Impuls für den Tag am 9.2. mit Nathanaela Gmoser

Show notes

Nathanaela Gmoser ist Ordensfrau der Benediktinerinnen der Anbetung und ausgebildete Berufungscoachin.

Alle, die ihn berührten, wurden geheilt.
Mk 6,53–56

Show transcript

00:00:03:

00:00:15: Heute erleben wir einen sehr klaren und relativ strengen Jesus, der den Schriftgelehrten und Pharisäern ziemlich deutlich sagt, was er von Ihren Zugang zum Halten der Gebote so hält.

00:00:28: Das heutige Tages-Evangelium schildert, wie Jesus mit Pharisäern Schriftgelehrten und seinen Jüngern bei Samen sitzt.

00:00:36: Sie essen und einige seiner Jünger waschen sich vor dem Essen nicht die Hände.

00:00:41: Das kritisieren die Pharisäer als Verstoß gegen die Vorschriften.

00:00:46: Jesus meint, es handelt sich nur um die Auslegung der Menschen und nicht um ein Gebot Gottes.

00:00:53: Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

00:00:56: schreibt der Bostel Paulus im zweiten Korintherbrief.

00:00:59: Ich glaube genau das ist es, mit dem Jesus hier die Pharisäer und die Schriftgelehrten konfrontiert.

00:01:05: Sie kennen die Gesetze, sie befolgen sie äußerlich.

00:01:09: Den Sinn davon haben sie nicht verstanden und können somit auch nicht damit umgehen, wenn es einmal nötig ist, Grenzen zu verschieben, aber nicht willkürlich, sondern bewusst.

00:01:19: Und natürlich kann ich Gesetze hinterfragen, aber hinterfrage ich, um zu verstehen, oder mit dem Ziel sie auszuhebeln und mir selbst und anderen zu beweisen, warum sie gerade für mich nicht gelten.

00:01:32: Stelle ich prinzipiell alles in Frage oder vertraue ich Gott prinzipiell, dass seine Gebote gut sind und dazu beitragen, dass ich frei erleben kann.

00:01:43: In diesem Zusammenhang sagt Schwestern Nathanaela Gommosa über die zehn Gebote.

00:01:48: Du sollst, du sollst, du sollst.

00:01:50: So klingen uns die zehn Gebote im Ohr.

00:01:53: Ja, aber warum soll ich denn?

00:01:55: Warum sollte das Volk Israel?

00:01:57: Kurz bevor das Volk die Gebote erhält, wurde es aus der Gefangenschaft herausgeführt.

00:02:02: Die Gebote sind also keine neue Verknechtung.

00:02:05: Sie sind dazu da, um die Freiheit zu bewahren.

00:02:08: Denn es macht mich unfrei, wenn ich lüge, wenn ich stele, wenn ich begehre, was jemand anderem gehört.

00:02:15: Ja, die Gebote geben uns Grenzen vor, aber Grenzen sind nichts Schlechtes.

00:02:21: Das schöne Wort Umfriedung für eine Grenze sagt das ganz deutlich.

00:02:26: Innerhalb der gegebenen Grenzen kann ich in Frieden leben.

00:02:49: Die Impulse können Sie auf radio-klassik.at.

00:02:53: nachhören.

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