Lebenswege: Nadim Vardag
Show notes
Die Auszeichnung gilt als eine der wichtigsten Ehrungen für junge Kunstschaffende in Österreich. Die Auszeichnung ist mit einer Ausstellung im Wiener "JesuitenFoyer" vom 12. Februar bis 14. März 2026 verbunden. Stefan Hauser hat den Künstler besucht.
In seinen Installationen, Zeichnungen, Filmen und Skulpturen setze Vardag einer "Ökonomie der Aufgeregtheit eine subversive Ruhe entgegen, eine Konzentration auf die ästhetischen und sozialen Bedingungen des Zeigens, des Ausstellens, des Öffentlich-Machens", hieß es in der Begründung der Jury für den Preis.
"Msgr. Otto Mauer-Preis"
Show transcript
00:00:09: Ja, also wenn man mit Holz arbeitet, dann ist Schleifen auf jeden Fall eine der Sachen, mit der man am meisten Zeit verbringt.
00:00:19: Und jetzt baue ich für die Ausschauung gerade so spezielle Ramungen für meine Zeichnungen, die aus MDF zusammengeleimt sind und da wird dann auch geschliffen.
00:00:34: In einem Artilier um Südtiroler Platz in Wien, ein ehemaliges Friseur-Lokal, ist nun Arbeitsstätte für einen bildenden Künstler.
00:00:42: Mein Name ist Nadim Warnack.
00:00:44: Ich habe gesagt, den Ottomauer-Psyres, Monsignorse Ottomauer-Psyres gewonnen und habe am elften Februar eine Ausstellung im Jesuiden-Foyer, die quasi im Zuge dieser Ausstellung.
00:00:59: Genau, ich bin Künstler.
00:01:00: Ich bin in Deutschland aufgewachsen, aber schon sehr lange in Wien.
00:01:04: Ich habe in Wien studiert und diplomiert.
00:01:07: Und genau, ich bin hier ansässig.
00:01:09: Der ruhige Künstler spricht durch die Formen und Umsetzungen, die er schafft.
00:01:14: Und das bildet mit seinem Wesen eine Einheit.
00:01:17: Nadim Bardak ist neunzehn-achtzig geboren.
00:01:21: Ich
00:01:21: habe zu einem Teil pakistanische Wurzeln.
00:01:24: Also ich habe einen Großvater, der aus Pakistan nach Deutschland eingewandert ist.
00:01:28: Ich bin sozusagen quasi ein Viertel pakistanischer Abstammung, aber ich bin quasi ohne Verbindung dazu aufgewachsen.
00:01:42: Ja, alles Mögliche.
00:01:43: Also ich habe in meiner Kindheit und Jugend wahnsinnig viel und gerne gezeichnet und das hat irgendwie dann so dazu geführt, dass ich mich begonnen habe für Kunst zu interessieren.
00:01:56: Ja, also so ein bisschen hat sich das bei mir schon rausgebildert, dass ich dachte, ich könnte irgendwie Künstler werden, aber man hat dann natürlich in jungen Jahren auch so ganz falsche Forschung davon, was das bedeutet.
00:02:09: Wenn man dann anfängt, Kunst zu studieren, dann, also, ich muss ja zusagen, ich komme mal aus einem Umfeld, das eben mit Kunst eigentlich gar nichts zu tun hat, meine Eltern und... Das heißt, meine Familie hat eigentlich niemanden einen besonderen Bezug zur Kunst oder Kultur aufgeben.
00:02:23: Dadurch habe ich das auch nicht so vermittelt gesagt.
00:02:25: Also ich war, glaube ich, recht naiv, was das heißt, Kunst zu machen oder zu studieren.
00:02:31: Und wenn man anfängt, zu studieren, dann merkt man das natürlich so ein bisschen, was da eigentlich alles mitkommt und was das bedeutet.
00:02:39: Nadim Wanderke wird in Franken sozialisiert.
00:02:42: Ich bin schon in Nürnberg aufgewachsen.
00:02:44: Also ich bin im Kindergartenalter, sind meine Eltern mit mir nach Nürnberg umgezogen und ich bin in Nürnberg zur Schule gegangen und aufgewachsen und habe dort angefangen, Kunst zu studieren.
00:02:54: Also es gibt ja eine Kunstakademie in Nürnberg und dort habe ich es recht schnell gemerkt, dass man da eigentlich woanders hinkriegen muss, wenn man irgendwie ambitioniert ist.
