Impuls für den Tag am 11.2. mit Nathanaela Gmoser
Show notes
Nathanaela Gmoser ist Ordensfrau der Benediktinerinnen der Anbetung und ausgebildete Berufungscoachin.
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen,
sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Mk 7,14–23
Show transcript
00:00:03: Im Puls
00:00:04: für den Tag Diese Woche mit
00:00:09: Schwester Natanahila Gmusa.
00:00:15: Was macht einen Menschen unrein, das was aus ihm herauskommt oder das was in ihn hineinkommt?
00:00:21: Rätselhafte Worte spricht Jesus heute, die auch für seine Jünger eine Erklärung bedürfen.
00:00:28: Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann in Unrein machen, sondern das, was aus dem Menschen herauskommt.
00:00:36: Das sagt Jesus im heutigen Tagesevangelium.
00:00:40: Mir ist da spontan die Stelle eingefallen, in der Jesus sagt, dass wir radikal alles entfernen sollen, was uns zum Bösen verführt.
00:00:47: Er spricht da davon, Hände und Füße abzuhauen und Augen auszureißen, wenn sie uns zum Bösen verleiten.
00:00:54: Zu radikal?
00:00:55: Ich glaube, was diese tiefen schlechten Vorgänge in unserem Inneren betrifft, können wir nicht darum herum radikal zu sein.
00:01:03: Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgir, Hinterlist.
00:01:07: All dem, was Jesus im heutigen Evangelium aufzählt, kann man nicht mit einer kleinen Kurskorrektur begegnen.
00:01:14: Das erfordert eine ganz klare Hundert-Achzig-Grad-Wendung.
00:01:17: Und darum würde ich sagen, dass Jesus uns in diesem Fall wirklich das Hilfsmittel ans Herz legt, im besten Sinn radikal zu sein.
00:01:25: Radikal, radix, Wurzel.
00:01:27: Das heißt, wir müssen zu Wurzel dessen gelangen, was sich da in unserem Herzen eingelagert hat.
00:01:32: Und es von dort entfernen.
00:01:34: Ganz.
00:01:35: Wir alle kennen Lebensmittelvergiftungen.
00:01:37: Wahrscheinlich oder hoffentlich nicht in einer sehr dramatischen Form, in der wir ärztliche Hilfe brauchen.
00:01:43: Manche von uns haben vielleicht eine Allergie.
00:01:45: mit teilweise auch sehr heftigen Reaktionen, wenn wir bestimmte Lebensmittel verzehren.
00:01:49: Aber sicher haben wir alle schon einmal erlebt, dass unserem Körper etwas nicht bekommt.
00:01:54: Jesus spricht hier in dieser Stelle aber eben gerade nicht von einer Lebensmittelvergiftung, sondern von einer Lebensmittelvergiftung, von unserem Herz.
00:02:04: Also in diesem Fall nicht das Organ, sondern das Herz als Mitte unseres Lebens.
00:02:09: Es ist der Ort, an dem sich entscheidet, wie wir leben und handeln.
00:02:13: Unser Körper reagiert auf Vergiftungen.
00:02:15: Und unsere Seele, unser Herz auch.
00:02:18: Nur viel sensibler.
00:02:19: Und bezüglich dieser Lebensmitte Vergiftungen gilt es besonders achtsam zu sein.
00:02:25: Sie schädigen nämlich nachhaltig.
00:02:37: Jesus fordert uns heute ganz schön heraus.
00:02:39: Und das ist gut so.
00:02:40: Ich wünsche uns allen, dass wir heute Zeit für eine kleine Herzensinventur finden.
00:02:46: Und dann den Mut und die Kraft, so manches, was sich dort eingenistet hat, mit Samt der Wurzel zu entfernen.
00:03:12: Die Impulse können Sie auf radioclassik.at nachhören.
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