sonnen und Feiertagen von acht bis zwanzig Uhr offen.
00:25:28: Alle Infos über Führungen und überhaupt finden Sie auf der Webseite der Kirche unter michaelakirche.at.
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