Impuls für den Tag am 12.2. mit Nathanaela Gmoser

Show notes

Nathanaela Gmoser ist Ordensfrau der Benediktinerinnen der Anbetung und ausgebildete Berufungscoachin.

Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben.
Mk 7,24–30

Show transcript

00:00:03:

00:00:15: Ein sehr spannender Dialog erleben wir heute im siebten Kapitel des Markus Evangeliums.

00:00:20: Jesus, der wirklich sehr harsh reagiert und eine Frau, die einfach dran bleibt, die sich nicht abbringen lässt und die schlussendlich erhält, worum sie gebeten hat.

00:00:32: Unreinen Geist besessen ist, so heißt es im heutigen Tages Evangelium.

00:00:38: Und Jesus zögert sie zu heilen.

00:00:41: Warum?

00:00:42: Das ist eine der Stellen, mit der ich selbst schon immer und eigentlich noch immer hadere.

00:00:47: Die Reaktion Jesu ist mir unbegreiflich.

00:00:49: Er behandelt diese Frau nämlich wirklich äußerst hart, geradezu abwertend.

00:00:54: Und wenn ich Jesus hier auch nicht verstehen kann, so hat diese Stelle doch etwas, was mich aufmerksam werden lässt.

00:00:59: Nämlich die Reaktion der Frau.

00:01:01: Im achzehnten Gebittel des Lukas Evangeliums erzählt Jesus ein Gleichnis von einem Richter, der einer Frau nur deshalb recht verschafft, weil sie so behaulich an einer Sache dran bleibt, weil sie ihm eigentlich lästig fällt damit.

00:01:15: Das ist jetzt natürlich nur meine Interpretation, aber es könnte doch sein, dass Jesus dabei die Begegnung mit dieser Frau im Kopf hatte.

00:01:23: Mit dieser Frau, die so behaulich bleibt, sich nicht von seiner haschen Bemerkung aus der Fassung bringen lässt.

00:01:28: sogar sehr schlagfertig argumentiert und deren Standhaftigkeit am Ende die Heilung ihrer Tochter erwirkt.

00:01:35: Das Kind, das zu heilen Jesus zunächst zögert, ist aus einer heidnischen Familie.

00:01:41: Daran liegt.

00:01:42: Jesu Zaudern aber nicht, sagt Schwesternater Naela Komosa.

00:01:47: Das sehen wir ganz deutlich an vielen anderen Stellen der Bibel.

00:01:50: Manchmal heilt Jesus, weil die Menschen glauben.

00:01:54: Manchmal halte er, weil andere glauben.

00:01:56: Zum Beispiel die Stelle, in der ein Gelehmter durch das Dach, das sie vorhin abgedeckt haben, vor Jesus hinuntergelassen wird.

00:02:03: Dort heißt es nämlich nicht, weil er seinen Glauben, also den Glauben des Gelehmten sah, sondern weil er ihren Glauben, also den der Männer, den er trugen, weil er den sah.

00:02:12: Sehr oft aber ist der Glaube gar kein explizites Thema, damit Jesus eine Person halt.

00:02:18: Wovon ich aber überzeugt bin ist, dass jede Person, die zum Glauben an Jesus gelangt, also in eine lebendige Beziehung mit ihm tritt, gar nicht anders kann als geheilt zu werden.

00:02:39: Wo möglich geht es ihnen ähnlich wie mir.

00:02:41: Und es darf auch solche Stellen geben, in denen wir Jesus ganz offen sagen dürfen, ich verstehe das nicht.

00:02:47: Ich verstehe dich nicht.

00:02:48: Es darf Stellen geben, die uns unklar sind und vielleicht sogar unklar bleiben.

00:02:52: Und eigentlich sind die auch nicht das Problem, denn wie Mark Twain gesagt haben soll, die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen.

00:03:02: Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mich gerade diejenigen Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe.

00:03:22: Das heutige Tages-Evangelium finden Sie bei Markus, Kapitel sieben, vierundzwanzig bis dreißig.

00:03:29: Die Impulse können Sie auf radioklassik.at nachhören.

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