00:03:06: Und dann habe ich mich so umgeschaut, wo könnte ich hingehen.
00:03:10: Und da ist die Wahl auf Wien gefallen.
00:03:13: Und ich habe dann mein Studium hier fortgesetzt.
00:03:16: Ja, in der Kunstakademie.
00:03:18: Akademie der wilden Künste.
00:03:20: Welche Möglichkeiten eröffnen sich in Wien für den Künstler?
00:03:23: Wien... hat einfach eine größere Kunstszene als Nürnberg.
00:03:29: Es hätte sich auch andere Optionen gegeben damals.
00:03:32: Das war halt irgendwie so eine Entscheidungsfrage, wo geht man hin?
00:03:36: Aber Nürnberg ist einfach, da gibt es keine Kunstszene, die groß genug ist, dass man da als Künstler wirklich sich eine Existenz aufbauen kann.
00:03:46: Dann heißt es, hier sießhaft zu werden.
00:03:49: Ja, ich meine, das ist alles gar nicht so einfach und natürlichen... Großteil das, womit man sich so die ganze Zeit beschäftigt, sich irgendwie eine Existenz zu ermöglichen als Künstler.
00:04:02: Also das, ja, ich habe schon vielleicht viele Ateliers gehabt in Wien und auch vielleicht viele Wohnungen.
00:04:10: Man versucht sich halt irgendwie so vorhanden zu arbeiten.
00:04:14: In dem Atelier, in dem ich jetzt bin, bin ich auch erst seit ein bisschen über einem Jahr.
00:04:20: Und das habe ich mir auf eine Art schon auch selber aufgebaut, weil ich ja selbst renoviert habe lange Zeit und das war ein bisschen ein Glücksfund, weil ich wohne um die Ecke und habe dann quasi gesehen, dass das leer steht.
00:04:34: Das war ursprünglich ein Friseurlokal.
00:04:37: Jetzt ist für das künstlerische Tun von Nadim Bardak alles eingerichtet.
00:04:43: Viel Holz an den Wänden gestapelt, Arbeitstische prägen die Atmosphäre in den
00:04:48: Räumen.
00:04:49: Ja, das war ein längerer Sobsozess.
00:04:50: Also ich habe hier wirklich sehr viel Arbeit und auch Geld reingesteckt in diesen Ort und das versucht irgendwie für mich so zu adaptieren, dass ich hier gut arbeiten kann.
00:05:02: Die Basis ist geschaffen für die künstlerischen Umsetzungen, war DAX.
00:05:06: Ja, so einfach lässt sich das gar nicht auf die schnelle beantworten, glaube ich.
00:05:11: Weil ich mich gar nicht so sehr durch eine bestimmte Technik oder Handwerk oder so... definieren würde.
00:05:18: Ich mache eigentlich recht viele verschiedene Sachen und ich würde auch sagen, dass meine Arbeitsweise durchaus auch konzeptuell gezeigt ist.
00:05:28: Also jetzt gar nicht nur durchs Machen dominiert wird oder so.
00:05:33: Und das gibt da so verschiedene Sachen, die eine Solle für mich spielen.
00:05:37: Also ich zeichne viel, ich fotografiere aber auch, ich mache auch manchmal Videos und Filme, ich mache Drucksafik und ich arbeite eben auch so viel Skulptural-Inselativ und das ist sehr wesentlich für meine Arbeit.
00:05:51: Also ich würde eigentlich was sagen, dass das so im Zentrum steht von dem, was ich mache und dass ich... Da dann zum Beispiel viel mit Holzarbeit, das hat auch einfach damit zu tun, dass das für mich möglich ist.
00:06:05: Ich habe nicht so die Möglichkeit, mit Metall zu arbeiten oder so.
00:06:09: Das ist auch nichts, was ich so einfach selber machen kann.
00:07:24: In der Umsetzung geht nach dem Wartrück immer von der Ausstellungssituation aus.
00:07:29: So stellte er in Wien bisher unter anderem im Belvedere XXI im Murmock, in der Kunsthalle Wien, im Bank aus der Kunstforum sowie bei Georg Kagell-Fahrenarzt und der Georg Kagell-Box aus.
00:07:41: Internationale Ausstellungen führten ihn nach Brüssel, Berlin, London, Amsterdam, Los Angeles, St.
