Impuls für den Tag am 10.2. mit Nathanaela Gmoser

Show notes

Nathanaela Gmoser ist Ordensfrau der Benediktinerinnen der Anbetung und ausgebildete Berufungscoachin.

Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Mk 7,1–13

Show transcript

00:00:03:

00:00:12: Wir bewegen uns in dieser Woche durch das sechste und siebte Kapitel des Markus Evangeliums.

00:00:17: Ich freue mich, in den kommenden Tagen wieder mit Ihnen einige Gedanken zum Evangelium des Tages teilen zu dürfen.

00:00:24: Das heutige Tages Evangelium erzählt davon, wie Kranke zu Jesus gebracht werden, damit er sie heile.

00:00:31: Braucht es Heilungen und andere Wunder, um an Jesus zu glauben?

00:00:36: Führen diese Wunderheilungen denn zum Glauben?

00:00:38: Kann sein, muss aber nicht.

00:00:40: Sehr oft bestätigt Jesus bei Heilungen, dass der Glaube die Voraussetzung für die Heilung war.

00:00:46: aber nicht ein starres Glauben von bestimmten Sätzen, sondern der Glaube an Gott, der Glaube an Jesus, Beziehung also.

00:00:55: Ihm zu glauben und auf ihn zu vertrauen, mit ihm in einer Beziehung zu sein, das heilt.

00:01:01: Die andere Richtung, also zuerst die Heilung, mag vielleicht spektakulär sein und im ersten Moment in eine Begeisterung verfallen lassen.

00:01:10: Aber wie lange diese Begeisterung anhalten wird, ist eine andere Frage.

00:01:14: wenn die Beziehung uns das Vertrauen, dass Gott in einer solchen Beziehung mit mir stehen möchte, nicht vorhanden ist.

00:01:21: Ich würde also sagen, nicht die Wunder führen zum Glauben, sondern der Glaube lässt uns wahre Wunder in unserer Gottesbeziehung erleben.

00:01:31: Für das Wunder geheilt zu werden, mussten die Kranken nur den Saum von Jesu gewandt berühren.

00:01:37: Gibt es auch heute solche heilsamen Berührungen?

00:01:41: Viel mehr als wir denken.

00:01:43: und ich fürchte auch viel mehr, als wir nutzen.

00:01:46: Jedes Sakrament hat einen sichtbaren Ausdruck.

00:01:49: Jedes Sakrament lebt davon, dass Berührung stattfindet.

00:01:53: Nicht nur innerlich, seelisch, sondern auch ganz ausdrücklich, körperlich.

00:01:57: Handaupflegung, Salbung, das alles sind konkrete Ausdrücke von Zuwendung.

00:02:02: Aber auch im Alltag.

00:02:04: Wie schön ist es, wenn Eltern ihre Kinder segnen, ihnen ein Kreuz auf die Stirn zeichnen oder Paare oder Freunde sich dieses Zeichen des Segens schenken, wenn jemand für mich betet und mir dabei vielleicht als sichtbarer Ausdruck der Zuwendung die Hand reicht oder sie auf meine Schulter legt.

00:02:21: Als ich den Primitsegen, den ersten Segen nach der Priesterweihe, eines sehr guten Freundes empfangen durfte, habe ich ihm vorher augenzwinkend gesagt und nur damit du es weißt, ich will den Segen auch spüren.

00:02:34: Und als er mir dann die Hände auf den Kopf gelegt und für mich gebetet hat, Da habe ich ganz konkret Zuwendung gespürt.

00:02:41: Seine und die Zuwendung Gottes.

00:02:54: Halten wir uns nicht so sehr bei den Wundern auf, dass was darunter liegt und viel tiefer greift und Halt gibt, bis die Beziehung, die Gott zu uns haben will und dass ihr werden dann auch Wunder und Heilungen erwachsen, die Lebensverwandlungen sind.

00:03:14: Nathanaela Gmosa ist Ordensfrau der Benediktinerinnen der Anbetung und ausgebildete Berufscoaching.

00:03:23: Das heutige Tages-Evangelium finden Sie bei Markus Kapitel sechs, dreiundfünfzig bis sechsundfünfzig.

00:03:30: Die Impulse können Sie auf radioklassik.at nachhören.

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