00:07:47: Gallen, Aachen, Stuttgart, Braunschweig, Linz oder Mexiko City.
00:07:52: Also einerseits von der Architektur an den Säumlichkeiten, aber auch im überzagenden Sinn von den Bedingungen, die ich vorfinde sozusagen.
00:08:03: Und das ist eigentlich ganz oft mein Startpunkt fürs Arbeiten.
00:08:08: Auf eine Art baue ich natürlich auf was auf, was ich seit... Ich habe quasi eine künstlerische Psexis, eine Ausstrahlingspsexis, die sich über die Jahre so entwickelt hat und darauf baut man irgendwie auf.
00:08:22: Das sind jetzt nicht immer so Einzelideen, dass einem eine Glühbirne aufgeht und das macht man dann, sondern es ist halt ein Prozess, das ist eine Beschäftigung.
00:08:32: und eine Entwicklung.
00:08:34: Also man kann nicht so sagen, da gibt es jetzt die Idee und dann macht man das, sondern das ist halt so ein komplexerer Prozess natürlich.
00:08:43: Eine Ausstellung im Wiener Jesuitenfuehe vom zwölften Februar bis vierzehnten März, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr Da er bereits die Aufstellung in der Innenstadt begonnen hat.
00:09:05: Eine Wandskulptur, könnte man sagen.
00:09:08: Das werde ich auch zeigen bei der Ausstellung.
00:09:11: Deswegen hängt jetzt ein Foto davon dar.
00:09:13: Ich habe das quasi so als Anschauungsobjekt aufgehängt.
00:09:18: Das ist eine relativ neue Skulptur, die ich vor ein, eineinhalb Jahren gemacht habe, die allerdings aus Teilen von älteren Skulpturen besteht.
00:09:29: Ich habe angefangen in letzter Zeit quasi ... oder arbeiten von mir, die nicht mehr zu lagern waren oder die im Lager beschädigt wurden, dann irgendwie wieder zu verwerten, indem ich daraus wieder neue Sachen baue und das ist so ein Beispiel dafür.
00:09:45: Das Gespräch zu dieser Sendung ist im Atelier von Nardim Wadak geführt.
00:09:49: Wir sitzen an einem Arbeitstisch, daneben steht eine größere Maschine, aber der Künstler kann das selber am besten erklären.
00:09:57: Ja, also die Maschine, die Sie sehen, das ist eine Druckbsasse.
00:10:00: Die habe ich mir vor ein paar Jahren angeschafft, weil ich angefangen habe, Sardierungen zu zucken, kaltenade Sardierungen.
00:10:09: Und die stelle ich eben selber her, das ist so eine handwerklich anspruchsvolle Sache, die mir irgendwie Spaß macht und da habe ich mir so eine Drucksasse angeschafft.
00:10:21: Ja, also ich habe vor ein paar Jahren angefangen, seit viel so gewhebeartige Strukturen als Zugsafiken umzusetzen.
00:10:31: und hat mich recht viel mit diesem Motiv beschäftigt, also konsistorsisch und genau.
00:10:38: Was würdest du jetzt sagen, das ist eine Druckrafik.
00:10:40: Also die Kaltnadel der Sortierung funktioniert so, dass es eine der ältesten Drucktechniken überhaupt und im Prinzip besitzt man mit einer Nadel in Metall und dort wird Farbe sein, gerieben und das wird dann gedruckt.
00:10:54: Also es ist eine ganz simple alte Drucktechnik eigentlich.
00:11:00: Und damit beschäftige ich mich seit einigen Jahren unter anderem.
00:11:05: Viele Holzlatten sind an den Wänden im Atelier angelehnt.
00:11:09: Ja, das sind alles Teile von früheren Installationen eigentlich.
00:11:14: Also das ist Material, was ich verwendet habe.
00:11:17: Also jetzt speziell in diesem Fall war das ursprünglich eine Ausstellungsarchitektur, die ich fürs Mumok entworfen habe, die ich dann danach selbst als Installationen umgebaut habe und für eine eigene Ausstellung verwendet habe.
00:11:31: Und jetzt verwende ich dieses Material, um wieder andere Sachen daraus zu bauen.
00:11:35: Also zum Beispiel auch die Möblierung für mein Atelier.
00:11:38: Also ihr könnt da vorne so Schränke sehen.
00:11:40: Die sind ja auch aus diesem Material gebaut.
00:11:43: Ich versuche halt diese Sachen weiter zu verwenden.
00:11:46: In seinen Installationen, Zeichnungen, Filmen und Skulpturen setzt nach dem Wartag einer Ökonomie der Aufgeregtheit eine subversive Ruhe entgegen, eine Konzentration auf die ästhetischen und sozialen Bedingungen des Zeigens, Ausstellens und des Öffentlichmachtens.
00:12:04: Heißt es in der Begründung der Jury des Monsignore Otto Maurer Kunstpreises, den er zuerkannt.
00:12:10: Erhielt die Jurybestand aus Andreas Fugaraschi, Katrin Romberg, Stella Rollig, Johannes Schwamberg, Patrick Gustav Schörkhofer und Esther Stokker.
00:12:21: Die präzise Aufmerksamkeit in seinem Schaffen sei damit nicht nur ästhetisches Werkzeug, sondern direkte menschliche Kommunikation und das Betrachten seiner Kunst eine Einübung in ein kritisches Verständnis gegenwärtiger Bildproduktion.
00:12:38: Ist Nadim Wader gegen Künstler, der sich selber zurücknimmt und eben durch den Ausdruck seiner Formen und Umsetzungen seiner Kunst spricht?
00:12:48: Ja, ich würde jetzt gar nicht so sehr das so Ruhe nennen vielleicht, aber dass ich eine eher zurückhaltende Art der künstlerischen Arbeit habe, das ist irgendwie offensichtlich.
00:13:02: dass es mir um eine Art von Präzision geht oder Genauchkeit oder um so Feinheiten, das war da, glaube ich, vor allem gemeint.
00:13:14: Künstler geraten häufig durch unregelmäßige Aufträge geringe Einkommen und Krisen in existenzielle Not.
00:13:21: Zugleich ist die existenzielle Erfahrung auf den zentralen Thema in der Kunst, sei es durch die Verarbeitung von Leiden, Verlust oder als kreative Ressource.
00:13:32: Das Leben und Überleben als Künstler ist nicht immer ganz einfach.
00:13:38: Ja, also ich meine die allermeisten Leute, die ich kenne, die als Künstler arbeiten, die haben halt dann auch noch andere nebenbei Tätigkeiten, um Geld zu verdienen.
00:13:50: oder wo stellen sich sie so durch?
00:13:54: Ja, also bei mir ist es unterschiedlich.
00:13:57: Es geht manchmal besser.
00:14:00: über Verkauf, manchmal schlechter.
00:14:03: Ich mache auch manchmal andere Sachen nebenbei.
00:14:06: Also in den letzten Jahren habe ich relativ viel fotografiert, jobmäßig, also Ausstellungen für unsere Künstler.
00:14:15: Und so was wie dieser Kunstpreis jetzt, das hilft natürlich auch sehr.
00:14:20: Denn der fünfundvierzigste Monsignor Otto Maurerpreis für bildende Kunst ging an den in Regensburg geborenen und in Wien lebenden und arbeitenden Künstler Nadim Wardak.
00:14:31: Die Auszeichnung gilt als eine der wichtigsten Ehrungen für junge Kunstschaffende in Österreich.
00:14:37: Das Preisgeld beträgt fünfzehntausend Euro.
00:17:38: Der kirchliche Otto Maurerfond vergibt die Auszeichnung in Weiterführung des Anlegs von Monsignore Otto Maurer, erlebte von�hundersieben bis dreiundsiebzig, der sich als Priester und Kunstförderer intensiv für zeitgenössische Kunst und die Unterstützung junger Kunstschaffender eingesetzt hatte.
00:17:57: Bis hegebreistrige und anderem Franz West, Brigitte Kovans, Heimo Zobernick, Easterstocker oder Belinda Kazim Kaminski.
00:18:05: Sie haben die österreichische Gegenwartskunst entscheidend geprägt.
00:18:10: Wir kommen zurück zum aktuellen Monsignor Automarpreisträger Nadim Vardak.
00:18:15: Nimmt der Auftragsarbeiten an, um als Künstler den Alltag zu bewältigen?
00:18:20: Ja, ich meine Aufträge in dem Sinne habe ich eigentlich nicht oder selten.
00:18:26: Am ersten hat man halt Einladungen zu Ausstellungen oder so.
00:18:31: Inwiefern das ... Da jetzt eine Auswirkung hat, das muss ich schauen.
00:18:36: Also ich meine, es gibt unterschiedliche Arten von Ausstellungen.
00:18:39: Es gibt Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen.
00:18:41: Normalerweise, wenn man zu einer Einzelausstellung eingeladen wird, dann hat man da ziemlich freie Hand oder sollte man zumindest haben.
00:18:50: Und bei Gruppenausstellungen ist das manchmal anders.
00:18:52: Also es gibt natürlich Kursatoren, die da schon was ganz Bestimmtes im Kopf haben oder eine bestimmte Sache ausstellen wollen.
00:18:59: Aber ich arbeite in dem Sinne nicht nach Aufträgen oder Themen, die mir vorgegeben sind.
00:19:07: Künstler nutzen Kreativität als essentielle Fähigkeit, um durch Vorstellungskraft originelle Werke zu erschaffen, wobei der Prozess oft wichtiger ist als das Endprodukt.
00:19:18: Ja, ich meine tatsächlich am allermeisten beim Arbeiten.
00:19:23: Also ich merke das immer wieder, dass wenn man einfach anfängt zu arbeiten, dann kommen einem auch entdehnen oder dann entwickelt sich etwas daraus.
00:19:33: Das ist eigentlich das, was, glaube ich, am effektivsten ist, um so eine Art Funktivität versandt zu sein.
00:19:41: Wer Künstler ist, betreibt im rechtlichen Sinne kein Gewerbe, sondern ist Freiberufler.
00:19:47: Ja, also das ist halt so eine Sache mit der Selbstständigkeit.
00:19:50: Das hat Vor- und Nachteile.
00:19:51: Also natürlich kann man sich die Zeit irgendwie selbst einteilen und auf der anderen Seite ist die Gefahr, dass man quasi nur noch arbeitet, weil man eben auch, weil niemand sagt, dass man jetzt Feierabend hat.
00:20:03: Da gibt es halt beide Seiten irgendwie.
00:20:06: Ja, also diese, wie man Neu-Deutsch sagt, so eine Art von Work-Live-Balance zu finden, das ist natürlich irgendwie eine Aufgabe.
00:20:16: Damit kann man irgendwie Schwierigkeiten haben oder zurechtkommen.
00:20:22: Gerade wenn es dann so eine intensive Arbeitsphase gibt von der Ausstellung oder so und die Zeit drängt, dann müssen halt andere Sachen quasi zurückbleiben dafür.
00:20:34: Ideen für Ausstellungen entstehen und dann werden die entsprechenden passenden Künstler für die Umsetzung gesucht.
00:20:41: Man wird halt zur Ausstellung eingeladen.
00:20:45: Das ist das, wie das normalerweise funktioniert.
00:20:49: Also da gibt es jetzt in dem Sinn keinen konkreten Aufsorg für das, was ich machen soll.
00:20:54: Ich werde halt eingeladen aufgrund dessen, was ich mache.
00:20:58: Also die Leute, die einen einladen, die haben sich dann mit meiner Arbeit beschäftigt, oder davon gehe ich aus.
00:21:04: Und dann, wenn die das gut finden, dann wird man halt zu einer Ausschaltung eingeladen manchmal.
00:21:13: Normalerweise hat man da also eine relativ freie Hand, was man da dann macht.
00:21:18: Nach dem Wartekontersuchte in den unterschiedlichsten Medien wie Installationen, Zeichnungen, Filmen oder Videolubes, die Konstruktion medial vermittelter Bilder und hinterfragte die Mechanismen vom Kino und Filmproduktion.
00:21:32: Dabei interessierte in das Repertoire auf dem Film basiert die Montage aus strukturell bewährten Techniken und verbindlichen Motiven, die durch immer wiederkehrenden Einsatz gleichsam zu archetypischen Symbolen geworden sind.
00:21:45: Flackern des Licht, überbelichtete Fenster, sich langsam selbst öffnene Türen, sind Motive, die unheimliche Bedrohung suggerieren und beim Spannungsaufbau von Filmen eine wichtige Rolle spielen.
00:21:59: Aus der Logik des suspense heraus entstand die Spannung durch den Wissensvorsprung des Zuschauers gegenüber dem Protagonisten, der durch die typisierte Situation das Eintreffen eines bestimmten meist dramatischen Ereignisses erwartet und gleichzeitig an der Verwirklichung des ursprünglich erwarteten Zweifelt und auf positive Verwendung des Geschehens hofft.
00:22:23: Ja, also jetzt schon eine Weile nicht mehr, aber ich habe früher mich sehr intensiv mit dem Thema Film beschäftigt und ich habe auch einige Videos, habe auch meinen Film gemacht.
00:22:34: Ja, das wechselt.
00:22:34: Also mir macht das handwerkliche Arbeiten Spaß und zurzeit durch am allerliebsten Zeichnen eigentlich.
00:22:45: Ich versuche da quasi wieder so eine Art von Freude am Zeichnen für mich irgendwie zurückzugewinnen oder so.
00:22:54: Was gibt es dazu zu sagen?
00:22:56: Ja, also die Sache ist jetzt liegen hier die Sachen, die für diese Ausstellung vorgesehen sind.
00:23:02: Und da zeige ich tatsächlich so sehr unterschiedliche Sachen und auch aus unterschiedlichen Zeiten.
00:23:08: Aber das, was sie jetzt zeigen, die sind halt alle aus einer ähnlichen Zeit auch.
00:23:12: Und das ist so eine Werksserie, mit der ich mich länger beschäftigt habe.
00:23:17: Und ich arbeite sehr oft quasi in Systemen.
00:23:21: Also ich mache sehr, sehr viel von Arbeiten.
00:23:25: Und die bilden dann eine Art System und die, klar, die sind sich dann recht ähnlich.
00:23:33: Das ist dann quasi eine sehr reelle Art der Arbeit.
00:23:37: Wer nun neugierig auf Werke von Nadim Vardak dem aktuellen Monsignor Otto Maurer preistiger ist, der hat die einmalige Chance auf den Besuch der Ausstellung im Wiener Jesuitenfuehe.
00:23:48: Und zwar in der Bäckerstraße.
00:23:51: von zwölften Februar bis vierzehnten März zeigt Nadim Vardak hier ausgewählte Objekte.
00:23:58: Ja, also was ich vorab zu zeigen sind zwei bis drei Skulpturen und vor allem auch mehrere Zeichnungen und so Grafiken und wie gesagt eben aus ganz unterschiedlichen Zeiten.
00:24:10: Das ist auch eigentlich so... Das ist der erste Mal, dass ich eine Ausstellung ein bisschen sattrospektiv angelegt habe.
00:24:17: In dem Sinne, dass da eben ganz alte Sachen auch dabei sind oder aus unterschiedlichen Jahren.
00:24:22: Es hat so ein bisschen auch damit zu tun, dass die Zeit recht knapp war, sich vorzubeseiten.
00:24:28: Also ich schöpfe halt aus dem, was es schon gibt auch.
00:24:31: Aber habe da so eine recht gezielte Zusammenstellung quasi mir überlegt und... Genau, also es gibt so einen Fokus auf Zeichnung in der Ausstellung.
00:24:43: Objekte und Werke von Nadim Wadak sind zum Teil nicht für die Ewigkeit.
00:24:48: Er versucht auch Stücke mit Umorientierung und Wiederverwendung und darauf nimmt der Künstler abschließend Bezug.
00:24:56: Naja, das ist etwas, was mich in den letzten Jahren sehr viel beschäftigt hat.
00:25:01: Das hat auch damit zu tun, dass ich jetzt schon lange und auch skulpturial arbeite und dann sammeln sich recht viele Sachen an.
00:25:10: Man hat Lagerprobleme.
00:25:13: Ich habe die Zusammenarbeit mit einer Galerie beendet und da habe ich auch viele Sachen zurückgekriegt.
00:25:21: und dann merkt man, man kann die so nicht weiter verwenden oder manche Sachen sind beschädigt.
00:25:26: und dann überlegt man, was macht man jetzt mit diesem Material?
00:25:29: und ich fand dann irgendwie für mich... die Idee ganz gut, aber aus diesen alten Sachen wieder was Neues zu bauen.
00:25:36: und auf eine Art sagen die Materialien dann diese Geschichte mit, dass sie schon mal was anderes waren, Teil von was anderes waren und sind auf dieser Art irgendwie so ein bisschen aufgeladen.
00:25:50: Und in den letzten Jahren hat das dazu geführt, dass ich mich da seit vielmehr beschäftigt habe und das ist halt auch eine Beschäftigung mit der eigenen Künstlerischen Vergangenheit auf einer Art.
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